Mit breiter Mehrheit SPD-Politikerin zur Bundestagspräsidentin gewählt

„Zahle aus Prinzip einen anderen Betrag“ Ticket-Hammer in München sorgt für Aufregung bei Bayern-Fans

Eine Person wirft Münzen in einen Automaten des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds

Eine Preiserhöhung des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds sorgt für Aufregung bei den Fans des FC Bayern München. Unser Symbolbild wurde am 20. November 2017 in München aufgenommen.

Eine Preiserhöhung im Münchner ÖPNV sorgt für Aufregung bei den Fans des FC Bayern München. Denn eine Fahrkarte kostet ab Dezember ausgerechnet einen Löwen-Preis des Lokalrivalen TSV 1860 München.

München. Im öffentlichen Nahverkehr der Stadt München ist ein Streit entbrannt. Denn der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) hat eine Preiserhöhung angekündigt. Die teureren Fahrkarten an sich sind allerdings nicht der Grund für die Empörung. Vielmehr zoffen sich die Fanlager der beiden großen Münchner Fußballvereine um den Preis für eine bestimmte Karte.

Denn ab Dezember kostet die IsarCard-Wochenkarte für die Zone M nicht mehr wie gewohnt 17,80 Euro, sondern exakt 18,60 Euro. Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle Fans des FC Bayern München, denn der Preis gleicht ausgerechnet dem Gründungsjahr des Lokalrivalen TSV 1860 München.

„Wenn etwas 18,60 Euro kostet, zahle ich aus Prinzip immer einen anderen Betrag“

Den hartgesottenen Bayern-Fans geht die Zahl 60 nicht einmal über die Lippen. Stattdessen sagen viele nur „59 plus 1“. „Das sagt man einfach nicht“, sagt Mario Weiße vom FC Queerpass International gegenüber der „tz“.

Noch weniger gern allerdings dürften die Roten aus der bayerischen Landeshauptstadt den Preis für die neue Fahrkarte bezahlen wollen. „Wenn etwas 18,60 Euro kostet, zahle ich aus Prinzip immer einen anderen Betrag“, sagt Wolfgang Bauer vom Fanclub Farmer and Friends Bayern Power. Zwar fahre er jeden Tag mit der U-Bahn zur Arbeit, aber „die Fahrkarte für 18,60 Euro würde ich mir nicht kaufen – aus Prinzip“.

Bayern-Fans zahlen lieber 19 Euro

Auch Alexander Salzweger, Pressesprecher des Club Nr. 12 vermutet, dass einige seiner Kollegen den Preis nicht bezahlen werden. „Die Bayern-Fans werden dann wohl eher eine Zone mehr bezahlen – oder sich gar keine Karte kaufen.“ Wieder eine andere Vermutung hat Edelfan Michael Zeman: „Vielleicht will der MVV damit ja auch Profit schlagen, weil er weiß, dass die Bayern-Fans den Betrag nicht zahlen, sondern lieber 40 Cent mehr.“

Das wären dann nämlich genau 19,00 Euro – und das entspräche exakt dem Gründungsjahr des FC Bayern München (1900). Der MVV erklärte allerdings mittlerweile schon, dass mögliche Beschwerden von Bayern-Fans hoffnungslos seien: „Es gibt keine Überlegungen, den Preis zu ändern“, hieß es gegenüber der „tz“.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.