,,Scheiß Olympia‘‘ Pokal-Kracher gegen Schalke: 1860-Ultras wollen nicht in anderes Stadion

Auf der Anzeigetafel steht, dass 1860 mit 1:0 gegen Bayern gewonnen hat. Darunter freuen sich die Fans der Löwen.

Der TSV 1860 gewinnt das Derby gegen die Bayern im Olympiastadion mit 1:0 am 27. November 1999.

Der TSV 1860 München erwägt einen temporären Umzug ins Olympiastadion. Die Ultras gehen allerdings auf die Barrikaden.

München. Am Sonntag (29. August 2021) hat die Auslosung für die zweite Runde des DFB-Pokals stattgefunden. Dem TSV 1860 München wurde dabei Neu-Zweitligist FC Schalke 04 zugelost. Das Spiel wird am 26. Oktober 2021 ausgetragen. Nun denken die Verantwortlichen der Löwen darüber nach, das Spiel im Münchner Olympiastadion auszutragen, um mehr Zuschauer begrüßen zu können. Die Ultras der Gruppe „Münchner Löwen“ haben dazu eine klare Meinung.

Grünwalder Stadion: Die Heimat der Münchner Löwen

Normalerweise trägt der aktuelle Drittligist seine Heimspiele im Stadion an der Grünwalder Straße aus. Die beschauliche Arena befindet sich mitten im Münchner Stadtteil Giesing, errichtet wurde sie 1911. Für die Fans ist Giesing die Heimat ihres TSV 1860. Ihr Stadion nennen sie einfach nur „Sechzger“.

Die Fans des TSV 1860 München schwenken blaue Fahnen und zeigen ihre Schals beim Heimspiel im Grünwalder Stadion.

Die Kurve des TSV 1860 beim Heimspiel im Grünwalder Stadion gegen Braunschweig am 26. Januar 2020.

Entsprechend sauer reagierten die Ultras der Löwen auf den Vorschlag eines Umzugs für das Pokalspiel gegen die Königsblauen. Anfang der Woche veröffentlichten die Ultras ein Foto, das vor dem Trainingsgelände der Sechziger entstand. Das Foto zeigt ein Spruchband mit der Aufschrift: ,,Scheiß Olympia‘‘. Es hing am Zaun der Trainingsanlage des Klubs, die sich ebenfalls in Giesing befindet.

Gegenüber der TZ sagte der Präsident des Vereins, Robert Reisinger, dass die Geschäftsführung eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen müsse, um zu ermitteln, ob sich ein Umzug ins Olympiastadion lohne. Reisinger betonte aber auch: „Wegen 50.000 Euro mehr werden wir den Heimvorteil im Sechzger bestimmt nicht aufgeben.“

Der TSV und seine Stadien

Bereits zwischen 1972 und 2005 trug der TSV viele seiner Heimspiele im Olympiastadion, das für die Olympischen Spiele 1972 in München errichtet worden war, aus. Es zeichnet sich durch seine einzigartige Architektonik und die Aschebahn aus. Zwischenzeitlich pendelte der Verein zwischen Oly und Sechzger. Ab 1995 bestritt 1860 alle Heimspiele in der Bundesliga im Olympiastadion.

Das Bild zeigt die Anzeigetafel im Olympiastadion. Zwischen 1860 und Schalke steht es 1:1.

Das Spiel zwischen 1860 und Schalke im Olympiastadion endete am 9. August 2003 1:1-unentschieden.

2005 zog der Verein dann in die Allianz-Arena um, die  wiederum für die WM 2006 gebaut worden war. Für die Nutzung der Arena im Norden Münchens musste der TSV 1860 an den Stadtrivalen Bayern München Miete bezahlen. Seit dem Gang in die Regionalliga im Jahr 2017 spielt der TSV wieder im Stadion an der Grünwalder Straße – zur Freude seiner Anhänger. (jm)

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