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„Beschissener Abend“ BVB frustriert: Königsklassen-Aus und fragwürdiger Can-Platzverweis

Emre Can und Marco Reus diskutieren mit Pedro Goncalves. Pedro Porro liegt auf dem Platz.

Emre Can und Pedro Goncalves geraten am 24. November 2021 aneinander, nachdem Can eine Tätlichkeit gegen den am Boden liegenden Pedro Porro begangen haben soll.

Jetzt ist es also fix: Borussia Dortmund kann sich nach der Pleite in Lissabon nicht mehr für das Achtelfinale der Champions League qualifizieren. Enttäuschung und Wut machen sich beim BVB breit.

Gebrauchter Abend für Borussia Dortmund: Die Mannschaft von Trainer Marco Rose (45) hat am Mittwochabend (24. November 2021) das wichtige Champions-League-Auswärtsspiel in Lissabon bei Sporting verloren und kann somit nicht mehr ins Achtelfinale der Königsklasse einziehen. Das teilweise turbulente Spiel endete mit 3:1 für die Hausherren.

„Das ist schon bitter. Es war ein beschissener Abend. Wir sind raus. Das ist schon eine bittere Wahrheit. Wir fahren mit leeren Händen nach Hause. Das tut weh“, resümierte Dortmunds Kapitän Marco Reus (32) nach der Niederlage.

Marco Reus: „Immer Gegentore durch individuelle Fehler“

Reus: „Vor allem in der Champions-League darfst du nicht drei Spiele hintereinander verlieren. So hast du es nicht verdient weiterzukommen, das muss man ganz klar sagen.“

Ärgerlich war besonders der Patzer vor BVB-Linksverteidiger Nico Schulz, der zum 0:1 aus Dortmunder Sicht führte. Schulz schätzte einen langen Ball der Portugiesen falsch ein und unterlief ihn. Pedro Concalves (23) nutzte den Fehler eiskalt aus.

Der Grund für den ersten Gegentreffer sei die fehlerhafte Kommunikation gewesen, erklärte Reus. Die alleinige Schuld an der Pleite wollte Reus aber keinem seiner Mitspieler in die Schuhe schieben: „Wir brauchen jetzt nicht auf Einzelne zu gehen, wir haben es im Kollektiv nicht auf den Platz gebracht. Aber am Ende sind es dann natürlich immer Gegentore durch individuelle Fehler.‘‘

Marco Rose: „Mein Gott, dann ist es halt so“

„Es war unser klares Ziel, in der Champions League in die nächste Runde zu kommen“, sagte Trainer Marco Rose nach dem fehlerhaften Auftritt bei den Portugiesen und folgerte: „Wir müssen besser werden.“

Marco Rose brüllt und gestikuliert.

Dortmunds Cheftrainer Marco Rose beschwert sich beim Spiel in Lissabon am 24. November über eine Schiri-Entscheidung.

Der Coach der Schwarz-Gelben forderte vor allem mehr Entschlossenheit in den eigenen Reihen: „Der Gegner war in den entscheidenden Situationen konsequenter und kompromissloser. In den entscheidenden Statistiken hat sich Sporting den Sieg verdient.“

„Es ist unsere Pflicht, nicht zu resignieren“, betonte Rose. Die Ausfälle von Wunderstürmer Erling Haaland (21, Verletzung) und Routinier Mats Hummels (32, Rotsperre) lässt Rose nicht als Ausrede für die Pleite und das gleichbedeutende Ausscheiden aus der Königsklasse gelten: ,,Mein Gott, dann ist es halt so, dann fallen die Spieler aus, dann können sich andere zeigen.“

Laut VAR: Klare Rote Karte für Emre Can

Angesprochen auf den Platzverweis für Mittelfeldspieler Emre Can sagte Rose: „Der Schiedsrichter hat mir gesagt, dass es laut dem VAR eine klare Rote Karte war.“ Der Referee Carlos del Cerro Grande (45) zeigte dem deutschen Nationalspieler Can in der 74. Minute die Rote Karte, zuvor hatte es eine Rudelbildung gegeben.

Dabei soll Can seinem Kontrahenten Pedro Porro (22) einen Wischer gegeben und zusätzlich versucht haben, ihn zu treten. Für die TV-Zuschauer war die Szene nicht eindeutig zu erkennen gewesen und erinnerte die Dortmunder an die aus ihrer Sicht unberechtigte Rote Karte für Mats Hummels im Heimspiel gegen Ajax Amsterdam (1:3) drei Wochen zuvor.

Sandro Wagner: „Das ist sportlich dumm“

Nicht nur Can sah am Mittwochabend eine Karte: Neben Spielführer Marco Reus handelte sich auch Trainer Rose einen Gelben Karton ein. Nachdem BVB-Verteidiger Dan-Axel Zagadou im Strafraum Sportings Paulinho zu Fall gebracht hatte, tobte Rose an der Seitenlinie und kassierte in der Konsequenz eine Verwarnung. Den anschließenden Elfmeter hielt Keeper Gregor Kobel (23) zwar zunächst, Pedro Porros Kopfball-Nachsetzer fand dann aber doch noch den Weg ins Dortmunder Gehäuse.

Auch Sandro Wagner (33), ehemaliger Bundesliga-Profi und aktuell Experte beim Streaming-Dienst DAZN, hatte eine klare Meinung zum Strafstoß, den Dan-Axel Zagadou verursachte: „Das ist sportlich dumm. Das macht man nicht und wird er vermutlich auch nie wieder so machen.“

Der Treffer von BVB-Neuzugang Donyell Malen (22) zum 1:3 in der Nachspielzeit hatte keinen Effekt mehr auf die Tabelle. Für den BVB geht es im neuen Jahr in der Europa League weiter.

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