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Horn wieder für Schwäbe im Tor Diese Keeper standen schon für den FC zwischen den Pfosten – die Chronik

Der Ball rollt auf Stefan Wessels zu, dieser bückt sich, um ihn aufzunehmen.

Stefan Wessels wartet beim Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am 20. September 2003 auf den herankullernden Ball.

Das Tor des 1. FC Köln zu hüten, ist eine große Ehre – und gleichzeitig eine schwierige Aufgabe. EXPRESS.de hat alle vom FC eingesetzten Torhüter in der 1. und 2. Bundesliga seit 1991 aufgelistet.

Nächster Torwartwechsel beim 1. FC Köln: Marvin Schwäbe, von Steffen Baumgart gerade erst zum Stammkeeper befördert, verpasst das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (Samstag, 18.30 Uhr, Sky und im Liveticker auf EXPRESS.de). Danach dürfte der Neuzugang aber wieder ins Tor zurückkehren und bis zum Sommer die Nummer eins am Geißbockheim bleiben.

Schwäbe reiht sich damit in eine Liste prominenter Vorgänger beim 1. FC Köln ein. Toni Schumacher kennt dieses Nummer-eins-Jeföhl. Er hat in den 70er- und 80er-Jahren das Torwartspiel der Geißböcke geprägt: 422 Bundesliga-Spiele absolvierte der Dürener im Trikot des Vereins.

Nach Schumachers Ära durften bislang 17 andere Schlussmänner ihr Können im Geißbock-Tor unter Beweis stellen. Sein direkter Nachfolger beispielsweise errang als Stammkeeper mit der deutschen Nationalmannschaft 1990 den WM-Titel in Italien, ein anderer war eigentlich als designierter Nachfolger von Oliver Kahn gehandelt worden und noch ein anderer parierte die Torschüsse seiner Gegenspieler bis ins hohe Alter von 43 Jahren.

Hier ist die vollständige Torwart-Chronik des 1. FC Köln ab der Saison 1991/1992:

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Bodo Ilgner (FC-Profi von 1985-1996)

Im Feburar 1987 trat Bodo Ilgner beim FC das Erbe von Toni Schumacher an und war anschließend über neun Jahre hinweg Stammtorwart des Vereins. Dabei kam der Weltmeister von 1990 auf 326 Ligaspiele. Zwischen 1989 und 1992 wurde er viermal Deutschlands Torhüter des Jahres, 1996 wechselte er zu Real Madrid. 2001 beendete der Koblenzer seine Karriere.

Alexander Bade (1991-1994, 2000-2006)

Alexander Bade wirft den Ball nach vorne.

Alexander Bade wirft beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt am 4. Februar 2005 den Ball ab.

Alexander Bade stammt aus dem Nachwuchs von Tennis Borussia Berlin. Im Alter von 18 Jahren kam er nach Köln und bestritt sein erstes FC-Spiel in der Bundesliga beim Auswärtsspiel in Wattenscheid an der Lohrheide. Bade trug nicht nur das FC-Trikot, sondern auch das von Bayer Uerdingen (später KFC Uerdingen), dem VfL Bochum, Borussia Dortmund und dem SC Paderborn.

Michael Kraft (1988-1990, 1993-1995)

Am 26. Februar 1994 absolvierte Michael Kraft sein erstes Spiel für den 1. FC im Derby gegen Bayer 04 Leverkusen. 1996 löste er dann den zu Real Madrid abgewanderten Bodo Ilgner im Tor ab, konnte seinen Stammplatz aber nur eine Saison behaupten. Nach seiner aktiven Karriere war er von 2005 bis 2013 Torwarttrainer vom SV Werder Bremen. Momentan übt er seinen Beruf bei Fenerbahce Istanbul aus.

Antonio Ananiev (1996-1997)

In der Saison 1996/1997 setzte Peter Neururer vier verschiede Torhüter ein. Neben Bodo Ilgner und Michael Kraft auch Daniel Eschbach und den Bulgaren Antonio Ananiev. Er kam vor der Saison von Energie Cottbus, bestritt vier Partien für den FC und ging nach der Saison zum VfB Leipzig. 2002 beendete er seine Karriere.

Daniel Eschbach (1995-1997)

Während Ananiev auf vier Spiele kam, musste sich Daniel Eschbach mit der Hälfte zufrieden geben. Der aus Bergisch Gladbach stammende Eschbach durfte beim Auswärtsspiel in Leverkusen sowie beim Heimspiel gegen Dortmund ran. Beide spiele gingen verloren, siebenmal musste er dabei den Ball aus dem eigenen Tor holen.

Andreas Menger (1997-1999)

In der Saison 1997/1998 ging Andreas Menger als Nummer 1 vor Michael Kraft in die Saison. In der Folgesaison verlor er seinen Stammplatz allerdings an den gerade erst 19-jährigen Markus Pröll. Aktuell ist Menger Torwarttrainer beim Bundesligisten Hertha BSC.

Markus Pröll (1998-2003)

Markus Pröll liegt zwischen den Beinen von Nürnbergs Cacau und hat die Hand auf dem Ball.

Voller Einsatz für den FC: Markus Pröll schmeißt sich am 23. Februar 2002 mit vollem Risiko auf den Ball. Nürnbergs Cacau hat das Nachsehen.

Markus Pröll kam am 28. August 1978 in Rheinbach zur Welt und wechselte 1995 in die Jugendabteilung des FC. In der Saison 1999/2000 absolvierte er alle 34 Ligaspiele für den Verein. 2003 ging er zu Eintracht Frankfurt, wo er sieben Jahre lang mit Oka Nikolov um den Stammplatz im Tor der SGE konkurrierte. Insgesamt brachte er es vereinsübergreifend auf 113 Bundesliga-Einsätze und 91 Zweitliga-Einsätze.

Sebastian Selke (1997-2000)

Trotz des Nachnamens ist er nicht mit Davie Selke von Hertha BSC verwandt: Sebastian Selke. Für den FC stand er viermal zwischen den Pfosten – und zwar in Liga 2. In diesen Spielen kassierte er insgesamt zwölf Gegentreffer: allein fünf gegen Bielefeld und vier gegen den Stadtnachbarn SC Fortuna Köln. 2006 hielt der Ex-FC-Keeper übrigens nicht den Ball, sondern eine Bratpfanne in den Händen: Selke nahm an der Koch-Sendung „Das perfekte Dinner“ auf Vox teil.

Stefan Wessels (2003-2007)

Für Stefan Wessels gab es beim FC Bayern München kein Vorbeikommen an Oliver Kahn. Zur Saison schloss er sich dem Aufsteiger aus Köln an und verdrängte auf Anhieb Alexander Bade. In den zwei darauffolgenden Spielzeiten lieferten sich beide einen Kampf um die Nummer 1 und bekamen beide ihre Spielzeit. 2007 ging Wessels zum Premier-League-Klub FC Everton.

Thomas Kessler (2007-2010, 2012-2020)

1986 kam Thomas Kessler in Köln-Holweide zur Welt und entdeckte schon bald das Fußballspielen für sich. 2002 wechselte der junge Torwart zum FC und schaffte es im Januar 2007 in die erste Mannschaft. Sein erstes Profi-Spiel machte er am 13. Mai 2007 beim Zweitligaduell mit den Kickers aus Offenbach. Das Spiel endete damals mit 2:2. Im Jahr 2010 verlieh ihn der FC an den FC St. Pauli, anschließend an Eintracht Frankfurt. Aktuell ist er Lizenzspieler-Leiter beim FC Köln.

Faryd Mondragon (2007-2010)

Faryd Mondragon und Thomas Kessler umarmen sich.

Faryd Mondragon zusammen mit Kölns Ersatzkeeper Thomas Kessler am 23. September 2007.

Im hohen Fußballeralter von 36 Jahren fand Faryd Mondragon den Weg in die Bundesliga: Der Kolumbianer kam 2007 von Galatasaray Istanbul und stand vier Spielzeiten für den FC Köln im Kasten. Seine aktive Karriere beendete er mit 43 Jahren bei seinem Heimatverein Deportivo Cali. Für die Nationalmannschaft Kolumbiens machte er 51 Spiele.

Michael Rensing (01/2011-2012)

Eigentlich sollte Michael Rensing das Erbe von Oliver Kahn beim FC Bayern antreten und neuer Nationaltorwart werden, aber Rensing war dem Leistungsdruck beim FCB nicht gewachsen. Nach einem halben Jahr der Vereinslosigkeit holte ihn der FC in der Winterpause 2010/2011 als Nachfolger von Faryd Mondragon. Rense machte 49 Ligaspiele im Köln-Trikot. Rensing spielte anschließend auch noch für Kölns Erzrivalen Leverkusen und Düsseldorf. Den Sprung in die DFB-Elf schaffte übrigens er nie.

Miro Varvodic (2008-2012)

Das Express-Cover ist zu sehen. Darauf befindet sich Miro Varvodic, der oberkörperfrei ist.

Köln oberkörperfreier Miro Varvodic ziert am 8. September 2009 das Cover vom Kölner Express.

Der Kroate Miro Varvodic kam 2008 von Hajduk Split an den Rhein und hütete in den Jahren 2010 und 2011 insgesamt siebenmal das FC-Gehäuse. Dabei musste er 17-mal hinter sich greifen. 2012 zog er weiter nach Aserbaidschan, kam dann aber noch einmal zurück nach Deutschland. Hier stand er bei Greuther Fürth, den Stuttgarter Kickers und Waldhof Mannheim unter Vertrag.

Timo Horn (seit 2011)

Timo Horn ist zwar noch jung, kann sich aber dennoch als Kölner Urgestein bezeichnen. Er spielt seitdem er 9 Jahre alt ist ohne Unterbrechung beim FC und bestreitet in der Saison 2021/2022 seine zehnte Saison in Folge als Stammkeeper. Aufgrund einer Knieverletzung musst er in der laufenden Saison ab dem zwölften Spieltag aussetzen.

Sven Müller (2015-2018)

Parade vom Sven Müller im Training des 1. FC Köln

Sven Müller (hier am 2. Mai 2018) bestritt ein Bundesliga-Spiel für den 1. FC Köln.

Sven Müller bestritt genau ein einziges Spiel im Tor des FC. In der Partie gegen den VfL Wolfsburg am zweiten Spieltag der Saison 2016/2017 stand der gebürtige Kölner 90 Minuten auf dem Feld. Das Spiel endete mit 0:0. Momentan spielt er beim Halleschen FC im Tor.

Ron-Robert Zieler (2020-2021)

Wie auch Thomas Kessler, Timo Horn und Sven Müller ist auch Ron-Robert Zieler ein Kölner. Er spielte in der Jugend für den FC, wechselte aber dann nach England zu Manchester United. Über Umwege (Hannover, Leicester Stuttgart) fand Zieler zurück nach Köln. In der Saison 2020/2021 war er von 96 an den FC Köln ausgeliehen und kam dabei auf einen Einsatz. Beim 1:1 gegen Werder Bremen wurde er für den verletzten Timo Horn in der 40. Minute eingewechselt.

Zielers größter Erfolg: Er wurde mit der Nationalmannschaft 2014 Weltmeister in Brasilien. Beim Turnier war er die Nummer 3 hinter Manuel Neuer von Bayern München und Roman Weidenfeller vom BVB.

Marvin Schwäbe (seit 2021)

Nach drei Jahren in Dänemark wechselte Marvin Schwäbe zur Saison 2021/2022 von Bröndby in die Domstadt. Nach der Verletzung von Stammtorwart Timo Horn ist Schwäbe die Nummer eins bis Saisonende. Er kehrt ins Tor zurück, sobald er seine Corona-Erkrankung überstanden hat.

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