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Boateng, Song, Tosic & Co.FC-Wintertransfers: Erinnern Sie sich noch an diese Spieler?

Dirk Lottner und Rigobert Song versuchen, Michael Ballack den Ball abzuluchsen.

Dirk Lottner (l.) und Rigobert Song wechselten beide in der Wintertransferperiode zum FC. Hier versuchen sie am 6. April 2002, Leverkusens Michael Ballack vom Ball zu trennen.

Winterneuzugänge sind da, um Lücken im Kader zu füllen oder die fußballerische Qualität nochmals zu erhöhen. Letzteres geht oftmals schief. Hier ein Blick auf die Kölner Winterzugänge der vergangenen 30 Jahre.

von Julian Meiser (jm)

Aktuell befindet sich die Bundesliga in der Winterpause und die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart (49) steht auf dem achten Tabellenplatz. Bezogen auf die sportliche Leistung gibt es für den 1. FC Köln keinen Grund, in diesem Winter auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. 

In der Vergangenheit war der 1. FC Köln allerdings aus unterschiedlichen Gründen dazu veranlasst, den Kader in der Wintertransferperiode qualitativ oder quantitativ aufzustocken. Mal wegen einer sportlichen Talfahrt, mal zwangen unerwartete, hartnäckige Verletzungen den Klub dazu, die Wintertransferperiode zu nutzen, um nachzulegen. EXPRESS.de zeigt Ihnen eine Auswahl an FC-Winterzugängen der vergangenen 30 Jahre.

Kevin Pezzoni

Winterpause der Saison 2007/2008: Auf der Suche nach einem talentierten Defensivspieler ist das Management des 1. FC Köln auf Kevin Pezzoni (32) von den Blackburn Rovers gestoßen. Der 18-Jährige wechselte zum FC und blieb dort bis August 2012. Dann wurde der Vertrag zwischen beiden Parteien aufgelöst, nachdem Pezzoni vor seinem Haus bedroht worden war.

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Derek Boateng

Boateng beim 1. FC Köln? Gab's wirklich. Im Januar 2009 holte Köln-Trainer Christoph Daum Derek Boateng (38) von Beitar Jerusalem zum FC. Der ghanaische Wandervogel blieb ein halbes Jahr und machte zehn Spiele, dann wechselte er nach Spanien zu Getafe. Ansonsten spielte er noch in England, in Griechenland, in Schweden, in der Ukraine und in den USA. 2017 beendete er seine Laufbahn.

Lilian Laslandes

Lilian Laslandes (50), Torgarant bei Auxerre und Bordeaux, kam im Januar 2002 per Leihe als Sturmhoffnung nach Köln und ging als absoluter Transferflop. Ein Tor gelang ihm in der Domstadt nicht. Schnell etablierte sich unter den Bundesliga-Zuschauern daher der zynische Spitzname „Laslandesliga“ für den französischen Stürmer.

Rigobert Song

In Winter 2001/2002 fand auch Rigobert Song (45) den Weg in die Bundesliga zum 1. FC Köln. Der Innenverteidiger hatte zuvor beim FC Liverpool und West Ham United gespielt. Sein Gastspiel beim FC dauerte ein halbes Jahr, seine Karriere beendete er 2010. Im Alter von 40 Jahren erlitt Song 2016 einen Schlaganfall, lag im Koma. In einem Interview 2021 sagte Song: „Es ist eine göttliche Gnade, für die ich dem Schöpfer unendlich dankbar bin. Zugleich danke ich allen, die für mich gebetet haben, als ich im Koma lag. Mir geht es gut heute. Ich nutze jeden Augenblick, den das Leben mir bietet mir und gelegentlich tanze ich auch gerne.“

Dirk Lottner

Zum 1. Januar 1999 wechselte Leverkusens Dirk Lottner (49) ins nahegelegene Köln. In seinem Geburtsort avancierte Lottner rasch zum Publikumsliebling – nicht zuletzt seine brillant geschossenen Freistöße brachten ihm den Namen „Herr des ruhenden Balls“ ein. 2004 ging Lottner für zwei Jahre zum MSV Duisburg, ehe er sich im Alter von 34 nochmal den Amateuren des 1. FC Köln anschloss.

Andrew Sinkala

Im Winter 2000/2001 wilderte der FC beim Rekordmeister Bayern München – zumindest in der zweiten Mannschaft. Andrew Sinkala (42) kam für etwa 150.000 D-Mark an den Rhein und blieb den Geißböcken über fünf Jahre erhalten.

Zoran Tosic

Kurz vor Toresschluss im Januar 2010 holte der 1. FC Köln ein vielversprechendes Talent von Manchester United. Und die FC-Fans durften sich freuen: Der serbische Flügelspieler Zoran Tosic (34) war einer der wenigen Wintertransfers, die wirklich auf Anhieb zündeten. Tosic kam in 14 Spielen für Köln auf fünf Tore und zwei Vorbereitungen.

Dietmar Beiersdorfer

Zum Jahreswechsel 1995/1996 gab der FC seinen Stürmer Bruno Labbadia ab und legte gleichzeitig in der Verteidigung nach: Vom SV Werder Bremen kam Dietmar Beiersdorfer (58). Beiersdorfer absolvierte in der Rückrunde 16 Spiele für die Geißböcke, verließ den Verein im Sommer 1996 aber direkt wieder. Ihn zog es zur AC Reggiana nach Italien.

Markus Münch

Aus München holte der FC Anfang 1997 Markus Münch (49) – zumindest per Leihe. In 13 Bundesliga-Spielen für Köln erzielte der Außenverteidiger zwei Tore und legte zwei weitere Treffer auf. Der FC stieg ab und für Münch ging es wieder zurück zum FC Bayern. Anfang der 2000er spielte Münch für Kölns Erzrivalen Borussia Mönchengladbach.

Chong Tese

Am vorletzten Tag der Wintertransferperiode im Januar 2012 schlug der FC zu: Chong Tese (37) vom VfL Bochum konnte an den Rhein gelockt werden. Allerdings blieb der Mittelstürmer erfolglos. Nach zehn Ligaspielen hatte er immer noch kein Tor auf dem Konto. Tese ist bis heute der einzige Nordkoreaner, der je in der Bundesliga spielte.

Christian Clemens

Der gebürtige Kölner Christian Clemens (30) machte seine ersten Schritte im Profibereich für den FC, wechselte 2013 aber zum FC Schalke. Von dort aus ging er nach Mainz. Nach einem anderthalbjährigen Gastspiel bei den 05ern kehrte er im Januar 2017 zurück nach Köln. 

Evanilson, Boris Zivkovic und Marco Streller

Evanilson (46), der 2002 mit dem BVB Deutscher Meister geworden war, kam im Winter 2005/2006 nach Köln. Zuvor hatte er nach seinem Abgang aus Dortmund für ein halbes Jahr in seiner brasilianischen Heimat gekickt. Aufgrund ausbleibender Gehaltszahlungen und entsprechenden Streitigkeiten mit seinem Klub Atletico Mineiro wurde Evanilsons Vertrag aufgelöst. Beim FC wurde der Rechtsverteidiger aber auch nicht glücklich: Unter dem Schweizer Trainer Hanspeter Latour kam er lediglich auf drei magere Einsätze. Im Sommer 2006 verließ Evanilson Aparecido Ferreira Deutschland erneut Richtung Brasilien.

Ebenso holte Latour im besagten Winter seinen Landsmann Marco Streller (40) sowie den Kroaten Boris Zivkovic (46) vom VfB Stuttgart. Zusammen kosteten sie eine Million Euro Leihgebühr.

Deyverson

In seiner Zeit bei Köln galt Angreifer Deyverson (30) nicht gerade als Torgarant, kam bei seinen acht Bundesliga-Einsätzen im Frühjahr 2015 nur auf einen einzigen Treffer. Mittlerweile spielt er in Brasilien und konnte im November 2021 die Copa Libertadores mit Palmeiras gewinnen. Der Siegtorschütze beim 2:1-Sieg gegen Flamengo in der Verlängerung war – wie könnte es anders sein – Deyverson.

Christian Rahn

Ein deutscher Nationalspieler wechselt zum FC in die 2. Bundesliga? Aber selbstverständlich! Christian Rahn (42) wechselte zum Jahresbeginn 2005 vom HSV nach Köln. Zu diesem Zeitpunkt hatte der gebürtige Hamburger bereits fünf Länderspiele auf dem Buckel. Weitere kamen nicht mehr hinzu. In der ersten Saison schaffte Rahn mit dem FC den Aufstieg in die Bundesliga.

Fabio Luciano, André Beleza und Tiago Cavalcanti

2007 war gerade erst angebrochen, da schlug der damalige Zweitligist 1. FC Köln direkt mehrfach in Brasilien zu: Aus der südamerikanischen Fußballnation wechselten Fabio Luciano (46), André Beleza (36) und Tiago Cavalcanti (37) ans Geißbockheim. Der Erfolg dieser Verpflichtungen hielt sich allerdings in Grenzen.

Neven Subotic

Mit Borussia Dortmund konnte der Serbe Neven Subotic (33) zwei Deutsche Meisterschaften sowie einen Titel im DFB-Pokal einfahren. Zehn Jahre stand er beim BVB unter Vertrag, zwischenzeitlich war er aber an den 1. FC Köln ausgeliehen. Und zwar von Januar 2017 bis Juni desselben Jahres. Der Champions-League-Finalist von 2013 kam für den FC auf zwölf Spiele.

Markus Feulner

In dieser Auswahl darf natürlich auch Markus Feulner (39) nicht fehlen. Feulner kam zu Beginn des Jahres 2004 vom FC Bayern im Alter von 21 nach Köln. Damals brachte er bereits die Erfahrung aus vier Champions-League-Spielen mit, konnte den Gang des Vereins in die 2. Bundesliga aber nicht verhindern. Zweieinhalb Jahre blieb Feulner in der Domstadt, anschließend zog der Mittelfeldakteur weiter nach Mainz, Dortmund, Nürnberg und Augsburg.

Michael Rensing

Im Dezember 2010 nahm der 1. FC Köln den vereinslosen Michael Rensing (37) unter Vertrag. Der Keeper, der einst als designierter Nachfolger von Oliver Kahn bei Bayern München eingeplant war, blieb etwa anderthalb Jahre in Köln. Anschließend wechselte er nach Leverkusen, dann nach Düsseldorf.