FC-Stimmen zur Hertha-Pleite Kapitän Hector schimpft: „Das ist ein bisschen zu billig“

Jonas Hector nimmt Kingsley Schindler in den Arm.

Es herrschte Frust bei den Spielern des 1. FC Köln, wie hier Jonas Hector (l.) und Kingsley Schindler, nach dem 0:2 bei Hertha BSC am Samstag (12. November 2022).

Mit 0:2 verlor der 1. FC Köln sein letztes Bundesliga-Spiel vor der XXL-Winterpause bei Hertha BSC. EXPRESS.de hat die Stimmen zum Spiel gesammelt.

Kein Happy End!

Der 1. FC Köln hat sein letztes Pflichtspiel des Jahres 2022 bei Hertha BSC mit 0:2 verloren. Große Chancen ließen die FC-Akteure am Samstag (12. November 2022) vor allem in der ersten Halbzeit liegen. Die Kölner gehen somit mit drei Bundesliga-Niederlagen in Folge in die Winterpause.

EXPRESS.de hat die Stimmen zum Spiel gesammelt.

Stimmen nach Auswärts-Pleite des
1. FC Köln bei Hertha BSC

FC-Trainer Steffen Baumgart (50): „Was will man groß sagen? Ich muss mir was aus den Fingern saugen. Der erste Torschuss ist gleich drin. Dann haben wir drei Riesen-Chancen, die nicht reingehen. Und in der zweiten Halbzeit glaube ich, dass die Jungs alles rausgehauen haben, aber auch deutlich zu sehen war, dass die Luft raus war.“

Alles zum Thema Jonas Hector

Kölns Lizenzbereich-Leiter Thomas Kessler (36): „Das Spiel war ein ganz gutes Spiegelbild für uns, was in dieser Liga möglich ist und was eben auch nicht. Ich glaube, dass wir schon viele Spiele in dieser Saison hatten, die einfach eine 50/50-Situation waren. Wenn du dann die Chancen, die du hast, nicht nutzt und in den anderen Situationen nicht wach bist, dann verlierst du solche Spiele. Unser Ziel ist es, frühzeitig die 40 Punkte zu erreichen, und wir haben noch zwei Spiele Zeit, um in der Hinrunde auf 20 Punkte zu kommen. Heute sind wir natürlich enttäuscht, dass wir das Spiel verloren haben, keine Frage. Ich glaube, die Pause kommt für unsere Mannschaft jetzt auch zur richtigen Zeit.“

FC-Kapitän Jonas Hector (32): „Wir hatten zwei, drei richtig gute Möglichkeiten, die wir nicht nutzen, und kriegen dann eigentlich genau das gleiche Gegentor wie in Freiburg. Das ist ein bisschen zu billig.“

FC-Keeper Marvin Schwäbe (27): „Wir haben eigentlich vieles richtig gemacht. Der letzte Pass oder der letzte Schuss muss einfach ein bisschen besser sein. Wir wussten nach dem Rückstand, dass wir zurückkommen können und genug Kraft haben, um Hertha zu überlaufen. Am Ende hat Hertha in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel gefunden. Das wurde dann schwieriger.“

FC-Sprinter Linton Maina (23): „In der ersten Halbzeit waren wir klar die bessere Mannschaft und müssen uns nur belohnen. Das ist uns leider nicht geglückt, und dann hat das Spiel seinen Lauf genommen, wir haben zudem keinen richtigen Zugriff mehr gehabt. Die verpasste Chance von Sargis passt zu unseren Spielen der letzten Wochen. Es war ein schwerer Ball, denn er tickt kurz vorher noch auf. Das ist für jeden schwierig. Wir machen da keinem irgendeinen Vorwurf – wir hätten trotzdem noch unsere Tore erzielen können. Von den vergangenen Spielen, die wir verloren haben, hätten wir das ein oder andere auch gewinnen können. Das ist ärgerlich, aber ich glaube, dass das Glück irgendwann wieder zurückkommen wird. Wir haben viele Spiele in den Knochen und die Pause wird uns allen guttun. Nächstes Jahr greifen wir wieder an.“

FC-Stürmer Sargis Adamyan (29): „Wenn man die erste Halbzeit sieht, ich denke, wir waren schon besser, aber wir belohnen uns aktuell einfach nicht. Wir wollten gewinnen. Ich hätte mir einen anderen Abschluss gewünscht, aber leider ist das jetzt so. Aber das Jahr war trotzdem überragend vom gesamten 1. FC Köln und deswegen freuen wir uns auf das neue Jahr.“

Hertha-Akteure stolz auf eigene Leistung: „Wille war entscheidend“

Hertha-Trainer Sandro Schwarz (44): „Ich glaube, dass wir sehr gut hineingekommen sind ins Spiel, mit der ersten Chance. Dann hatten wir Probleme mit den Großchancen in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit war es ein leidenschaftlicher Fight meiner Mannschaft, die es auch souverän runtergespielt hat. Ich bin sehr stolz auf die Jungs, dass wir den 60.000 Fans den Kampf und die Belohnung zum Abschluss des Jahres mitgeben konnten.“

Hertha-Spielmacher Jean-Paul Boëtius (28): „Endlich haben wir uns belohnt, das freut mich sehr! Die Führung hat für ein gutes Gefühl gesorgt. Wir haben über die gesamte Spielzeit gekämpft und waren eklig. Deswegen ist dieser Sieg auch verdient. Uns ist klar gewesen, welche Bedeutung diese Partie besitzt. Wir haben vor dem Spiel gesagt, dass wir noch einmal alles raushauen wollen, auch für die Fans.“

2:0-Torschütze Marco Richter (24): „Wir konnten das Jahr mit dem Heimsieg positiv beenden und noch mal in der Kurve feiern – das war ein schöner Abschluss eines sehr aufregenden Jahres, auch für unsere Fans. Das gemeinsam mitzunehmen, ist extrem wichtig. Der Wille war in diesem Spiel ganz entscheidend. Wir wussten, was auf uns zukommt, und waren gut darauf vorbereitet. Wir mussten gewinnen, wir wollten gewinnen und wir haben gewonnen! Das hat man in jeder Phase gesehen.“

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