Tim Lemperle wird das Wiedersehen mit dem 1. FC Köln verpassen. Doch trotz der sportlich schweren Situation macht er sich keine Sorgen um die Ex-Kollegen.
FC in Abstiegsgefahr?Kölner Aufstiegsheld macht sich keine Sorgen

Copyright: IMAGO/Jan Huebner
Im Hinspiel zwischen dem 1. FC Köln und der TSG Hoffenheim wurde Tim Lemperle ordentlich in die Mangel genommen.
Autor
Erst schoss er den 1. FC Köln in die Bundesliga, dann machte er die Biege. Tim Lemperle entschied sich nach acht Jahren am Geißbockheim im Sommer für einen Wechsel nach Hoffenheim.
Die FC-Verantwortlichen hätten den Angreifer gerne behalten, doch Lemperle hatte andere Pläne. Bislang sind die für den gebürtigen Frankfurter aufgegangen. Er hat mit sechs Toren und zwei Vorlagen einen gehörigen Anteil daran, dass die TSG die zweitbeste Offensive der Liga hat und DIE Überraschungsmannschaft der Saison ist.
Lemperle: „Blicke gerne auf FC-Zeit zurück“
Doch ausgerechnet die Rückkehr nach Köln fällt für Lemperle ins Wasser, der Stürmer wird nach Sprunggelenksproblemen nicht rechtzeitig fit. Dabei glühten in dieser Woche noch die Drähte zwischen Köln und Sinsheim.
„Ich habe mit Kainzi kurz telefoniert, mit Linton ein paar Nachrichten ausgetauscht. Auch mit ein, zwei weiteren Spielern schreibe ich noch regelmäßig“, sagt Lemperle im Interview auf „fc.de“.
Dabei ging es wahrscheinlich auch um sportliche Themen. Während die TSG 2026 alle Spiele außer das gegen die Bayern gewonnen hat, schmilzt der Vorsprung des FC auf die Abstiegsränge kontinuierlich.
Grund zur Sorge? Nicht für Lemperle! Er sagt: „Ich schätze den FC sehr gut ein. Ich glaube schon, dass die Mannschaft keine allzu großen Sorgen wegen des Abstiegs haben muss.“
Er verfolgt natürlich noch genau, was seine Ex-Kollegen so treiben. Wehmut, nicht mehr hautnah dabei zu sein, kommt beim Aufstiegshelden aber nicht auf. Lemperle fühlt sich bei seinem neuen Verein pudelwohl und hat den Schritt nicht bereut.
„Vor allem die letzte Saison war mit den Emotionen und dem Aufstieg natürlich extrem schön. Ich würde nicht sagen, dass ich es vermisse, aber ich blicke gerne auf meine Zeit in Köln zurück“, sagt Lemperle.
Besonders gerne blickt er auf seine Zeit in der Jugend mit seinen beiden größten Förderern Martin Heck (inzwischen Co-Trainer Darmstadt 98) und Stefan Ruthenbeck zurück, unter denen er „auch menschlich extrem viel gelernt“ habe. „Die ersten Schritte im Profibereich waren ebenfalls entscheidend und alles in allem hatte ich einfach eine sehr schöne Zeit“, sagt Lemperle.


