„Ich kann das schwer erklären“ FC-Pleite in Berlin: Das sagt Stürmer Adamyan zu seinem Mega-Fehlschuss

Sargis Adamyan (Köln) verfehlt aus wenigen Metern das leere Tor der Berliner Hertha.

Was für ein Mega-Fehlschuss: Sargis Adamyan bugsierte den Ball am Samstag (12. November 2022) aus rund drei Metern über das leere Tor.

Das war der FC-Fehlschuss des Jahres. Sargis Adamyan vergab gegen Hertha BSC eine Chance aus rund drei Metern vor dem komplett leeren Tor. Das sagt der Kölner Stürmer über seine Mega-Möglichkeit.

Diese Szene wird es wohl in jeden FC-Jahresrückblick schaffen – leider nicht, weil sie überragend gut war...

Sargis Adamyan (29) sorgte mit einem Mega-Fehlschuss bei der 0:2-Niederlage des 1. FC Köln bei Hertha BSC am Samstag (12. November 2022) für Entsetzen bei den knapp 7000 mitgereisten FC-Fans im Olympiastadion und den Kölner Anhängern vor den TV-Bildschirmen.

Sargis Adamyan vergibt Mega-Chance aus drei Metern

Zuvor war der FC durch den Treffer von Hertha-Stürmer Wilfried Kanga mal wieder früh in Rückstand (9.) geraten, aber trotzdem gut im Spiel.

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In der 15. Minute kam es dann zu Adamyans Slapstick-Aktion: Linton Maina setzte sich auf der rechten Seite gut durch, ging in den Strafraum fast bis zur Grundlinie.

Dort spitzelte er den Ball an Hertha-Keeper Oliver Christensen vorbei auf den Fuß des mitgelaufenen Adamyan, der rund drei Meter vor dem komplett leeren Tor zum Abschluss kam.

Sargis Adamyan: „Ich kann das schwer erklären“

Der Ball hoppelte ein wenig, der FC-Stürmer traf die Kugel nicht richtig und brachte das Kunststück fertig, das Spielgerät aus kürzester Distanz über den Kasten zu setzen.

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„Ich kann das schwer erklären. Linton ist über Außen gut durch, ich versuche, zwischen Torwart und Innenverteidiger zu kommen. Linton spielt einen super Ball rein, der titscht leicht auf und ich treffe ihn nicht richtig, eher ein bisschen mit dem Spann. Ich wollte ihn eigentlich mit der Innenseite treffen und dann geht er halt über das Tor. Ich dachte, dass es nicht sein kann, aber man muss weitermachen“, sagte Adamyan nach der Partie bedient.

Thomas Kessler (36), Leiter der Lizenzspieler-Abteilung des FC, nahm den Ex-Hoffenheimer in Schutz: „Das ist natürlich super ärgerlich, aber ich glaube, der, der sich am meisten ärgert, ist er selbst. Das passiert nicht nur ihm, sondern auch anderen Stürmern. Es ist in dieser Situation echt bitter, weil wir das 1:1 hätten machen können. Dann hätten wir auch die Möglichkeit, das Spiel zu drehen. Das ist aber kein Vorwurf an einen einzelnen.“

Steffen Baumgart (50) antwortete auf die Frage, ob er sowas schon mal erlebt habe, mit Humor: „Ja, als ich Stürmer war.“

Der FC-Coach weiter: „Wir müssen die Szene nicht auswerten, weil das natürlich ärgerlich ist. Das Ding muss rein, ist aber nicht drin und dann laufen wir hinterher. Wir machen daraus keine große Sache. Jeder Trainer und jeder Spieler weiß, dass so ein Ding reinmuss.“

Twitter-User über Adamyan-Chance: „Ob ihr mich verarschen wollt“

Während der Partie machten sich auf Twitter schnell die ersten ungläubigen Reaktionen breit. „Ob ihr mich verarschen wollt, hab ich gefragt“, hießt es von einem User. „Adamyan bester Hertha-Verteidiger“, schrieb ein anderer.

Köln-Keeper Marvin Schwäbe (27) sah die Szene aus rund 100 Metern Entfernung, meinte später: „Er weiß, dass er es besser kann. Man muss aber dazusagen, dass der Platz nicht perfekt war.“

Adamyan hat nun genug Zeit, diesen Mega-Fehlschuss aus dem Kopf zu bekommen. In der Bundesliga wartet eine lange WM-Pause, für den FC geht es erst am 21. Januar 2023 mit dem Heimspiel gegen Werder Bremen weiter. (tsc/mze)

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