„Passiert uns nicht zweimal“ WM-Kracher gegen Spanien am 1. Advent: Deutschland mutig nach Auslosung

Hansi Flick spricht mit Luis Enrique nach der WM-Auslosung.

Bundestrainer Hansi Flick (r.) tauscht sich nach der WM-Auslosung am Freitag (1. April 2022) mit Spaniens Coach Luis Enrique aus.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielt in der Vorrunde der WM 2022 gegen Spanien, Japan und den Gewinner der Playoff-Partie zwischen Costa Rica und Neuseeland.

Das wird ein ganz und gar nicht besinnlicher erster Advent. Am 27. November 2022, wenn die meisten Fans eigentlich in Ruhe die erste Kerze am Kranz anzünden wollen, steigt das deutsche WM-Knaller-Spiel gegen Spanien.

„Losfee“ Lothar Matthäus (61) bescherte Deutschland bei der WM-Auslosung in Doha am Freitag (1. April 2022) das Duell gegen Spanien in Gruppe E. Gegen die Iberer setzte es Ende 2020 eine 0:6-Packung in der Nations League. Aber: Zum vierten Mal geht's in einer WM-Gruppenphase gegen Spanien – bisher blieb das DFB-Team in allen drei Gruppenspielen unbesiegt (zwei Siege, ein Remis).

Den WM-Auftakt macht am 23. November das Duell mit Japan. Im abschließenden Gruppenspiel trifft die Mannschaft von Hansi Flick (57) am 1. Dezember auf Costa Rica oder Neuseeland. Dieses Playoff-Duell wird erst im Juni ausgetragen. Stadien und Anstoßzeiten der drei Vorrunden-Spiele werden voraussichtlich am Samstag bekannt gegeben.

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„Es ist eine spannende und interessante Gruppe, die Aufgaben sind nicht so einfach“, sagte Flick in der ARD: „Wir haben uns aber viel vorgenommen. Wir müssen schauen, dass wir uns durchsetzen.“ Gut für Deutschland: Erst am dritten Turniertag steigt die Mannschaft in die WM ein. Somit bleiben immerhin neun Tage Vorbereitungszeit im ungewohnten Klima.

Hansi Flick: Kein Freundschaftsspiel mehr gegen Japan

Die Gruppenauslosung hat nun auch Einfluss auf die bisher geplante Vorbereitung. „Wir wollten gegen Japan ein Freundschaftsspiel machen, das fällt natürlich jetzt flach“, sagte Flick.

„Es war klar, dass wir aus Topf eins einen starken Gegner bekommen würden“, sagte Kapitän Manuel Neuer (36) bei MagentaTV. „Jetzt ist es Spanien, da haben wir negative Erfahrungen in der Vergangenheit. Aber ich glaube, so etwas passiert uns nicht zweimal. Wir sind mit unserem Nationalteam auf einem guten Weg. Wir haben unter Hansi Flick versucht, eine neue Ära einzuleiten und sind alle positiv und guter Dinge, dass wir ein erfolgreiches Turnier spielen werden.“

Bastian Schweinsteiger: „Das hätte schwieriger kommen können“

2018 scheiterte Deutschland als Titelverteidiger unter Flick-Vorgänger Joachim Löw (62) krachend in einer ausgeglichenen Gruppe mit Mexiko, Schweden und Südkorea. Dies soll sich nicht wiederholen. „Das ist eine gute Gruppe für uns, das hätte auch schwieriger kommen können“, urteilte Ex-Kapitän und ARD-Experte Bastian Schweinsteiger (37). „Spanien hat sich kontinuierlich verbessert, sie haben eine unglaubliche Qualität in ihren Reihen. Sie haben eine gute Mischung aus Routiniers und jüngeren Spielern. Da kommt einiges auf uns zu, aber wir können sie natürlich schlagen. Spanien ist ein richtiger Brocken, wir werden uns streiten um den ersten Platz.“

Lothar Matthäus präsentiert das deutsche Los.

Lothar Matthäus war am 1. April 2022 Glücksfee in Doha. Er zog Deutschland in WM-Gruppe E.

Spaniens Nationaltrainer Luis Enrique (51) kommentierte die Lose gut gelaunt: „Leicht, oder? Leicht! Mit Deutschland? Haha. Okay: Es wird schön, das ist eine großartige Gruppe mit einem großartigen Rivalen. Wir werden das genießen. Es ist eine WM, und die spielt man nicht so oft.“

Achtelfinale gegen Belgien oder Kroatien – Brasilien im Viertelfinale?

Auch im Achtelfinale winkt für Deutschland eine lösbare Aufgabe. In Gruppe F landeten Belgien, Kroatien, Marokko und Kanada. Erst im Viertelfinale könnte es zur Neuauflage des WM-Halbfinals 2014 gegen Brasilien kommen. „Es geht erstmal darum, die Gruppenphase zu überstehen. Ich war damit zufrieden. Brasilien ist eine der stärksten Mannschaften, Frankreich ist eine Gruppe vor uns. Es ist alles so, wie es ist. Wir sind zufrieden und nehmen es gerne so an“, sagt Flick.

Die WM startet am 21. November mit einem ziemlich unspektakulären Eröffnungsspiel. Gastgeber Katar trifft dann auf Ecuador. Einmal mehr sorgte FIFA-Präsident Gianni Infantino (52) bei der großen Auslosungs-Show für Entsetzen und Kopfschütteln. Die WM werde „die größte Show der Erde, die beste WM aller Zeiten“, sagte der Schweizer.

FIFA-Boss einmal mehr mit schlimmer Rede zum Ukraine-Krieg

Zudem sprach er die schwierige Weltlage an, ohne dabei den Angriff Russlands auf die Ukraine direkt zu erwähnen. „Die Welt ist gespalten, es gibt viele Auseinandersetzungen“, sagte der FIFA-Präsident.

„Deshalb ist es so wichtig, die Menschen wieder zusammenzubringen. Dafür ist die WM eine gute Gelegenheit. Deshalb möchte ich alle politischen Entscheidungsträger anflehen: Bitte, bitte, beenden Sie den Krieg, versuchen Sie, aufeinander zuzugehen und für Frieden einzustehen. Ich flehe Sie an.“

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