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Löws „Spanier“ steht unter Druck Wird Kroos wieder zum unbeliebten Passagier?

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Toni Kroos musste aufgrund seiner Gelbsperre das Spiel gegen die Ukraine von der Tribüne betrachten.

Sevilla – In der vergangenen Woche sorgte Toni Kroos (30) durch seinen Twitter-Zoff mit Arsenals Pierre-Emerick Aubameyang (31) in der Debatte um übertriebene Torjubel für Aufsehen.

Doch am Dienstagabend (20.45 Uhr, ARD) muss der Nationalspieler wieder auf dem Platz Akzente setzen. Die Nations-League-Partie in Sevilla gegen Spanien ist für Kroos eine der wichtigeren.

Gegen Tschechien verzichtete Joachim Löw (60) auf die Kroos-Nominierung, gegen die Ukraine saß der Real Madrid-Star wegen einer Gelbsperre auf der Tribüne. In der Zwischenzeit haben sich beim Bundestrainer viele Konkurrenten in Stellung gebracht.

Vor allem im Mittelfeld knubbelt es sich aktuell in der Nationalmannschaft. Joshua Kimmich (25) ist derzeit verletzt, erhielt von Löw aber schon die Garantie, dass er bei der EM weiter im Zentrum gesetzt sei. Ilkay Gündogan (30) wird auch gegen Spanien wieder auflaufen, den Manchester-Profi schätzt Löw sehr.

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Leon Goretzka (25) war gegen die Ukraine nicht nur für die Fans, die ihn mit 54,5 Prozent der Stimmen zum Mann des Spiels wählten, sehr auffällig. Löw schwärmte in höchsten Tönen und versicherte dem Bayern-Star, dass auch er einen Platz im deutschen Mittelfeld sicher habe.

Dass mit Florian Neuhaus (23) und Robin Koch (24) weitere neue Spieler Pluspunkte sammeln konnten, fällt da schon fast unter Randnotiz.

Toni Kroos mit bester Passquote der spanischen Liga

Kroos ist einer der wenigen Spieler, die nach dem WM-Debakel 2018 trotz des Umbruchs weiter berufen wurden. In seinem 101. Länderspiel muss er nun dieses Vertrauen rechtfertigen.

Löw schätzt den Real-Profi sehr. Mit einer Quote von 93,5 Prozent erfolgreicher Zuspiele beendete er die vergangene Saison als bester Passgeber der spanischen Liga. „Querpass-Toni“ spotten hingegen seine Kritiker.

Kroos-Training-Leipzig

Toni Kroos beim Training der Nationalmannschaft mit Felix Uduokhai, Timo Werner, Niklas Süle, Luca Waldschmidt und Philipp Max.

Die EM 2021 ist noch das erklärte Ziel des Wahl-Kölners. Diese Trophäe will er nach dem WM-Pokal, vier Champions-League-Siegen und diversen Meisterschaften in Deutschland mit Bayern München und Spanien mit Real Madrid noch haben. „Ich weiß nicht, ob es mir gelingt, aber ich werde auf jeden Fall alles dafür tun“, sagt Kroos.

Nach dem Spiel wird der 30-Jährige übrigens nicht mit der DFB-Delegation zurück nach Deutschland fliegen. „Die spanische Nationalmannschaft reist nach Länderspielen zunächst immer geschlossen zurück nach Madrid, weil sich dort ihr Zentrum befindet. Danach geht es dann erst auseinander und für die Spieler weiter in ihre jeweiligen Heimatorte. Daher werde ich nach dem Spanien-Spiel die Gelegenheit nutzen, um mit der spanischen Mannschaft zurückzureisen“, sagt er.

2014 schoss Toni Kroos in Spanien das Tor des Tages

Bei diesem Thema werden Erinnerungen wach. Vor sechs Jahren, im November 2014, spielte die deutsche Nationalmannschaft auch in Spanien, damals im Stadion „Balaidos“ in Vigo. Toni Kroos, gerade seit ein paar Monaten im Dienst von Real Madrid, erzielte mit einem 25-Meter-Schuss in der 89. Minute das Tor des Tages.

Nach dem 1:0-Sieg ging es für Kroos – ebenso wie für Teamkollege Sami Khedira (33) – auch mit der spanischen Auswahl nach Madrid.

„Das war mir schon ein bisschen unangenehm, dass ich nach meinem Tor dann mit den Spaniern zurück gereist bin. Was noch etwas unangenehmer war: Die Spanier hatten uns ganz gastfreundlich Plätze in der Business Class gebucht. Der größte Teil der spanischen Mannschaft musste hingegen an uns vorbei nach hinten in die Economy Class gehen. Das war ein bisschen komisch. Ich habe gesagt: Danke fürs Mitnehmen, auch wenn ich gerade nicht so lieb zu euch war.“

Sollte Kroos am Dienstagabend also wieder als eher unliebsamer Passagier mit in die Iberia-Maschine steigen, dann dürften seine EM-Stammplatz-Chancen weiter wachsen.

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