Hoffenheim-Mäzen poltert 20 Millionen verspielt – Hopp bezeichnet Auftritte als „inakzeptabel“ und „peinlich“

Dietmar Hopp bei einer Verleihung.

Dietmar Hopp (hier am 13. September 2020) ist überhaupt nicht zufrieden mit dem Saisonende von Hoffenheim.

Wutrede von Hoffenheim-Mäzen: Dietmar Hopp hat auf der TSG-Mitgliederversammlung seine eigene Bundesliga-Mannschaft heftig kritisiert und einen großen Umbruch angekündigt.

Mäzen Dietmar Hopp (82) hat bei der Mitgliederversammlung der TSG 1899 Hoffenheim harsche Kritik an der Bundesliga-Mannschaft des Klubs geübt.

„Das 0:0 gegen Fürth, das war unentschuldbar. Die drei letzten Spiele waren inakzeptabel, das 1:5 in Mönchengladbach sogar peinlich“, wetterte der Unternehmer bei der Veranstaltung am Samstag (21. Mai 2022) im Stadion von Sinsheim.

Durch Abwärtsspirale: Hoffenheim verspielt laut Hopp rund 20 Millionen Euro

Die verpasste Europa-League-Teilnahme würde den Verein etwa 20 Millionen Euro kosten, der verpasste Sprung in die Champions League „noch viel, viel mehr“, erklärte der Hoffenheim-Mäzen.

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Die Kraichgauer hatten ihre Fans nach einer starken Hinrunde von einer erneuten Teilnahme der Königsklasse träumen lassen, letztlich jedoch mit neun sieglosen Spielen am Saisonende als Tabellenneunter einen Europacup-Platz verspielt. Trainer Sebastian Hoeneß (40) musste deshalb diese Woche nach zwei Jahren sein Stuhl räumen.

Der Sohn von Bundesliga-Legende Dieter Hoeneß (69) und Enkel von Bayern-Macher Uli Hoeneß (70) erklärte in seinem Statement: „Die vergangenen beiden Spielzeiten waren von widrigen Umständen, aber auch von Erfolgserlebnissen geprägt. In den zurückliegenden Wochen haben wir eine intensive Analyse unserer gemeinsamen Arbeit vorgenommen und dabei keinen Konsens über die zukünftige Ausrichtung gefunden. Daher ist auch aus meiner Sicht eine einvernehmliche Trennung folgerichtig.“

Hopp über Hoeneß-Rauswurf: „Gibt keinen Zweifel“

Ähnlich scheint das auch Hopp gesehen zu haben. „Ich glaube, es gibt keinen Zweifel, dass wir Konsequenzen ziehen mussten auf der Trainerposition und darüber hinaus“, sagte der TSG-Mäzen mit Nachdruck. Er ist Mehrheitseigner der Hoffenheimer Fußball-Spielbetriebs GmbH ist.

Wer Hoeneß beerben wird, ist noch unklar. Zuletzt gab es mehrere Berichte, nach dem Ex-Augsburg-Coach Markus Weinzierl (47) bei der TSG anheuern soll. Diesem Gerücht nahm aber Hoffenheims Pressechef Holger Kiem (48) den Wind aus dem Segel. Auf Twitter schrieb er: „Diese Meldung ist falsch. Es gibt aktuell keinen Kontakt zu und es gab keinen Besuch von Markus Weinzierl bei der TSG. Es wird auch nicht wahrer, in dem es jeder abschreibt, ohne nachzufragen.“

Geht es nach Hopp, muss der neue Cheftrainer aber auch schnell liefern. Der SAP-Mitbegründer und Milliardär hatte bei der Mitgliederversammlung im vergangenen Oktober seinen Anspruch formuliert, dass Hoffenheim „dauerhaft“ Platz sechs oder besser belegen solle. „Ich bleibe dabei, dass wir das Potenzial haben, zu den sechs besten Mannschaften der Liga zu gehören“, sagte Hopp. Er kündigte eine neue Offensive bei der Talentsuche an, da auch die Nachwuchsteams schwächeln.

Auf dem Transfermarkt wurde Sportdirektor Alexander Rosen (43) bereits aktiv. Union-Routinier Grischa Prömel (27) und Pauli-Talent Finn Ole Becker (21) kommen ablösefrei. Mit Florian Grillitsch (26) und Havard Nordtveit (31) verlassen dafür aber auch zwei Profis den Klub ebenso ohne Ablöse. (dpa/job)

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