Dauerstreit mit BVB-Fans Hoffenheims Mäzen Hopp sorgt für unerwartete Wendung

Der Unternehmer und Mäzen Dietmar Hopp steht bei der Verleihung des Karl Kübel Preises am 23. September 2020 im Musiktheater Rex auf der Bühne.

Der Unternehmer und Mäzen Dietmar Hopp zieht Strafanträge gegen BVB-Fans zurück. Foto von der Verleihung des Karl Kübel Preises am 23. September 2020.

Seit Jahren befindet sich Hoffenheims langjähriger Mäzen Dietmar Hopp im Dauerstreit mit Fußballfans von Borussia Dortmund. Jetzt gab es eine unerwartete Wendung.

Wendung im Dauerstreit zwischen Dietmar Hopp und Fußballfans von Borussia Dortmund: Der langjährige Mäzen der TSG Hoffenheim hat drei Strafanträge zurückgezogen. Dies bestätigte der Verein am Freitag (11. Februar 2022).

Das Amtsgericht Sinsheim hatte die BVB-Anhänger im Januar 2019 zu 70 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt. Weil Berufung eingelegt wurde, lag der Fall seitdem beim Landgericht Heidelberg. Zuerst hatte der „Kicker“ am Donnerstag (10. Februar) über den Vorgang, den der Verein nicht weiter kommentieren wollte, berichtet.

Dietmar Hopp liegt seit Jahren im Clinch mit Borussia-Fans

Hopp, der bei der TSG Mehrheitseigner ist, liegt seit vielen Jahren im Clinch mit Borussia-Fans, die ihn bei Spielen zwischen beiden Clubs regelmäßig auf Spruchbändern und in Sprechchören massiv beleidigt hatten. Beim Amtsgericht Sinsheim gab es immer wieder Verfahren, die teilweise gegen Geldzahlungen eingestellt wurden. Die Anwälte der BVB-Fans argumentierten, dass beleidigende Gesänge in Fußballstadien üblich und als Teil der Fankultur akzeptiert seien.

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Der 81 Jahre alte Hopp ist in vielen Fankreisen ein Feindbild, seit er seinem Heimatclub 2008 zum Aufstieg in den Profifußball verhalf. Mit Dortmund eskalierten die Aversionen erstmals im ersten Duell, als ein Fadenkreuz-Plakat mit dem Konterfei Hopps und den Worten „Hasta la Vista, Hopp!“ im Stadion zu sehen war.

DFB-Sportgericht verhängte zweijährige Sperre für Dortmund-Fans bei Spielen in Hoffenheim

Zehn Jahre später war das Fadenkreuz-Plakat beim Aufeinandertreffen beider Klubs erneut zu sehen. Daraufhin verhängte das DFB-Sportgericht im Februar 2020 eine zweijährige Sperre für Dortmund-Fans bei Spielen in Hoffenheim. Diese Bestrafung wirkte sich durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Geisterspiele aber kaum aus. (dpa)

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