„Vielleicht kippe ich mir heute einen hinter die Binde“ Glasner mit Galgenhumor nach Frankfurt-Schlappe

Eintracht Frankfurt-Trainer Oliver Glasner tobt am Seitenrand

Oliver Glasner war beim Heimspiel der Frankfurter Eintracht gegen Hertha BSC am 16. Oktober 2021 überhaupt nicht mit seiner Mannschaft zufrieden und hatte am Seitenrand offenbar viel Grund, wütend zu sein.

Frankfurt-Trainer Oliver Glasner legte am Samstag in der Pressekonferenz einen trotzigen Auftritt hin: Wahlweise mit schonungslosem Rundumschlag gegen die eigene Mannschaft oder schwarzem Humor.

Frankfurt am Main. Auf Bayern-Euphorie vor der Länderspielpause folgte am Samstag (16. Oktober 2021) bei der Frankfurter Eintracht Hertha-Frust! Die 1:2-Heimpleite, ausgerechnet gegen die dauerkriselnden Berliner, konnte und wollte sich am Main niemand schönreden. 

Nach schwachem Saisonstart ohne Sieg schienen die Hessen in der Bundesliga mit dem Coup gegen Bayern München eigentlich auf dem Weg in die Erfolgsspur. Aber aktuell weiß auch Eintracht-Coach Glasner wohl selbst nicht so wirklich, was denn nun das wahre Gesicht seiner Mannschaft ist.

Eintracht Frankfurt gegen Hertha BSC: Trainer Oliver Glasner stinksauer bei Pressekonferenz

„Wenn ich die Statistik sehe: Rafael Borré kommt in der 60. Minute rein, ist gestern um 19.30 Uhr aus Südamerika gekommen - und ist der, der die meisten Torschüsse bei uns hat. Da kann ich aufhören zu sprechen“, teilte er in der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen die eigene Mannschaft aus.

Ein bisschen Selbstkritik brachte der österreichische Trainer beim Rundumschlag gegen seine Truppe aber auch noch unter: „Am Ende des Tages sind wir alle heute schuld an dieser Niederlage. Ich will das gar nicht auf die Spieler abwälzen. Das war von uns allen einfach zu wenig, von mir auch.“

Eintracht Frankfurt: Taktik „scheißegal“ und Alkohol die Lösung?

Doch dann wurde es erst so richtig skurril: „Es ist scheißegal, in welchem System wir spielen, wenn wir unsere Aufgaben nicht machen. Wenn wir mit den Sechsern mit fünf Ballkontakten spielen im Zentrum, verlierst du den Ball in der Bundesliga. Punkt! Ob wir mit einem, mit zwei oder mit sechs Sechsern spielen, ist scheißegal“, sprach Glasner seinen eigenen taktischen Vorgaben zuerst die Bedeutung ab.

Und zum Abschluss mutete der Fußballlehrer dann geradezu verzweifelt an: „Vielleicht kippe ich mir heute einen hinter die Binde“, verkündete Glasner mit einem trockenen und ernüchterten Lächeln. Dann bekomme er „vielleicht eine Lösung“ für die Probleme seiner Mannschaft.

Wenn das klappen soll, dann aber möglichst schnell. Am Donnerstag (17. Oktober, 21.00 Uhr/Sky & RTL) empfängt die Eintracht in der Europa-League schließlich schon Olympiakos Piräus. Bis dahin ist auch Glasner hoffentlich wieder ausgenüchtert.

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