„Trapp hatte einen warmen Handschuh“ FC Bayern kassiert erste Saison-Pleite gegen Eintracht Frankfurt

Robert Lewandowski scheitert an Kevin Trapp.

Kevin Trapp von Eintracht Frankfurt erwischte einen Sahnetag gegen den FC Bayern München (3. Oktober 2021).

Der FC Bayern München hat seine erste Saisonniederlage kassiert. Die Elf von Julian Nagelsmann kassierte zu Hause eine 1:2-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt. Kevin Trapp war dabei der Mann des Abends.

München. Der FC Bayern München bleibt zwar das Nonplusultra in der Fußball-Bundesliga, doch der Rekordmeister erhielt am Sonntag (3. Oktober 2021) den ersten Dämpfer seit dem 1. Spieltag (1:1-Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach). Die Elf von Julian Nagelsmann (34) verlor überraschend mit 1:2 gegen Eintracht Frankfurt. Es war Nagelsmanns erst Pflichtspiel-Niederlage als Bayern-Trainer.

Bayern biss sich an Kevin Trapp (31) die Zähne aus! Der Frankfurter Keeper brachte den Rekordmeister reihenweise zur Verzweiflung. Der  Nationaltorwart, der nicht von Bundestrainer Hansi Flick nominiert wurde, hielt gleich mehrfach überragend. Seine größte Tat war eine sensationelle Parade gegen Robert Lewandowski aus rund drei Metern. Trapps mit Abstand beste Saisonleistung. „Ich freue mich über meine Leistung. Der Trainer hat gesagt, wir brauchen einen super Torwart, den wollte ich ihm heute geben“, sagte der unumstrittene Matchwinner Trapp.

FC Bayern: Frankfurt ist eigentlich der Lieblingsgegner

Bayern patzte so gegen den Lieblingsgegner. Denn immer wenn die Eintracht in den letzten Jahren in der Allianz Arena spielte, gab es eigentlich ein Schützenfest für die Münchner. Insgesamt 15 Gegentore setzte es dabei für die Adler unter Ex-Coach Adi Hütter (51) in drei Gastspielen. Die brutalen Ergebnisse des letzten Jahre: 1:5, 2:5 und letzte Saison sogar 0:5. Den letzten Erfolg der Hessen gab es 2000/01 – damals spielte der FC Bayern noch im altehrwürdigen Olympiastadion. Lange, lang ist’s her!

Nationalspieler Leon Goretzka (26) brachte die Nagelsmann-Truppe in der 29. Minute nach grobem Fehler von Martin Hinteregger (29) in Führung. Der Kapitän der Eintracht bügelte seinen Fauxpas aber umgehend aus und köpfte nach einer Kostic-Ecke zum zwischenzeitlichen 1:1 ein (32.). Vor der Pause ließ sowohl die Eintracht in Person von Almamy Touré (25) als auch Serge Gnabry (26) auf Münchner Seite 100 prozentige Chancen liegen. Der Nationalspieler traf bei leerem Tor nur den Pfosten.

In Halbzeit zwei war es dann ein bayerisches Privatduell gegen Kevin Trapp. Der Keeper hielt alles, was auf seinen Kasten kam. Insgesamt zehn Großchancen vereitelte er während der 90 Minuten - ein persönlicher Rekord! In der Nachspielzeit lenkte er schließlich einen letzten Goretzka-Schuss über die Latte. „Trappo hatte heute einen warmen Handschuh. Er hat sehr gut gehalten", lobte Bayerns Thomas Müller (32) den Mann des Abends.

„Es war sehr viel Arbeit. Wir haben sehr gut verteidigt. Ich denke, es haben nicht viele daran geglaubt, dass wir hier etwas holen. Natürlich gehört am Ende auch etwas Glück dazu“, sagte ein überglücklicher Trapp. 

Sein Gegenüber sah dagegen weniger gut aus. Manuel Neuer (35) ließ in der 83. Minute einen eigentlich harmlosen Schuss von Filip Kostic durch die Finger flutschen und bescherte der Eintracht die Sensation des 7. Bundesliga-Spieltages. „Wir sind enttäuscht, sauer, verärgert. Das Spiel müssen wir nicht verlieren. Es hat an der Effektivität gemangelt“, sagte ein bedienter Thomas Müller (32).

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