Christian Streich zum FC Barcelona? Vincenzo Grifo sieht Freiburgs Kult-Trainer bei Spitzenverein

Christian Streich (r.) und Vincenzo Grifo (l.) laufen Arm und Arm über den Platz.

Nach dem Spiel des SC Freiburg bei Hertha BSC am 2. Oktober 2021 laufen Trainer Christian Streich und sein Spieler Vincenco Grifo Arm in Arm durch das Berliner Olympiastadion.

Christian Streich punktet bei den Fans durch seine Authentizität. Doch auch fachlich hat er es drauf, weshalb er schon bald bei einem europäischen Top-Klub auf der Bank sitzen könnte.

Freiburg. Bereits seit 1995 ist Christian Streich (56) beim SC Freiburg angestellt, seit 2012 betreut er als Cheftrainer die Profi-Mannschaft der Breisgauer. Wenn es nach SC-Spieler Vincenzo Grifo (28) geht, muss dies aber nicht so bleiben.

„Er versteht den Fußball, ist sehr intelligent und menschlich überragend“, lobte der sechsfache italienische Nationalspieler seinen Coach in einem Interview mit dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ am Donnerstag (14. Oktober 2021). Für Grifo sei Streich ein wesentlicher Grund, warum er beim Sport-Club spiele und sich so wohlfühle. 

Christian Streich als Trainer des FC Barcelona?

Dennoch glaubt Grifo, dass Streich eigentlich zu Höherem berufen ist und auch einen europäischen Spitzenverein problemlos trainieren könnte. „Dass er vom Fachlichen her jeden Klub trainieren kann, ist für mich klar“, konstatierte der gebürtige Pforzheimer, dessen Elternteile aus Sizilien und Apulien stammen. Christian Streich als Nachfolger von Ronald Koeman (58) beim kriselnden FC Barcelona? Zweifelsfrei eine irre Vorstellung.

Doch Christian Streich, der aus der südbadischen Kleinstadt Weil am Rhein kommt, scheint trotz der Lobeshymne seines Spielers keine Anstalten zu machen, den Verein verlassen zu wollen. Auch während seiner aktiven Karriere verließ Streich Baden-Württemberg nie, spielte für den Freiburger FC, die Stuttgarter Kickers und den FC 08 Homburg. Bei den Fans in ganz Deutschland gilt Streich als authentisch, für die Anhänger des SC Freiburg ist er eine absolute Identifikationsfigur.

Vincenzo Grifo: „Wenn er mich mal anschreit, ist das völlig okay“

„Er schenkt uns Vertrauen. Und dieses Vertrauen spürt man auch, wenn man mal auf der Bank sitzt. Er weiß, wie er jeden zu nehmen hat. Und wenn er mich mal anschreit, ist das völlig okay“, fügte Grifo hinzu. 

Trainer Christian Streich hat Tränen in den Augen und klatscht in Richtung der Fans auf der Südtribüne.

Trainer Christian Streich ringt zum Abschied vom Dreisamstadion am 26. September 2021 mit den Tränen

Geprägt ist das Verhältnis der Freiburger Spieler zu ihrem Trainer daher von einer Menge Respekt. So dürfe die Mannschaft den Trainer zwar duzen, das habe Streich seinen Jungs angeboten – doch alle Profis wählten dennoch das „Sie“. 

Streichs Identifikation mit dem Verein und der Region wurde den Fans zuletzt beim Spiel gegen den FC Augsburg (2:1) am 26. September vor Augen geführt: Nach Abpfiff liefen Streich die Tränen an den Wangen herunter, denn es war das letzte Spiel des Klubs im altehrwürdigen Dreisamstadion.

Bundesliga-Premiere für das Europa-Park-Stadion

Trainer Streich ging anschließend in die Kurve zu den Fans, sang gemeinsam mit ihnen und sprach emotionale Abschiedsworte zu Ehren der langjährigen Heimstätte. Künftig spielt die erste Mannschaft des SCF im neu erbauten Europa-Park-Stadion, das wesentlich moderner und größer ist.

Am Samstag (16. Oktober 2021) bestreitet der Klub das erste Bundesliga-Spiel in der neuen Arena gegen RB Leipzig. Selbstverständlich an der Seitenlinie: Publikumsliebling Christian Streich.

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