Klartext von Reiner Calmund! Zu einem der aktuell heiß diskutierten Bundesliga-Themen äußerte er am Dienstag deutlich seine Meinung.
„Kann ich nicht akzeptieren“Reiner Calmund wird bei hitziger Diskussion deutlich
In verschiedenen TV-Formaten zeigte sich Reiner Calmund (77) über die Jahre als große Frohnatur, war als Gast im „Doppelpass“ oder als Juror bei „Grill den Henssler“ nie um einen (selbstironischen) Spruch verlegen. Doch der frühere Bundesliga-Manager kann auch anders!
In den hitzigen Diskussionen, die sich in den vergangenen Tagen bei Social Media rund um die erste Frau als Trainerin in der Männer-Bundesliga entwickelt haben, bezog Calli am Dienstag (14. April 2026) unmissverständlich Stellung.
Calmund: „Das habe sogar ich als alter Sack kapiert!“
Gegenüber RTL/ntv sagte Calmund über Marie-Louise Eta (34), die bis Saisonende bei Union Berlin an der Seitenlinie stehen wird: „Es ist zunächst ein wenig ungewohnt, aber die Zeiten haben sich geändert. Das habe sogar ich als alter Sack kapiert! Man muss einfach sagen: Fußball ist kein Männerstammtisch, Fußball ist ein knallhartes Profi-Geschäft.“
Der einstige Erfolgs-Manager von Bayer Leverkusen ist überzeugt, dass es auch bei Eta am Ende nur auf die Arbeit ankomme. „Wenn jemand Qualität hat – also Führungsstärke, Fachwissen und eine klare Ansprache –, dann ist mir das schnurzpiepegal, ob das ein Mann oder eine Frau ist. Am Ende zählt immer das Ergebnis“, stellte Calmund klar.
Seit der Verkündung in der Nacht zu Sonntag hatten in Kommentaren bei Social Media etliche Personen ihre Kritik geäußert, teils wenig sachlich oder gar mit sexistischen Kommentaren. Auf die hatte auch der Verein bereits in aller Schärfe reagiert.
Calmund ärgern die Zweifel gegenüber einer Frau in der Bundesliga. Er sagte deutlich: „Diese grundsätzlichen Bedenken, weil das jetzt eine Frau ist, die kann ich nicht akzeptieren.“
Er verwies abschließend darauf, dass fernab des Fußballs die Geschlechterrollen deutlich weniger relevant seien. „Ich kenne eine Menge Frauen auf hohen Führungsetagen, bei großen Konzernen, die einen erstklassigen Job machen. Das ist doch nicht neu. Und wenn es da klappt, darf es beim Fußball nicht klappen?“, fragte Calmund. (bc)
