Nach dem Doublesieg ist der FC Bayern das große Thema im Doppelpass. Doch neben viel Lob gibt es auch einen Verdacht von Stefan Effenberg.
„Könnte man drüber nachdenken“Bayern-Verdacht! Effenberg äußert Vermutung im „Doppelpass“

Der DFB-Pokal ist im Sack, das Double in einer dominanten Saison perfekt: Der „Doppelpass“ gehörte am Sonntag (24. Mai 2026) zunächst ganz dem FC Bayern München und den Lobpreisungen für eine herausragende Spielzeit, in der auch international nicht viel für den großen Wurf fehlte.
Der FC Bayern wäre aber nicht der FC Bayern, wenn es auch im Moment des Erfolgs etwas zu diskutieren gäbe. Und so konnte der frühere Münchner Kapitän Stefan Effenberg (57) auch über die große Baustelle des Final-Abends grübeln.
Effenberg kritisiert Hoeneß: „Hätte das anders lösen können“
Fast schon traditionell grätschte Ehrenpräsident Uli Hoeneß (74) mal wieder dazwischen, als an der Säbener Straße zu sehr heile Welt herrschte. In einem „Spiegel“-Gespräch schürte er in gewohnter Manier Unruhe und machte die Zukunft von Sport-Vorstand Max Eberl (52) zum Thema: Für eine Verlängerung stünden die Chancen derzeit nur 60:40.
„Da hat der Uli dem Max auch keinen Gefallen getan. Und ich finde, dass der Max das auch nicht wirklich verdient hat, weil er wirklich auch großartige Leistungen erbracht hat für den FC Bayern“, kritisierte Effenberg, der für gewöhnlich durchaus als Hoeneß-Versteher gilt.
„Uli hätte das definitiv anders lösen müssen und schon gar nicht vor diesem Pokalfinale“, tadelte er seinen früheren Bayern-Boss außerdem. Eberl hatte nach dem 3:0 im Endspiel gegen den VfB Stuttgart irritiert über die Aussagen und deren Zeitpunkt reagiert.
Hasan Salihamidzic (49), der bis vor drei Jahren noch in der Eberl-Rolle beim FCB gearbeitet hatte, sah es ähnlich und betonte aus eigener Erfahrung schmunzelnd: „Man muss damit einfach leben als Sport-Vorstand des FC Bayern und kriegt da vielleicht ein Schmerzensgeld dazu.“
Effenberg brachte daraufhin noch einen ganz neuen Verdacht ins Spiel und ließ die Vermutung eines Stresstests inmitten der aktuellen Bayern-Harmonie im Raum stehen.
„Vielleicht war das aber auch einfach nur ein Test der Verantwortlichen, ihn in diese Situation reinzubringen und zu gucken, wie er darauf reagiert. Da könnte man vielleicht mal drüber nachdenken“, regte Effenberg an.
Liegt die Tendenz für Eberl womöglich also deutlich über den von Hoeneß angedeuteten 60 Prozent, der Verantwortungsträger sollte aber noch einmal auf seinen professionellen Umgang mit der Causa abgeklopft werden? In diesem Fall hätte Eberl den Test in jedem Fall bestanden – wohl auch in den Augen von Uli Hoeneß.
