Kehl deutet BVB-Transfers an Zweite Rose-Niederlage sorgt für Frust: „Spiel verschenkt“

Marco Rose lamentiert am Spielfeldrand.

Marco Rose lamentiert bei Borussia Dortmunds Niederlage am 21. August beim SC Freiburg am Spielfeldrand.

Rückschlag für Marco Rose bei Borussia Dortmund. Nach der Niederlage im Supercup unterlag der BVB in der Bundesliga beim SC Freiburg. Sebastian Kehl spricht unterdessen bereits von Bewegung auf dem Transfermarkt.

Freiburg. Der Traumstart von Marco Rose (44) bei Borussia Dortmund ist schon wieder verpufft. Eine Woche nach dem furiosen 5:2 zum Bundesliga-Auftakt gegen Eintracht Frankfurt unterlag der BVB am Samstag (21. August 2021) im ersten Auswärtsspiel unter neuer Leitung 1:2 (0:1) beim SC Freiburg.

Für Rose war es nach der Niederlage gegen Bayern München im Supercup die zweite Niederlage in Folge und der erste große Rückschlag in Schwarz-Gelb. Auch in seinem dritten Spiel als Bundesliga-Trainer blieb er damit im Dreisamstadion sieglos.

Nach dem Spiel schimpfte Innenverteidiger Manuel Akanji (26): „Das darf uns nicht passieren, wir können die Gegner nicht zu Toren einladen, wenn wir das ganze Spiel kontrollieren. So dürfen wir die Spiele nicht verlieren. Es kann nicht sein, dass wir die Spiele verschenken.“

SC Freiburg führt früh gegen Borussia Dortmund

Freiburg legte in beiden Halbzeiten einen Blitzstart hin. Im ersten Durchgang erzielte Vincenzo Grifo (28) nach sechs Minuten mit einem Traum-Freistoß das 1:0, nach dem Seitenwechsel war Roland Sallai (24) in der 53. Minute aus kurzer Distanz zur Stelle.

Vincenzo Grifo schießt gegen Borussia Dortmund ein Freistoßtor.

Vincenzo Grifo trifft am 21. August per Freistoß zum 1:0 für den SC Freiburg gegen Borussia Dortmund.

Der BVB wurde in Halbzeit eins nur selten gefährlich und brachte bei knapp 30 Grad längst nicht das Tempo auf den Rasen, das gegen Frankfurt noch zum Kantersieg geführt hatte. Die beste Gelegenheit vergab zunächst Jude Bellingham (18), der nach gut einer halben Stunde per Kopf am Pfosten scheiterte.

Eigentor bringt BVB beim SC Freiburg zurück ins Spiel

Wachgeküsst wurde die Borussia dann ausgerechnet von einem Freiburger: Fünf Minuten nach dem 2:0 drückte Yannick Keitel (21) eine Hereingabe von Felix Passlack (23) vor dem einschussbereiten Bellingham über die eigene Torlinie. Dortmund war wieder da, für Freiburg begann das große Zittern.

Mark Flekken taucht ab, kann ein Eigentor von Yannik Keitel aber nicht mehr verhindern.

Mark Flekken kann das Eigentor von Yannik Keitel nicht mehr verhindern. Jude Bellingham schaut aus nächster Nähe zu.

Mit deutlich mehr Ballbesitz und einem Chancenplus kontrollierten die Gäste anschließend das Spiel, drängten zumindest auf den Ausgleich. Im Zuge eines Dreifachwechsels in der 79. Minute feierte auch der lange angeschlagene Mats Hummels (32) sein Saisondebüt.

Doch einen eigenen Treffer erzielten die Gäste nicht. Die erstmals gemeinsam aufgebotenen Erling Haaland (21) und Donyell Malen (22) kamen nur selten in Abschlussposition, die beste Chance des Sturmduos vergab Haaland in Durchgang zwei nach einem Vorstoß überhastet.

Rose kritisierte vor allem den doppelt verschlafenen Dortmunder Beginn: „Wenn du so früh bei den Temperaturen hinterherläufst und auch kein einfaches Tor schießt, wird es schwierig.“ Seine Mannschaft habe für Chancen und Tore „unglaublich hart arbeiten“ müssen und habe sich so das Leben selbst schwergemacht.

Sebastian Kehl deutet Transfer-Nachschlag beim BVB an

Lizenzspieler-Chef Sebastian Kehl (41) deutete bereits vor dem Spiel bei Sky an, dass die Borussia in den verbleibenden zehn Tagen wohl noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden könnte. Der frühere BVB-Profi sagte, „dass sich im Moment etwas tut“.

Die Pläne wollte er aber nicht konkretisieren: „Wir werden die nächsten Tage abwarten“, sagte Kehl, der betonte, dass der Klub auf alle Szenarien vorbereitet sei.

Eines davon: Der seit Tagen spekulierte Wechsel von Mittelfeldspieler Thomas Delaney (29) zum FC Sevilla. Rose hatte die Gerüchte am Montag zunächst dementiert, spanische Medien berichteten allerdings, dass die Andalusier weiter im Rennen um die Dienste des dänischen EM-Halbfinalisten seien. Noch liegen die Vorstellungen angeblich aber weit auseinander: Sevilla soll bislang rund fünf Millionen Euro bieten, der BVB rund das Doppelte fordern.

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