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Trainerfrage beim FCKöln-Kandidat vor Unterschrift in der Bundesliga

Wie geht es auf der Trainerposition weiter beim 1. FC Köln? Die Konkurrenz jedenfalls schläft nicht und einige Klubs könnten bald Kandidaten vom Markt wegschnappen.

Eigentlich sollte René Wagner (37) nach dem Heidenheim-Spiel einen langfristigen Vertrag beim 1. FC Köln bekommen. Der Coach hatte Ende März von Lukas Kwasniok (44) übernommen und die Rettung geschafft. Mission erfüllt!  

Nicht ganz, denn nach dem peinlichen 1:3 gegen Heidenheim wurde die Personalie erst einmal auf Eis gelegt. In den Gremien herrscht aktuell keine Einigkeit. Jetzt will Sportgeschäftsführer Thomas Kessler das Spiel beim FC Bayern München (Samstag, 16. Mai 2026, 15.30 Uhr, Sky und Liveticker auf EXPRESS.de) abwarten. Sollte sich die Mannschaft da ordentlich präsentieren, könnte Wagner Cheftrainer bleiben.

Christian Eichner soll Trainer bei Union Berlin werden

Doch der Sportchef betonte auch immer, dass er den Trainermarkt im Blick behält. Die Frage ist, welche Wagner-Alternativen Kessler tatsächlich im Köcher hat. Nach EXPRESS.de-Informationen könnte ein Trainer, der auch beim FC gehandelt wurde, bald vom Markt sein.

Demnach steht Christian Eichner (43) kurz vor der Unterschrift bei Union Berlin! Er soll dort Marie-Louise Eta (34) beerben, die nach ihrem Interimsjob zu den Bundesliga-Frauen von Union geht. Eichner wäre in Köln mit seiner Vergangenheit durchaus ein geeigneter Kandidat gewesen, schließlich absolvierte er zwischen 2011 und 2013 insgesamt 66 Spiele im FC‑Trikot.

Er hört im Sommer nach sechseinhalb Jahren als Trainer beim Karlsruher SC auf und ist bereit für eine neue Aufgabe. Er wird auch von Klubs aus dem Ausland umworben. Doch zuletzt sagte er: „Ich mag den deutschen Fußball. Wir unterschätzen oft unser Produkt. Ich mag Klubs mit Emotionen und Gemeinschaft, wo es für Gegner unangenehm ist. Im Bauch muss es etwas auslösen.“ 

Klubs mit Emotionen – das trifft auf den FC, aber auch auf Union Berlin zu. Die Eisernen sollen jetzt die Nase vorne haben im Werben um Eichner. Allerdings gab es auch noch andere Kandidaten bei Union, wie Horst Steffen oder Andre Breitenreiter.

Kurios waren sogar Außenseiter-Gerüchte um René Wagner. Sollte dieser keinen Anschlussvertrag beim FC erhalten, könnte er bei Union ein Thema werden, wurde gemunkelt. Als Co-Trainer hatte er von Januar bis Ende Mai 2025 ein halbes Jahr lang an der Alten Försterei gearbeitet. Die Rückkehr war aber ein eher unwahrscheinliches Szenario.

Fakt ist: Sollte der FC nicht an Wagner festhalten, läuft den Verantwortlichen die Zeit davon. Für die Kaderplanung der neuen Saison wäre es von enormem Vorteil, wenn Köln einen Cheftrainer fix hätte. Dann wissen potenzielle Spieler auch, mit wem sie es zu tun bekommen.

Was die Lage verschärfen könnte: Mit Union Berlin, Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt, Borussia Mönchengladbach oder dem VfL Wolfsburg sind aktuell zahlreiche Klubs auf Trainersuche für die neue Saison.

Jonas Hector und Fabian Köster beim Gespräch über den 1. FC Köln.

FC-Niederlage als Beispiel

Hector diskutiert über Bundesliga-Vorwurf