In der Hinrunde spielte Lex-Tyger Lobinger für Viktoria Köln, im Saisonfinale träumt er mit dem MSV Duisburg vom Aufstieg. Das sorgt für eine brisante Konstellation.
Pikantes Drittliga-SzenarioKassiert Viktoria Köln bei Niederlage im Saisonfinale ab?

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Sportlich ist die Saison für Viktoria Köln in der 3. Liga längst gelaufen, schon Wochen vor Saisonende haben die Höhenberger den Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht. Mit überschaubarem Etat und nach mehreren schmerzhaften Abgängen im Sommer eine erneute Erfolgsgeschichte auf der Schäl Sick.
Finanziell steht unter der Saison aber noch kein Schlussstrich: Am letzten Spieltag der 3. Liga winkt Viktoria noch die Aussicht auf einen kleinen Geldregen. Kurioserweise würde dabei eine Niederlage im Spiel gegen den MSV Duisburg entscheidend helfen.
Kassiert Viktoria Köln noch mal 75.000 Euro
Hintergrund ist laut „Reviersport“ der Winter-Transfer von Torjäger Lex-Tyger Lobinger (27) zum aktuellen Tabellendritten. Nach neun Treffern in der Hinserie für die Kölner traf der Angreifer in der Rückrunde schon acht Mal für seinen neuen Arbeitgeber, träumt mit dem MSV vom Aufstieg in die 2. Bundesliga.
Gelingt den Zebras der direkte Durchmarsch aus der Regionalliga in Liga zwei, würde Viktoria durch den Lobinger-Deal ebenfalls profitieren. Die bisher nach Köln geflossene Ablöse von 75.000 Euro würde sich durch einen vereinbarten Aufstiegs-Bonus auf 150.000 Euro verdoppeln!
Zwar liegt die Summe weit unter den 2 Millionen Euro, für die sich Viktoria zuletzt vom 1. FC Köln die Transferbeteiligung bei Said El Mala (19) abkaufen ließ, doch im auf Kante genähten Budget des Klubs würde auch die hohe fünfstellige Summe durchaus eine Rolle spielen.
Vor den letzten 90 Minuten der regulären Saison liegt der MSV als Dritter auf dem Aufstiegs-Relegationsplatz, könnte aber auch noch am zwei Punkte entfernten Zweitplatzierten Energie Cottbus vorbeiziehen. Hinten lauert Lokalrivale Rot-Weiss Essen punktgleich, aber mit der um sechs Tore schlechteren Differenz.
Im Heimspiel am Samstag (16. Mai 2026, 13.30 Uhr) spielt Duisburg daher voll auf Sieg und hofft gleichzeitig auf Patzer der Konkurrenz.
Für Viktoria soll es zum Abschluss der ersten Spielzeit unter Trainer Marian Wilhelm (37) im Bestfall natürlich auch noch mal ein Dreier werden. Bei einer Niederlage winkt immerhin das finanzielle Trostpflaster, falls der MSV direkt oder über die Relegation aufsteigt.
