Der 1. FC Köln unterlag am Sonntag mit 1:3 gegen den 1. FC Heidenheim, wusste zu diesem Zeitpunkt aber schon, dass es um nichts mehr geht. Tragen die Bundesliga-Termine hier eine Mitschuld?
FC-Niederlage als BeispielHector diskutiert über Bundesliga-Vorwurf

Nach dem bitteren 1:3 gegen den 1. FC Heidenheim wird beim 1. FC Köln viel über den misslungenen Heim-Abschluss der Saison diskutiert. Mit dem sicheren Klassenerhalt in der Tasche fehlten dem FC gegen das abstiegsbedrohte Schlusslicht die entscheidenden Prozente: Am Ende wurden die Kölner vor eigenem Publikum düpiert.
Während Fans und auch Experten hart mit der Mannschaft und Trainer René Wagner (37) ins Gericht gingen, stand im Podcast „Schlag und Fertig“ von Ex-Kapitän Jonas Hector (35) und Comedian Fabian Köster (30) eine andere Sichtweise auf das Spiel vom Sonntag (10. Mai 2026) im Fokus.
Fabien Köster kritisiert Bundesliga-Ansetzungen
FC-Fan Köster, der die Lage beim FC in der Vergangenheit auch schon mal kritisch und mit Galgenhumor kommentiert hatte, ärgerte sich mit Blick auf die Partie vor allem über eines: Die Ansetzung am Sonntag.
Bis zum Ende der Saison 2020/2021 hätte es ein solches Szenario überhaupt nicht gegeben, damals wurden sowohl am 33. als auch am 34. Spieltag alle neun Spiele parallel angepfiffen. Doch mit dem anschließend neu in Kraft getretenen TV-Vertrag wurde die Sonderregel nur auf das Saisonfinale am letzten Bundesliga-Spieltag reduziert.
„Ich finde es eine Unverschämtheit, dass der 33. Spieltag nicht mehr parallel angepfiffen wird“, ärgerte sich Köster am Mittwoch (13. Mai 2026) gleich zu Beginn der neuen Podcast-Folge über den Schritt der Bundesliga-Verantwortlichen: „Das ist Wettbewerbsverzerrung!“
Gerade das FC-Spiel taugte als Beispiel dafür, was die unterschiedlichen Spieltermine auslösen können: Der Kölner Klassenerhalt hatte durch die Niederlagen der Konkurrenz bereits am Vortag festgestanden, Heidenheim wusste gleichzeitig, dass im Kampf um den Liga-Verbleib weiter alles möglich ist.
In diesem Fall ein Nachteil für den FC St. Pauli und den VfL Wolfsburg, die bereits am Samstag im Einsatz waren. Heidenheim dagegen schöpfte durch die Ergebnisse neuen Mut und zog nach Punkten mit dem Duo gleich, das am letzten Spieltag nun im direkten Duell aufeinandertrifft.
Hector sah es zwar ähnlich wie Hector, wollte seine Haltung aber bewusst nicht derart deutlich formulieren. „Findest du?“, fragte er Köster nach der scharfen Kritik zunächst noch etwas überrascht, lenkte aber schon vorsichtig ein: „Ich würde es auch eher so machen, das alles parallel läuft.“
Auch Hector gestand ein, dass der FC „recht entspannt ins Spiel gehen“ konnte, was man beim Auftritt gegen Heidenheim „über die 90 Minuten auch gesehen“ habe. „Deswegen gebe ich dir recht! Ich würde den vorletzten Spieltag auch gerne noch parallel haben nicht nur den letzten“, sagte der ehemalige Nationalspieler zum Abschluss: „Aber das gibt nicht so viel Kohle.“

