Krise bei Real: Präsident Pérez holt zum Gegenschlag aus
Real-Boss rechnet abTrotz Krise: Pérez wehrt sich gegen Gerüchte und will bleiben

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Reals Präsident Florentino Pérez kritisiert Medien und Rivalen.
Real Madrid in der Krise! Sportlich läuft's nicht, intern kracht's. Jetzt holt Präsident Florentino Pérez (79) zum Gegenschlag aus. Auf einer Pressekonferenz teilt er kräftig aus – und kündigt eine drastische Maßnahme an.
Als Antwort auf die sportliche Talfahrt beim spanischen Rekordmeister hat Florentino Pérez, der Präsident von Real Madrid, Wahlen für den Vorstand angekündigt. Spekulationen über einen eigenen Rückzug erteilte der 79-Jährige jedoch eine klare Absage.
„Ich bedauere, sagen zu müssen, dass ich nicht aufhöre“, erklärte Pérez mit deutlicher Ironie während einer speziell dafür anberaumten Pressekonferenz. Der langjährige Vereinschef prangerte eine gezielte Aktion gegen seine Person und den Klub an.
Pérez wehrt sich gegen Krebs-Gerüchte
Besonders die Spekulationen um seinen Gesundheitszustand schienen dem 79-Jährigen zuzusetzen. „Man sagt, ich sei krank, ich hätte einen unheilbaren Krebs“, stellte er klar. „Ich nutze die Gelegenheit, um den Menschen zu sagen, die sich um mich sorgen: Ich leite weiter den Club und mein Unternehmen, das 50 Milliarden im Jahr umsetzt. Meine Gesundheit ist perfekt“, unterstrich der Bau-Tycoon.
Der Grund für die angespannte Lage: Seit zwei Saisons konnte Real keinen Titel mehr gewinnen. Der ruhmreiche Verein befindet sich aufgrund der mageren Resultate und diverser Skandale in einer tiefen Misere. Sportjournalisten bezeichnen die Situation als „noch nie da gewesen“.
Zoff und Handgreiflichkeiten in der Kabine?
Zuletzt machten immer öfter Meldungen aus Madrid die Runde, die von Streit und sogar Handgreiflichkeiten im Team berichteten. Von einem „Krieg“ der Egos zwischen den Top-Stars wie Kylian Mbappé, Vinícius Júnior und Jude Bellingham war die Rede. Die Atmosphäre sei derart vergiftet, dass die Fahndung nach einem neuen Coach als Ersatz für Álvaro Arbeloa sich komplizierter als gedacht darstelle. Ein Fernsehkommentator behauptete, niemand habe Interesse an dem Posten.
Pérez lieferte sich während der Pressekonferenz hitzige Diskussionen mit einigen anwesenden Reportern der Presse. Er warf den Medien vor, Unwahrheiten und Falschinformationen zu streuen. Seine Kampfansage: „Sie glauben, sie könnten mich einschüchtern, aber sie geben mir viel mehr Energie, als ich ohnehin habe.“
Aus diesem Grund werde er bei der kommenden Wahl mit seiner kompletten Führungsmannschaft erneut antreten. Ein Datum für den Urnengang, der von der Presse als eine Form von Vertrauensvotum gesehen wird, teilte Pérez nicht mit. Pérez führt die Geschäfte von Real Madrid ununterbrochen seit 2009, nachdem er bereits zwischen 2000 und 2006 zwei Amtsperioden innehatte. In seiner Ära triumphierten die Königlichen unter anderem sieben Mal in der Champions League. (dpa/red)
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