Ist Jonas Urbig der kommende Nationaltorhüter? Davon würde auch der 1. FC Köln profitieren.
Bonuszahlung für UrbigFC winkt dank Bayern-Klausel weiterer Geldregen
Was für eine Entwicklung! Jonas Urbig, Ex-Keeper des 1. FC Köln, startet bei den Bayern durch. Sollte er zum Nationalspieler werden, klingelt in Köln nochmal die Kasse, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet.
Eine Karriere wie aus dem Märchenbuch bei einem Weltverein. Mit so einem Aufstieg war kaum zu rechnen, obwohl sein enormes Talent schon immer bekannt war. Jonas Urbig, der aus Kleinbüllesheim in Euskirchen stammt und lange beim 1. FC Köln ausgebildet wurde, hat sich in nur anderthalb Jahren beim FC Bayern München ins Scheinwerferlicht katapultiert.
Jonas Urbig: Vom FC-Abstellgleis zur WM?
Der 22-Jährige, der von 2012 bis Januar 2025 für den FC spielte, hat laut vielen Experten Chancen auf eine Nominierung für den deutschen WM-Kader. Sein ehemaliger Verein würde davon ebenfalls massiv profitieren. Eine Transferklausel sorgt dafür, dass der FC bei jedem Einsatz und besonders bei einem DFB-Debüt Geld sieht.
Das Spiel in Wolfsburg am vergangenen Samstag war der nächste Beweis für Urbigs kometenhaften Aufstieg. Als Ersatz für den verletzten Manuel Neuer sicherte er den Bayern mit Weltklasse-Paraden den 1:0-Sieg – allein in der ersten Halbzeit zeigte er vier Glanzleistungen. TV-Experte und Rekordnationalspieler Lothar Matthäus war zur Pause bei Sky völlig begeistert: „Urbig macht ein Weltklasse-Spiel. Ich hoffe, Julian Nagelsmann schaut zu.“
Tatsächlich ist die Torhüterfrage im DFB-Team offen: Da Marc-André ter Stegen (34) nach einer Oberschenkel-OP ausfällt, ist Hoffenheims Keeper Oliver Baumann (35) aktuell die Nummer eins. Als Stellvertreter war bisher Alexander Nübel (28, VfB Stuttgart) vorgesehen. Urbig hat realistische Aussichten, zumindest als dritter Torwart zur WM zu reisen.
Er selbst gibt sich aber betont bescheiden. „Die WM ist noch ein paar Wochen hin. Bis dahin haben wir noch ein Heimspiel gegen Köln und das Pokalfinale. Erst danach würde ich mir Gedanken machen“, erklärte Urbig. Bundestrainer Nagelsmann nominiert seinen WM-Kader jedoch schon am 21. Mai – zwei Tage vor dem DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart. Kommt der Anruf also noch vor der Chance aufs Double in Berlin? Urbig meinte schmunzelnd: „Ich gehe grundsätzlich gerne ans Telefon – egal, wer anruft.“
Auch die Statistiken sprechen für den Torwart aus der Eifel: Mit 21 Gegentreffern in 18 Bundesliga-Partien weist er bessere Werte auf als seine direkten Konkurrenten um einen WM-Platz, Finn Dahmen (28, Augsburg) und Noah Atubolu (23, Freiburg). Seit seinem Transfer nach München absolvierte er 30 Pflichtspiele für die Bayern – Stammtorwart Manuel Neuer kam im selben Zeitraum auf 57 Einsätze. Bayern-Sportdirektor Christoph Freund (48) preist Urbig: „Er ist ein absoluter Toptorhüter. Er hätte es sich verdient – und er hat die Qualität.“
Dabei war Urbigs Start in Köln alles andere als ein Triumph. Er wechselte Ende Januar 2025, als seine Laufbahn beim FC in einer Sackgasse zu stecken schien. Zuvor war er als Nummer eins in die Saison gegangen, wegen des schlechten Saisonstarts des FC aber im Herbst durch Marvin Schwäbe ersetzt worden.
FC machte das Beste draus: Bis zu 15 Millionen Euro sind drin
Der Druck auf die sportliche Führung war immens – von außen, aus dem Team und von den Fans. Teile der Mannschaft sprachen sich intern sogar für einen Wechsel auf der Torwartposition aus. Trainer Gerhard Struber und Sportboss Christian Keller sahen sich im Oktober 2024 schließlich gezwungen, Urbig auf die Bank zu verbannen und Schwäbe wieder ins Tor zu beordern. Bis Januar 2025 war der einstige Thronfolger des FC nur noch Ersatzmann – in einem Verein, der ihn einst als Gesicht einer ganzen Generation aufbauen wollte. Verständlich, dass er da Frust schob.
Den Ausweg boten der FC Bayern und Urbigs Agentur Roof. Sportvorstand Max Eberl (51) erkannte das Potenzial des damaligen U21-Nationaltorhüters und überwies rund sieben Millionen Euro Ablöse an den 1. FC Köln. Urbig wechselte als Backup und geplanter Nachfolger von Manuel Neuer, dessen Kontrakt 2026 endet, nach München. Er selbst unterschrieb einen Vertrag bis 2029.
Der 1. FC Köln hat aus der verfahrenen Lage das Maximum herausgeholt. Denn neben der Basis-Ablöse sind es besonders die variablen Bonuszahlungen, die sich für die Geißböcke auszahlen. Die Vereinbarung mit dem FC Bayern koppelt die Zusatzzahlungen hauptsächlich an Einsätze. Durch Urbigs 30 Pflichtpartien, darunter schon sieben in der Champions League, hat der FC insgesamt bereits circa neun Millionen Euro eingenommen.
Besonders profitabel wäre ein erster Einsatz in einem Pflichtspiel für die Nationalelf: Dann würde dem FC laut Informationen des „Kölner Stadt-Anzeigers“ eine Prämie von über einer Million Euro zustehen. Die Boni-Zahlungen laufen auch in Zukunft weiter. Im besten Fall könnte für den FC so eine Gesamtsumme inklusive Ablöse von bis zu 15 Millionen Euro herausspringen. Obendrein haben sich die Kölner eine Beteiligung bei einem Weiterverkauf gesichert. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

