FC auf 40-Punkte-Jagd Liga-Historie zeigt: Köln eigentlich schon gerettet

Anthony Modeste jubelt für den 1. FC Köln gegen den VfL Bochum.

Anthony Modeste (M.) erzielte beim 2:2 in Bochum sein 13. Saisontor, jubelte mit Ondrej Duda (l.) und Louis Schaub.

Der Klassenerhalt ist und bleibt das große Ziel des 1. FC Köln. Die Liga-Historie zeigt nach dem 2:2 beim VfL Bochum: Eigentlich kann Steffen Baumgart und seinen Jungs nichts mehr passieren.

Diese FC-Woche hat Kraft und Nerven gekostet! Unterm Strich das Wichtigste: Kölns Punkte-Polster auf Platz 16 bleibt nach dem 2:2 beim VfL Bochum (am Samstag, 22. Januar 2022) zweistellig. Und statistisch gesehen ist Steffen Baumgarts (50) Team sogar schon jetzt gerettet…

Vor dem Bochum-Fight betonte der FC-Trainer noch einmal: „Wir wissen, was wir verhindern wollen, der Blick geht zuerst nach unten.“ Muss er eigentlich nicht mehr! Denn seit Einführung der Drei-Punkte-Regel ist noch nie eine Mannschaft mit Kölns 20-Spiele-Ausbeute abgestiegen.

FC-Keeper Marvin Schwäbe: „Erst mal die 40 Punkte“

„29 Punkte sind top“, weiß nicht nur Tor-Debütant Timo Hübers (25), sondern auch die Liga-Historie. Den krassesten Absturz legte Eintracht Frankfurt hin, stand 2011 nach 20 Partien bei 26 Zählern. Der FC selbst schaffte 2012 das traurige Kunststück, mit zu diesem Zeitpunkt 24 Punkten noch abzusteigen.

Alles zum Thema Marvin Schwäbe

Köln-Keeper Marvin Schwäbe (26) will trotz Rettungs-Statistik auf Nummer sicher gehen, meint: „Wir versuchen erst einmal, die 40 Punkte zu schaffen. Was danach kommt, schauen wir. Aber erstes Ziel ist es, die 40 vollzumachen.“

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1. FC Köln: Selber Punkteschnitt wie 2016/17

Nötig war diese für Kellerkinder magische Marke bislang nie. 1998, in Kölns erster Abstiegssaison, erwischte es den Karlsruher SC mit 38 Punkten – so gut punktete davor und danach nie wieder ein Tabellen-Sechzehnter. Heißt: 39 reichten immer, dafür bräuchte der FC noch drei Siege und ein Unentschieden aus 14 Partien. 2014 und 2019 hätte sogar die aktuelle Ausbeute bereits gelangt.

Das 2:2 in Bochum war Saison-Punkt 29, damit hielt Köln den Vorsprung auf Platz 16 konstant auf zehn Zählern und einen Verfolger auf Distanz. Bochums Rückstand hätte schrumpfen können, beträgt aber weiter fünf Punkte.

Steffen Baumgart nach dem Duell mit Kumpel Thomas Reis (48): „Ich gehe vielleicht sogar ein bisschen zufriedener nach Hause, auch wenn wir geführt haben. In Köln geht es ganz schnell, dass man unzufrieden ist mit einem Punkt. Aber wir sollten sehr bescheiden und demütig sein, mit dem Punkt gerne leben und ihn dementsprechend nehmen.“

Kölns Punkteschnitt liegt bei 1,45 – exakt wie in der Europa-League-Saison 2016/17, wo am Ende 49 Zähler heraussprangen. Schaut der FC wirklich nur nach unten? Schwäbe: „Das würde ich so nicht unterschreiben. Wir versuchen, weiterhin zu punkten, haben aber schwere Spiele vor der Brust. Da wollen wir alles reinhauen und die nächsten Punkte einfahren.“ Um mit der 40 auch die letzten Zweifel zu beseitigen.

Nach dem 0:4 gegen die Bayern und dem bitteren Pokal-K.o. gegen den HSV (4:5 n.E.) war das 2:2 in Bochum ein kleines Happy End der englischen Woche. Beim VfL hatten sich unter anderem schon Dortmund (1:1), Freiburg (1:2) und Hoffenheim (0:2) die Zähne ausgebissen. Der FC fuhr nicht mit leeren Händen in die Länderspielpause – und freut sich weiter über einen einstelligen Tabellenplatz!

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