Er ist seit Jahren ein Eckpfeiler im Kader des 1. FC Köln: Eric Martel reifte am Geißbockheim zum Führungsspieler. Doch aktuell hängt er in einem Leistungsloch. Trainer Kwasniok weiß, warum.
„Nicht von der Hand zu weisen“Kwasniok erklärt Martels Problem beim FC
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Es sind Szenen, die man eigentlich nicht von ihm kannte: unglückliches Stellungsspiel, leichtfertige Ballverluste oder krumme Fehlpässe. Eric Martel (23) läuft aktuell seiner Normalform hinterher. Dabei war er in den Jahren zuvor einer der verlässlichsten Profis im FC-Kader.
FC-Trainer Lukas Kwasniok (44) ließ Martel zwischenzeitlich sogar draußen. Gegen Mainz spielte er nur eine Halbzeit, in Freiburg durfte er nur 13 Minuten ran. Zuletzt war Martel aber wieder gesetzt, entweder als Sechser oder als Innenverteidiger. Seine Leistungen waren dabei allerdings eher durchwachsen.
1. FC Köln: Zukunft von Eric Martel weiter ungeklärt
Am Donnerstag (19. Februar 2026) sprach Kwasniok über die problematische Situation von Martel. Die ungeklärte Situation über seine Zukunft trifft Charaktere wie Martel besonders hart. „Profifußballer beschäftigt eine Sache immer: Das ist nicht nur der aktuelle Stand, sondern auch die Zukunft. Das ist der große Unterschied zu vielen Arbeitnehmern.“
Dabei geht es nicht um Existenzängste, vielmehr um die Frage, welcher Schritt der beste für die eigene Karriere wäre. Kwasniok glaubt, dass Martel diese Gedanken besonders herausfordern, weil er „ein sehr strukturierter und organisiert denkender Mensch ist. Auf dem Feld als Sechser oder Innenverteidiger hat er viel Struktur und Organisation um sich herum. Das ist etwas anders als ein Zehner, der sich wenige Gedanken um den morgigen Tag macht.“
Martel befindet sich aktuell in Gesprächen um seine Zukunft, der Vertrag beim FC läuft im Sommer 2026 aus. Das Angebot, beim FC zu verlängern, hat er im Sommer 2025 abgelehnt. Nach der Wintertransferperiode will man nun erneut sprechen.
Die Martel-Seite hatte zwischenzeitlich auf Top-Angebote gewartet, um den nächsten Karriereschritt zu machen. Doch nach der U21-EM standen wohl nicht die erhofften Interessenten Schlange. Es gab lose Gerüchte über den SC Freiburg, AC Florenz oder Besiktas Istanbul. Aktuell scheint die Martel-Zukunft komplett offen.
„Das beschäftigt ihn so ein wenig, das ist nicht von der Hand zu weisen“, so Kwasniok. Aber der Trainer weiß, was hilft: „Weiterhin den gleichen Einsatz und das gleiche Engagement zeigen, was er tut. Solange ich das Gefühl habe, werde ich ihn auch weiter einsetzen und auch weiter schützen, wenn es nötig sein sollte.“
Am Samstag trifft der FC im Heimspiel auf die TSG Hoffenheim (21. Februar, 15.30 Uhr/Sky und Liveticker auf EXPRESS.de). Martel wird wohl die nächste Chance bekommen, um zurück in die Spur zu finden.


