FC-Neuzugang im Interview Tigges: „Köln ist keine Zwischenstation“ – sein Tor-Ziel & Comeback-Plan

Steffen Tigges spielt für Borussia Dortmund gegen den 1. FC Köln.

Künftig in Rot-Weiß statt Schwarz-Gelb: Steffen Tigges, hier beim Bundesliga-Spiel Borussia Dortmund gegen 1. FC Köln am 30. Oktober 2021, hat bis 2026 am Geißbockheim unterschrieben.

Steffen Tigges spricht im Exklusiv-Interview mit EXPRESS.de über die Gründe für seinen Wechsel zum 1. FC Köln, die Gespräche mit Trainer Steffen Baumgart und seine Ziele.

Er ist Kölns Sturm-Zukunft! Steffen Tigges (23) hat für vier Jahre beim FC unterschrieben, soll sich unter Steffen Baumgart (50) zum Bundesliga-Torjäger entwickeln. Im EXPRESS.de-Interview redet der Neuzugang erstmals ausführlich über seinen Wechsel von Borussia Dortmund ans Geißbockheim, die Gespräche mit Baumgart und seine FC-Ziele.

Steffen Tigges, der FC war bereits im vergangenen Sommer an Ihnen interessiert. Warum war jetzt der richtige Zeitpunkt für den Wechsel nach Köln?

Tigges: Letzten Sommer hatte ich das Gefühl, dass ich in Dortmund noch eine gute Rolle spielen könnte. Ich konnte Spielpraxis in der U23 sammeln, hatte eine sehr gute Vorbereitung und das volle Vertrauen des Trainerteams gespürt. Deshalb war es für mich – und auch vonseiten des Vereins – keine Option, zu wechseln. Obwohl man sich bei einer Anfrage von einem Klub wie dem 1. FC Köln natürlich damit beschäftigt.

Steffen Tigges: Was ihm am 1. FC Köln imponiert hat

In diesem Sommer war Köln nicht der einzige Interessent. War es mitentscheidend, dass der FC nach der ersten Anfrage vor einem Jahr drangeblieben ist?

Tigges: Es hat mir schon imponiert, dass der Verein über einen langen Zeitraum Interesse an mir gezeigt hat. Besonders nach meiner Verletzung. Auch dann ist das Interesse nicht abgebrochen. Aber letztlich haben für mich die Gespräche mit den Verantwortlichen und die Spielweise den Ausschlag gegeben.

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Wie waren die Gespräche mit Trainer Steffen Baumgart? Sie standen auf seinem Wunschzettel ganz oben…

Tigges: Sehr gut! Er hat mir klar aufgezeigt, wie er spielen möchte und wie ich zu seiner Idee passe. Ich fand es sehr gut, dass er mir verdeutlicht hat, was ich schon instinktiv gut mache und wo ich mich noch steigern muss. Er hat mir keinen Honig um den Mund geschmiert, sondern seine ehrliche Meinung über meine Stärken und Schwächen gesagt. Ich glaube, seine klare Ansprache, dass er auch klar Kritik äußert, hilft mir in meiner Entwicklung.

Sie haben einen langfristigen FC-Vertrag bis 2026 unterschrieben. Warum direkt für vier Jahre?

Tigges: Weil der FC für mich keine Zwischenstation ist. Ich hatte von Beginn an das Gefühl, dass es zwischen Köln und mir einfach sehr gut passt. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, hier lange zu spielen. Außerdem sind der Verein und ich an einem ähnlichen Punkt in der Entwicklung. Ich möchte helfen, dass der FC sich weiterentwickelt, und der Verein ist für mich genau richtig, damit auch ich mich weiterentwickeln kann.

Steffen Tigges hat beim 1. FC Köln bis 2026 unterschrieben.

Steffen Tigges hat beim 1. FC Köln bis 2026 unterschrieben.

Wie geht’s Ihnen nach Ihrer Verletzung (Verrenkungsbruch des Sprunggelenks, Anm. d. Red.), ist der Saisonstart in Gefahr?

Tigges: Ich bin auf einem sehr guten Stand. Die Verletzung am Sprunggelenk ist ausgeheilt und ich bin voller Tatendrang, wieder auf den Platz zurückzukehren. Ich bin zuversichtlich, dass ich zum Saisonstart wieder im Mannschaftstraining bin. Welche Rolle ich dann schon einnehmen kann, auch von der Fitness her, wird sich zeigen.

Tigges: „Muss mir erst mal einen Platz in der Mannschaft verdienen“

Anthony Modeste ist der Platzhirsch im FC-Sturm. Können Sie beide sich ergänzen oder wartet da eher ein Konkurrenzkampf?

Tigges: Ich glaube, dass wir zusammenspielen und uns gut ergänzen können. Wir haben aber viele Offensivspieler, die ihre Qualitäten haben. Ich muss mir erst mal einen Platz in der Mannschaft erarbeiten und verdienen.

In Dortmund hatten Sie Modestes Nummer 27, in Köln laufen Sie künftig mit der 21 auf. Hat das einen besonderen Hintergrund?

Tigges: Nein, die Nummer hat noch keine Bedeutung für mich. Sie war frei und ich fand sie einfach ganz cool. Ich nehme gerne eine neue Nummer, die ich dann nur mit dem 1. FC Köln verbinde. Ich hoffe, irgendwann steht die 21 für eine schöne und sehr erfolgreiche Zeit in Köln.

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Der FC hat Sie auf seinen sozialen Kanälen mit „Hey, Tigginator“ begrüßt. So heißen Sie auch auf Instagram – woher kommt der Spitzname?

Tigges: Eine Freundin von mir hat sich den Spitznamen vor längerer Zeit ausgedacht. Seitdem hat er sich auf Instagram gehalten, weil ich – und die meisten anderen auch – den Namen schon ziemlich cool finde. Außerhalb von Instagram werde ich aber Steffen gerufen.

Was nehmen Sie sich für Ihr erstes FC-Jahr vor? Ein konkretes Tore-Ziel?

Tigges: Ich hoffe, ich komme auf zehn Scorer-Punkte. Das würde dafür sprechen, dass ich mich als Spieler weiterentwickelt und meinen Platz in der Mannschaft gefunden habe. Aber wichtiger als meine Quote ist, dass wir eine gute und erfolgreiche Saison spielen. Dafür würde ich auch auf ein paar Tore verzichten.

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