„Ljubicic kann Erfolgsstory werden“ FC-Sportchef Jakobs über Skhiri und weitere Zugänge

Kevin-Prince Boateng von Hertha BSC gegen Dejan Ljubicic (1. FC Köln),

Dejan Ljubicic (1. FC Köln) ärgerte Gegenspieler Kevin-Prince Boateng im Spiel gegen Hertha BSC am 15. August 2021.

Der 1. FC Köln ist abhängig von Abgängen. Am meisten hängt derzeit an der Zukunft von Ellyes Skhiri. Interims-Sportchef Jörg Jakobs erklärt bei EXPRESS.de die Situation und zeigt Zukunftschancen auf.

Köln. Der 1. FC Köln ist mit einem Sieg über Hertha BSC Berlin in die Bundesliga gestartet. Trotzdem weiß man am Geißbockheim: Eigentlich müsste der Kader noch in der Verteidigung und auch im Angriff verstärkt werden. Und es droht noch ein Abgang: Ellyes Skhiri (26) sucht nach einer neuen Herausforderung, einem Klub, der international vertreten ist.

Vierkampf der Bundesliga-Profis Skhiri, Thielmann, Cunha und Ascasibar um den Ball.

Ellyes Skhiri (Mitte, 1. FC Köln) kämpft mit Mitspieler Jan Thielmann gegen die Berliner Cunha und Ascasibar am 15. August 2021 in der Fußball-Bundesliga.

In der vergangenen Woche hatte Skhiri klar gemacht, dass er glaubt, die Zeit für den nächsten Schritt sei reif. Doch im Auftaktspiel machte er gleich deutlich, wie wichtig er für die Mannschaft noch ist. Klar, dass Trainer Steffen Baumgart sagt: „Ich hoffe, dass kein Angebot für Ellyes Skhiri reinkommt.“

Sportchef Jörg Jakobs: „Der 1. FC Köln kann ein Angebot für Ellyes Skhiri nicht ignorieren.“

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Aber klar bleibt auch: Bei einer entsprechenden Offerte kann der 1. FC Köln nicht nein sagen. Das macht FC-Interims-Sportchef Jörg Jakobs im Gespräch mit EXPRESS.de deutlich: „Wenn ein Angebot in der Größenordnung kommt, die wir uns vorstellen und auch Ellyes das machen möchte, dann können wir das nicht ignorieren. Wenn keins kommt oder es nicht passt, dann wird er bei uns bleiben. Noch liegt uns nichts vor.“

Allerdings wäre dann auch kein Geld für Neuzugänge da, wie Jakobs betont. „Stand jetzt ist das korrekt.“ Heißt: Bleibt Skhiri, muss Trainer Steffen Baumgart mit dem Kader klarkommen, der ihm beim Sieg über Hertha BSC Berlin zur Verfügung stand.

Jörg Jakobs: „Der 1. FC Köln braucht einen langen Atem.“

Der Klub leidet weiterhin unter der Misswirtschaft der vergangenen Jahre und der Belastungen durch die Corona-Pandemie. Pragmatisch erklärt Jakobs, wie der Klub wieder Luft zum Atmen bekommt. „Durch Konstanz, Berechenbarkeit, sportlichen Erfolg und einen langen Atem. Wir dürfen uns kaum Fehler erlauben.“

Immerhin glaubt der frühere Berater des Vorstands, der nun neben seiner Dozententätigkeit an der Deutschen Sporthochschule bis zur Verpflichtung eines neuen Geschäftsführers Sport die Kaderplanung übernommen hat, dass die Strukturen am Geißbockheim inzwischen zukunftsfähig sind.

„Nehmen sie nur die Verpflichtung von Dejan Ljubicic. Sie kommt aus unserem Scouting. Dejan war ablösefrei, er ist ein richtig guter Fußballer und könnte eine Erfolgsstory werden. Was er mitbringt, wie er sich präsentiert, das Alter. Das zeigt, dass es möglich ist, wenn man den nötigen Aufwand betreibt und Menschen, die viel und gut arbeiten, auch das nötige Vertrauen entgegenbringt.“

Faustpfand soll dabei auch weiter die Förderung der eigenen Talente bleiben. „Auch unser Nachwuchsscouting ist richtig gut, der Unterbau stimmt. Das gilt auch für die Qualität unserer Trainer im Nachwuchsbereich.“ Damit das sich auch weiter entwickelt, könnte sich Jakobs eine Zukunft im operativen Bereich vorstellen - etwa an der Seite seines früheren Aachener Weggefährten Samir Arabi (42).

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