Beim 1. FC Köln ist der Transfer-Poker um Said El Mala das bestimmende Thema. Verhandelt wird allerdings auch um die Zukunft von Bruder Malek El Mala.
Transfer-Theater um El MalaGerücht aus England: Welche Rolle spielt Malek?
Der Abgang von Said El Mala (19) schien beim 1. FC Köln von Tag zu Tag konkreter: Die Zahlen lagen auf dem Tisch, die Aussagen von Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler (40) ließen Verhandlungsbereitschaft erkennen. Doch am Donnerstag (4. Juni 2026) brachen die bisherigen Fortschritte plötzlich in sich zusammen.
Das angepeilte Geschäft mit dem FC Brentford aus der englischen Premier League kam nicht zustande, weil die Seite des Spielers sich gegen das Angebot aus dem Großraum London entschied. Mama Sabrina El Mala schob dem Transfer den Riegel vor, doch von der Insel gab es in diesem Zusammenhang auch Gerüchte um Saids älteren Bruder Malek (21).
Said und Malek El Mala spielten bislang stets zusammen
Sky Sports berichtete am Abend, dass der Transfer nicht vorankomme, weil die Familie „auf einen Geschwister-Transfer“ dränge. Das mache den angepeilten Deal komplizierter. Das Duo spielte auch vor dem Wechsel zum FC stets zusammen, aktuell wohnen beide gemeinsam in einer WG in Ehrenfeld.
Dass Malek in dieser Spielzeit immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wurde, verhinderte erste gemeinsame Einsätze für die Kölner Profis. Eine Aussicht, auf die man beim FC noch immer hofft, wie Vizepräsident Ulf Sobek (54) vergangene Woche unterstrich.
„Es ist schon eine sehr enge Familie. Malek hat jetzt auch wieder angefangen bei der U21. Ich finde, er ist auch ein sehr spannender Spieler. Leider war er sehr oft verletzt. Aber in den Spielen, in denen er zum Einsatz kam, hat er gut performt. Ich kann mir auch gut vorstellen, wie es aussieht, die beiden zusammen auf dem Platz zu sehen“, erklärte Sobek.
Beim FC standen Einsätzen des Mittelstürmers bislang vor allem die Blessuren im Weg, in England könnten dagegen weitere Hürden hinzukommen. Ausländische Spieler benötigen im Nicht-EU-Land ein Visum, Voraussetzung dafür ist eine Arbeitserlaubnis durch den englischen Verband. Diese wird jedoch nur nach bestimmten Kriterien vergeben.
Während der Prozess für Stars und Nationalspieler ein Selbstläufer ist, braucht es für weniger dekorierte Spieler verschiedene Kriterien, um auf einer Punkte-Skala die nötige Marke zu erreichen. Bei Said wäre die Arbeitserlaubnis alleine schon durch das gewaltige Transfervolumen und die starke Bundesliga-Saison nur noch Formsache.
Malek fehlen mit nur einem Junioren-Länderspiel sowie Einsätzen in der 3. Liga (für Viktoria Köln) und Regionalliga (für die FC-U21) dagegen die nötigen Referenzen. Dass es die Freigabe durch die FA am Ende dennoch gibt, ist nicht ausgeschlossen. Der bürokratische Prozess könnte allerdings deutlich länger dauern als beim jüngeren Bruder.

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Malek und Said El Mala kamen vor der Saison gemeinsam ans Geißbockheim.
Nach Informationen von EXPRESS.de würden Said und Malek zwar gerne weiter Seite an Seite spielen, allerdings wird dieses Szenario von Verhandlungsführerin Sabrina El Mala nicht als Bedingung in den Vertragsgesprächen diktiert.
Ergibt sich eine spannende Option für Said, bei der es als Geschwister-Duo in der Gesamtkonstellation nicht passt, könnte Malek seine Entwicklung demnach auch an anderer Stelle fortsetzen. Der Angreifer ist damit zwar grundsätzlich ein Faktor im Transfer-Poker, aber wohl nicht das Zünglein an der Waage.

