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„Man kann sie kriegen“ Hit gegen Bayern: FC-Trainer Baumgart glaubt an den Coup

Steffen Baumgart am 7. Januar 2022 auf der Pressekonferenz am Geißbockheim.

Steffen Baumgart am 7. Januar 2022 auf der Pressekonferenz am Geißbockheim. Am Donnerstag sprach der Trainer des 1. FC Köln vor dem Spiel gegen Bayern München.

Der 1. FC Köln trifft am 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga im ersten Heimspiel des Jahres auf Bayern München. Vor der Partie gegen den Rekordmeister spricht FC-Trainer Steffen Baumgart auf der Pressekonferenz.

Am 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga trifft der 1. FC Köln am Samstag (15. Januar 2022) in Müngersdorf auf den FC Bayern München (15.30 Uhr, Sky und im Liveticker auf EXPRESS.de). Die Bayern verloren ihr erstes Rückrundenspiel mit einer Rumpftruppe gegen Borussia Mönchengladbach (1:2), viele Stars kehren gegen den FC aber nach Quarantäne in den Kader zurück.

Kann der FC auch gegen die Bayern punkten? Auf der Pressekonferenz am Geißbockheim am Donnerstag (13. Januar) stand Steffen Baumgart (50) Rede und Antwort und gab einen Einblick in die Vorbereitungen auf das erste Heimspiel des Jahres.

1. FC Köln – FC Bayern München: Die Pressekonferenz vor der Partie

Steffen Baumgart über den möglichen Heimvorteil: Ja, ich glaube an den Heimvorteil. Aber warum nur 750 Fans? Es gibt Hallen, die sind mit 750 Zuschauern besetzt. Wir haben ein großes Stadion und haben nur 750 drin. Da stellt sich die Sinnfrage. Die Erklärungen, die ich bisher gehört habe, hören sich klug an, sind aber alle Mist und Blödsinn. Die schwierige Situation, die wir in diesem Land haben, hat nichts mit dem Fußball zu tun und schon gar nicht mit den Zuschauern. Ich bin sicher, dass wir im Rhein-Energie-Stadion 2G+ sogar hatten und dass bei keinem Spiel etwas passiert ist. Ich halte es für sinnlos, dass nur 750 Fans in dieses wunderschöne Stadion dürfen, aber die 750 werden sich bemerkbar machen.

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Steffen Baumgart vor Bayern-Spiel: „Wir haben eine Chance zu gewinnen“

Steffen Baumgart über möglichen Sieg gegen die Bayern: „Erst mal ist es für jeden eine Herausforderung, gegen die Bayern zu spielen. Dass man gegen die Bayern gewinnen will, ist klar. Darin liegt ja auch der Reiz, weil es einfach die beste Mannschaft ist. Wir können gerne über das reden, was den Bayern fehlt: Ich sehe da wenig, wenn wir die ganzen Statistiken sehen und wie sie seit Jahren auftreten. Es ist die Mannschaft, die den meisten Respekt verdient und die größte Mannschaft, die wir haben. Dass das jeder Trainer erreichen will, mal gegen diese Mannschaft zu gewinnen, darüber müssen wir nicht reden. Das ist aber auch die größte Herausforderung und darauf freue ich mich. Man möchte immer gegen die Besten spielen und ich hoffe, dass einige zurückkommen. Auf das Spiel freue ich mich einfach. Ich habe noch keinen kennengelernt, der nicht gegen Bayern gewinnen möchte. Wir werden alles tun, und wollen unseren Fußball spielen. Trotzdem habe ich ein gutes Gefühl, dass es durchaus gelingen kann. Nicht, weil ich bisher noch nicht gewonnen habe, sondern weil man die Bayern auch kriegen kann, mit einer exzellenten Leistung. Mir wird viel zu sehr darüber gesprochen, dass wir keine Chance haben. Doch! Wir haben eine Chance am Samstag zu gewinnen. Gucken wir mal, was rauskommt.“

Steffen Baumgart über Bewegungen im Verein: „Das einzige Thema, mit dem ich mich wirklich beschäftige, ist das Geißbockheim. Wir wollen da Niveau hereinkriegen und das meine ich genauso, wie es ist. Dafür brauchen wir die Stadt. Hallo, liebe Stadt! Macht das und legt uns nicht wieder irgendwelche Steine in den Weg. Es sieht ja im Moment nicht so gut aus, mit dem, wie wir es vorhaben. Also wäre es schön, wenn wir da die nötige Unterstützung kriegen und es im Sommer losgeht und nicht erst, wenn ich auf der Kippe bin. Um es mal deutlich zu sagen. Wir haben da schon einiges zu tun und es geht um den Standort Bundesliga des 1. FC Köln. Wenn das so die Lösung ist, dann müssten wir damit anfangen. Das ist das Einzige, womit ich mich jede Woche beschäftige. Alles andere belastet mich nicht in meiner Arbeit. 

Steffen Baumgart über Wechselwunsch von Jorge Meré: „Ja, das Gefühl habe ich“, sagte Baumgart auf die Frage, ob Meré unbedingt wechseln möchte.

Steffen Baumgart über Ausfall von Timo Horn: „Es bedeutet, dass er klar im Hintertreffen ist. Jetzt ist er erst mal krank und wir hoffen, dass er so schnell wie möglich wieder gesund wird und wieder zur Mannschaft stößt. Das ist erst mal das Wichtigste. Dann muss man es neu bewerten und es sich angucken. Momentan sieht es schwierig aus, dass er gegen den HSV im Tor stehen wird. Ich möchte jetzt nicht lapidar sagen, dass es einfach Pech ist, aber es  ist für Timo natürlich nicht die einfachste Situation. Wir werden dann mit der Situation umgehen, wenn sie kommt.“

Steffen Baumgart über Andersson, Schindler und Meré: „Für Kingsley Schindler und Seb Andersson sieht es gut aus. Da haben wir schon das Gefühl, dass sie in den Kader kommen könnten. Jorge Meré ist heute erst eingestiegen, es war so weit gut. Da sollten wir aber noch abwarten. Ich glaube, dass Seb und King auf jeden Fall dabei sein werden.“

Baumgart über Jorge Meré: „Es gibt ein konkretes Angebot“

Steffen Baumgart über Anfrage zu Jorge Meré: „Ich kann bestätigen, dass es eine Anfrage gibt. Ich kann auch bestätigen, dass wir darüber nachdenken und uns darüber unterhalten. Bei Jorge ist es ja immer wieder ein Thema, dass er den Verein gerne verlassen möchte. Das ist jetzt nicht erst unter meiner Regie so gekommen, sondern wir haben oft jedes halbe Jahr das gleiche Gesprächsthema. Es gibt ein konkretes Angebot, über das gesprochen wird. Dementsprechend behandeln wir das auch. Wie wir das auch vorher schon gesagt haben – wir werden uns mit jedem Angebot beschäftigen. Dann müssten wir noch etwas tun und über einen neuen Innenverteidiger nachdenken, sofern das mit Jorge Meré dann passieren sollte. Aktuell ist noch keine Entscheidung gefallen.“

Steffen Baumgart zur Frage, ob es den Bayern an Spielpraxis magelt: „Nein, weil den Bayern keine Spielpraxis fehlt. Ganz im Gegenteil, ich würde sagen, dass sie sogar überspielt sind. Das meine ich gar nicht böse, es hat ja auch mit ihrem Terminkalender zu tun. Die meisten Bayern-Spieler haben im Jahr zwischen 60 oder 70 Spiele. Das zeigt die enorme Leistung, die Bayern jedes Jahr abruft. Sie machen es immer auf höchstem Niveau. Ich glaube nicht, dass ihnen Spielpraxis fehlt. Es fehlt vielleicht die ein oder andere Trainingseinheit. Das ändert aber nichts an der Qualität der Bayern. Ich glaube, bis auf ein oder zwei verletzte Spieler sind alle aus der Quarantäne zurück. Deswegen gehe ich davon aus, dass sie auf einen sehr großen und sehr guten Kader zurückgreifen können.“

Steffen Baumgart über das Hinspiel: „Erst mal haben wir gezeigt, dass man im Fußball immer zurückkommen kann. Das hat gar nichts mit dem Gegner zu tun. Man muss einfach dranbleiben. Gegen Bayern war es so ein Spiel. Die Jungs haben es in der Hinserie immer wieder gezeigt, dass es Spiele gibt, wo du in Rückstand gerätst und dranbleiben musst. Am Ende haben wir das eine oder andere Spiel auch drehen können. Das ist wichtig. So ein Spiel kann auch helfen. Wenn du gegen Mannschaften spielst, die das Nonplusultra sind, geht es nicht nur um den Vergleich mit der Mannschaft, sondern um zu sehen, was gut ist und was noch fehlt.“

Steffen Baumgart über das Personal: „Andersson, Schindler und Meré sind wieder ins Training eingestiegen.“

Steffen Baumgart über das System gegen die Bayern: „Unabhängig vom Ergebnis geht es darum, dass wir uns steigern und verbessern wollen. Wir versuchen einfach, diesen großen Abstand zu den Bayern geringer werden zu lassen. Das hört sich erst mal komisch an, aber es geht einfach darum, sich mit denen zu messen, die das seit Jahren sehr gut machen. Wir versuchen schon, unseren Fußball umzusetzen und wissen, dass das gegen die Bayern schwerer ist. Wir werden in der einen oder anderen Situation automatisch etwas tiefer stehen, aber grundsätzlich bleiben wir bei unserer Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen.“

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