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„Habe das Gefühl, dass er weg will“ Baumgart bestätigt Merés Wechselwunsch – FC sucht Alternative

Jorge Meré im Training des 1. FC Köln

Jorge Meré (hier am 12. Dezember 2021) will den 1. FC Köln verlassen.

Jorge Meré liegt ein Angebot von CF América vor. Der Klub aus Mexiko würde den Verteidiger des 1. FC Köln gerne im Winter kaufen. Sollte der FC den Spanier abgeben, bräuchte Steffen Baumgart dringend einen Ersatz.

Dafür, dass es ein ruhiger Transfer-Winter beim 1. FC Köln werden sollte, ist ganz schön Bewegung im Kader – vor allem in der Abwehr. Nach dem USA-Abgang von Vizekapitän Rafael Czichos (31/Chicago Fire) und der Vertragsauflösung von Talent Sava Cestic (20/ mittlerweile HNK Rijeka) droht dem FC der nächste Abgang in der Verteidigung.

Denn Jorge Meré (24) will den FC verlassen! Das bestätigte Steffen Baumgart (50) am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen den FC Bayern München (15. Januar 2022, 15.30 Uhr, Sky und im Liveticker auf EXPRESS.de). „Ich habe das Gefühl, dass er wechseln will“, sagte der FC-Trainer: „Wir haben alle halbe Jahre das gleiche Gesprächsthema. Er hat jetzt zum wiederholten Mal gesagt, dass er den Verein verlassen möchte.“

Meré plant die Köln-Flucht Richtung Mexiko! Denn Spitzenklub CF América buhlt intensiv um die Dienste des Spanier. Der Klub aus Mexiko-Stadt ist bereits beim FC vorstellig geworden, die Verhandlungen über einen Verkauf sind in vollem Gange. „Es gibt ein konkretes Angebot, über das gesprochen wird. Wir werden uns damit beschäftigen“, sagte Baumgart und erteilt Meré damit quasi die Wechsel-Erlaubnis.

Mexikanische Medienberichte, wonach Meré bereits den Medizincheck absolviert hätte, dementierte Baumgart aber: „Es ist noch keine Entscheidung gefallen.“

Denn Meré weilt aktuell gar nicht in Mexiko, stattdessen stieg der ehemalige U21-Nationalspieler nach seiner Erkrankung am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining ein. Ob es für einen Kaderplatz gegen die Bayern reichen wird, ließ Baumgart noch offen. Wenn Meré denn am Wochenende überhaupt noch Spieler des 1. FC Köln ist. 

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Es wäre das Ende einer insgesamt unglücklichen Liaison. Meré war 2017 für sieben Millionen Euro von Sporting Gijon zum FC gewechselt, hatte seinen Vertrag zwischenzeitlich bis 2023 verlängert, war aber unter diversen Trainern nie richtig glücklich am Geißbockheim geworden. Nun deutet 18 Monate vor Vertragsende alles auf eine Trennung hin. Der FC rechnet sich dabei eine siebenstellige Ablöse-Summe aus. 

Ex-Real-Profi will Jorge Meré nach Mexiko locken

Meré ist der absolute Wunschspieler von América-Trainer Santiago Solari (45). Der Argentinier, der während seiner Spieler-Karriere unter anderem bei Real Madrid und Inter Mailand spielte, hat spanische Wurzeln und arbeitete fünf Jahre im Nachwuchs der Königlichen, kennt sich auf dem spanischen Markt also bestens aus. Dazu spielt mit Álvaro Fidalgo (24) ein guter Freund Merés im Team, beide sind in Oviedo geboren.

Sollte sich der Spanier für die inzwischen dringend notwendige Luft-Veränderung entscheiden, müsste der FC noch mal auf dem Transfermarkt aktiv werden. Denn das Risiko, den Rest der Saison mit einer noch weiter ausgedünnten Personaldecke in der Abwehr zu bestreiten, wäre wohl zu hoch. „Wenn wir ihn abgeben, dann würden wir uns auf dem Markt nach einer Alternative umsehen“, bestätigte Baumgart.

Wunschkandidat Sebastian Schonlau (27) vom HSV, mit dem Baumgart erfolgreich beim SC Paderborn zusammen arbeitete, dürfte im Winter allerdings nicht zu kriegen sein. Der FC fahndet nach einer kostengünstigeren Alternative. 

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