„Tut uns als Team nicht gut“ Frust statt FC-Tore: Was Gisdol jetzt von Dennis fordert

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Emmanuel Dennis wartet weiter auf sein erstes Bundesliga-Tor für den 1. FC Köln.

Köln – Er soll den 1. FC Köln zum Klassenerhalt schießen – doch Leih-Stürmer Emmanuel Dennis (23) hat trotz viel Spielzeit weiterhin mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen! Bei der 0:1-Niederlage gegen den VfB Stuttgart hätte er dem FC am Samstagnachmittag (20. Februar) zumindest einen Punkt sichern können. Stattdessen gab es nach Abpfiff deutliche Worte von Chefcoach Markus Gisdol (51).

  • Emmanuel Dennis wartet weiter auf erstes Bundesliga-Tor für 1. FC Köln
  • Abstimmung mit FC-Kollegen passt nicht
  • Markus Gisdol missfällt Dennis' Körpersprache

1. FC Köln: Emmanuel Dennis verpasst 1:1 gegen VfB Stuttgart

Plötzlich war sie da, die große Chance auf das erste Bundesliga-Tor: Nach starkem Pass des eingewechselten Max Meyer (25) sprintete Dennis dem 1:1-Ausgleich entgegen, ließ am Fünfer noch VfB-Verteidiger Waldemar Anton (24) gekonnt aussteigen – ballerte den Ball dann aber über den Kasten!

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So blieb der nigerianische Nationalspieler auch im vierten Liga-Einsatz für den FC ohne Treffer.

Vor Meyers Traumpass hatte sich allerdings wieder deutlich gezeigt, wie sehr es in der Abstimmung zwischen Dennis (ausgeliehen vom FC Brügge) und seinen neuen Kollegen noch hakt.

Markus Gisdol: Emmanuel Dennis setzt sich selbst unter Druck

Vor allem in Halbzeit eins war ihm der Frust anzusehen: Mit jedem Ball, der nicht bei ihm ankam, wirkte Dennis genervter und demonstrierte seine Unzufriedenheit mehrfach mit deutlichen Gesten. Mit Marius Wolf (25) lieferte er sich nach einem Fehlpass sogar ein kleines Wortgefecht.

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Mit Gesten wie dieser demonstrierte Emmanuel Dennis am 20. Februar 2021 gegen den VfB Stuttgart für jeden sichtbar seine Unzufriedenheit.

Szenen, die Gisdol nicht entgangen sind. Kölns Coach, der Dennis' FC-Start im Vorfeld der Partie noch gelobt hatte, hat einerseits Verständnis, sagt: „Er ist eben sehr emotional, möchte gerne die Bälle haben. Stürmer sind so geprägt.“

Doch Gisdol macht Dennis auch klar, dass er sich eine andere Körpersprache wünscht! „Dass er sich damit manchmal auch ein bisschen mehr unter Druck setzt, wenn er eine schlechte Geste an den Tag legt und jeder im nächsten Moment auf ihn schaut: 'Macht er ihn jetzt fest?' –  diese Dinge müssen wir vermeiden. Das tut uns als Team nicht gut.“

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Markus Gisdol: „Darüber müssen wir sprechen“

Gisdol will deswegen das Gespräch mit seinem heiß ersehnten Winter-Neuzugang suchen: „Die Körpersprache und sowas sind Dinge, die unserer Mannschaft nicht gefallen und darüber müssen wir sprechen. Wir können das nur gemeinsam lösen. Wir müssen uns bewusst sein, welche Laufwege Dennis uns in Zukunft bieten kann, und diese auch besser nutzen. Das ist ein Zusammenspiel zwischen ihm und der gesamten Mannschaft. Da ist sicher noch Luft nach oben.“

Heißt: Hier ist mehr Miteinander und harte Arbeit statt Frust gefordert! Und auch Gisdol selbst ist gefragt – denn bisher kann der Trainer den Nigerianer nicht gewinnbringend einbauen.

Sportchef Horst Heldt (51) sagt: „Er braucht Zeit, um sich an die Bundesliga zu gewöhnen. Die Zeit haben wir natürlich nicht, das ist die Schwierigkeit. Aber wir müssen uns gedulden. Er hätte das Tor gegen Stuttgart machen können, wenn er den Ball richtig trifft, das hatte nichts mit Feinjustierung zu tun.“

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Was am Samstag erneut passte, war Dennis' Fleiß (knapp mehr als elf Kilometer gelaufen) und seine Arbeit nach hinten. In der ersten Halbzeit bekam er für eine Balleroberung am eigenen Strafraum Szenenapplaus von den Verantwortlichen auf der Bank und der Tribüne.

Geholt hat man den Stürmer aber eigentlich für Tore...

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