Stuttgart-Talfahrt geht weiterBruno Labbadia vor dem Aus – Ex-Kölner Favorit auf Nachfolge beim VfB

Trainer Bruno Labbadia von VfB Stuttgart agiert an der Seitenlinie.

1. April 2023: Bruno Labbadia, Trainer des VfB Stuttgart beim 0:3 bei Union Berlin.

Fünf Spiele in Serie ohne Sieg in der Bundesliga, darunter drei Niederlagen. Nach dem 0:3 bei Union Berlin will der VfB Stuttgart offenbar reagieren. Kommt ein neuer Trainer?

Die Talfahrt geht weiter! Der VfB Stuttgart „festigte“ den letzten Tabellenplatz am Samstag, 1. April 2023, mit dem 0:3 bei Union Berlin.

Fünf Spiele in Folge ohne Sieg, darunter vier Pleiten. Nach 26 Spieltagen hat der VfB nur 20 Pünktchen und die Bosse keine Nerven mehr. Jetzt soll Trainer Bruno Labbadia (57) vor dem Abschuss stehen.

VfB Stuttgart: Nächster Trainer-Wechsel? Gisdol wird gehandelt

Sportdirektor Fabian Wohlgemuth (43) vermied nach dem Spiel ein klares Bekenntnis zu Labbadia. „Aus dem Frust und der Emotion heraus zu Personalfragen nach dem Spiel Stellung zu nehmen, macht überhaupt keinen Sinn“, sagte Wohlgemuth.

Alles zum Thema Markus Gisdol

Laut „Bild“ könnte Markus Gisdol (53) ein Favorit auf die Nachfolge sein. Gisdol trainierte schon die TSG Hoffenheim, den Hamburger SV oder den 1. FC Köln. Zwischen 2005 und 2007 war er für die U17 des VfB Stuttgart zuständig. Folgt jetzt die Rückkehr zum VfB in einer ganz schwierigen Phase? Laut Sky sei auch U19-Trainer Nico Willig, der 2019 schon als Interimscoach ausgeholfen hatte, ein Kandidat sein.

Gisdol ist in Geislingen an der Steige, südöstlich von Stuttgart geboren. Ende Februar warnte er den VfB noch im Abstiegskampf, als er im Sport1-Doppelpass sagte: „Es kommt auf die Charaktere der Spieler an. Ich glaube, dass Mannschaften, die unten stehen, wie Bochum, Schalke und so weiter, schon erkannt haben, welche Eigenschaften in jedem Spiel benötigt werden. Bei Stuttgart bin ich mir da noch nicht ganz sicher, dass jeder Spieler weiß, welche Eigenschaft notwendig ist, um in dieser Liga zu bleiben.“

Gisdol damals weiter: „Die anderen werden dich auffressen, wenn du es nicht machst.“ Schalke hatte zuvor 2:1 gegen Stuttgart gewonnen. Fakt ist: Mit Labbadia, der den VfB erst am 5. Dezember 2022 übernommen hatte, wird Stuttgart auch nicht glücklich.

Ein weiterer Trainerwechsel steht nun wohl an, nachdem im Oktober Pellegrino Matarazzo (45) gehen musste, zunächst übernahm Michael Wimmer (42), dann kam Labbadia, der nun mit seinem Latein am Ende scheint.

„Wenn man die Gesamtgemengelage bewertet: Wir hatten drei Trainer alle mit einem sehr unterschiedlichen Profil. Das heißt, wir werden den Alleinschuldigen nicht finden. Deshalb gehen wir morgen in die Analyse, reden in Ruhe darüber. Heute werden wir erstmal die Emotionen und den Frust aus den Köpfen kriegen. Dann haben wir keinen klaren Kopf und gehen morgen ins Auslaufen“, sagte Wohlgemuth.Nehmen Sie hier an unserer Umfrage teil:

Labbadias Bilanz ist jedenfalls unterirdisch: In elf Bundesliga-Spielen gab es nur einen Sieg, bei sieben Niederlagen. Am Samstag stand er nach dem 0:3 bei Union völlig durchnässt im Regen. Zuvor wurde seine Mannschaft zerlegt: Unions Torjäger Sheraldo Becker (51.), Kevin Behrens (65.) und ein Eigentor des Ex-Unioners Genki Haraguchi (68.) sorgten für klare Verhältnisse.

„Wir sind vielleicht nicht konsequent genug. Wir haben noch genug Spiele und müssen uns alle den Arsch aufreißen“, sagte Torhüter Fabian Bredlow (28). Gut möglich, dass die restlichen Spiele mit einem neuen Trainer stattfinden.

Vielleicht sogar schon am Mittwoch, 5. April 2023, im DFB-Pokal-Viertelfinale beim 1. FC Nürnberg (18 Uhr). In der Liga steht dann am Ostersonntag (9. April) der Abstiegs-Thriller beim VfL Bochum (17.30 Uhr) an. Es müssen Punkte ins VfB-Nest... (ubo)