FC-Neuzugang Meyer im Wartestand Gisdol-Ansage: „Kann keine Spielminuten verschenken“

Neuer Inhalt (2)

Max Meyer (l.) am 17. Februar 2021 im Training des 1. FC Köln

Köln – Wird Max Meyer (25) für den 1. FC Köln zur erhofften Verstärkung? Bislang durfte der Winter-Neuzugang in der Bundesliga nur ein paar Minütchen ran. Markus Gisdol (51) erklärt vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (Samstag, 20. Februar, 15.30 Uhr), warum Meyer (Vertrag bis Saisonende) noch keine große Rolle spielt.

  • Max Meyer kommt beim 1. FC Köln bisher kaum zum Zug
  • Markus Gisdol hält Einsatzzeit für „völlig normal“
  • So schätzt der FC-Trainer die Entwicklung von Emmanuel Dennis ein

Markus Gisdol: Erwartungshaltung gegenüber Max Meyer „nicht fair“

Beim 3:1-Erfolg gegen Arminia Bielefeld gönnte Gisdol dem Ex-Schalker in der Nachspielzeit ein Mini-Debüt, im Derby bei Borussia Mönchengladbach und in Frankfurt durfte der Mittelfeldmann allerdings nur zuschauen. Lediglich beim Pokal-Aus in Regensburg konnte Meyer Spielpraxis sammeln (64 Minuten), jedoch ohne zu überzeugen. 

Alles zum Thema Markus Gisdol
  • FC-Flop geht in Top-Liga Leih-Stürmer Dennis hat neuen Klub gefunden
  • Nächtliche Anrufe FC-Gremienvertreter erfahren Psycho-Terror – Vorstand reagiert
  • „Dazu stehen wir“ FC-Leihprofis: So geht's für Modeste, Schaub, Koziello & Co. weiter
  • Die FC-Rettungs-Stimmen Timo Horn: „Der FC gehört einfach in die Bundesliga“
  • FC-Saison-Zeugnis Teil I Bornauw und Co. – diese Noten verdienten sich die Defensiven
  • Neuer Klub verraten? FC-Profi heizt Wechselgerüchte mit Foto im Galatasaray-Trikot an
  • FC-Saison-Zeugnis Teil II Diese Noten verdiente sich die Offensive – eine Sechs
  • „War ein Fehler von mir“ Ex-Boss Heldt über Gisdol, Flop-Transfers und Enttäuschung
  • Erste Baumgart-Woche beim FC Was schon Bock auf mehr macht – was Sorgen bereitet
  • FC zurück in Köln Pause & neue Generalprobe: So geht's nach dem Trainingslager weiter

„Über Max' Verpflichtung sage ich erst mal: Okay, gut, er kann uns helfen“, erzählt Gisdol und holt dann aus: „Aber er kommt hier in den laufenden Spielbetrieb rein, wo alle voll im Saft stehen. Wir haben auf seiner Position mit Ellyes Skhiri, Elvis Rexhbecaj und Salih Özcan drei Spieler, die aktuell sehr gut performen. Dann kommt ein neuer Spieler mit einer riesigen Erwartungshaltung von außen und der soll sofort einen von diesen Jungs wegdrücken können, obwohl er zuletzt ganz, ganz wenig Spielpraxis auf höchstem Niveau hatte? Diese Erwartungshaltung ist ihm gegenüber nicht fair.“

Der FC-Trainer macht klar: „Ich kann derzeit keine Spielminuten verschenken, wenn ich denke, es hilft noch nicht optimal. Max muss die Wettkampfhärte über das Training entwickeln.“ Eine klare Ansage!

Markus Gisdol: Max Meyer keine „selbstverständliche Verstärkung“

Gleichzeitig betont Gisdol, dass Meyers Situation für ihn nicht überraschend kommt: „Für mich sind seine Einsatzzeiten derzeit völlig normal, und dass er sich hinten einreihen muss. Aber Max strengt sich unglaublich an im Training. Wenn er diesen Weg weitergeht, ist alles in Ordnung, wir haben noch 13 Spiele. Es war klar, dass er keine kurzfristige und selbstverständliche Verstärkung ist.“

EXPRESS hatte nach der Pleite in Frankfurt darüber berichtet, dass Verstärkung für das zentrale Mittelfeld im Winter-Transferfenster ohnehin nicht auf Gisdols Wunschzettel gestanden hatte.

Neuer Inhalt (2)

FC-Trainer Markus Gisdol während der Vorbereitung auf den VfB Stuttgart

Der Coach bestätigte nun, dass es intern durchaus verschiedene Meinungen gab: „Horst und ich diskutieren kontrovers, auch über Spieler. Am Ende trifft man immer eine gemeinsame Entscheidung, hinter der alle stehen. Horst hat noch keine Entscheidung getroffen, die ich nicht gerne hätte, wir gehen einen gemeinsamen Weg.“

Jetzt neu: Der Spieltags-EXPRESS. Der Newsletter über den 1. FC Köln bereitet Sie perfekt auf die anstehende Partie vor. Jetzt anmelden!

Da sich Meyer, der seinen auslaufenden Vertrag bei Premier-League-Klub Crystal Palace vor seinem ablösefreien FC-Wechsel aufgelöst hatte, bis Saisonende mit einem Gehalt von 250.000 Euro begnügt, hält sich das finanzielle Risiko des Bundesliga-14. in Grenzen.

Markus Gisdol lobt Emmanuel Dennis' Start beim 1. FC Köln

Kölns zweiter Winter-Neuzugang Emmanuel Dennis (23, ausgeliehen von FC Brügge) ist anders als Meyer gesetzt, stand in allen drei Liga-Spielen nach seinem Wechsel in der Startelf. Beim Pokal-Aus in Regensburg konnte der Nigerianer, dem noch die Bindung zum FC-Spiel fehlt, seinen ersten Treffer bejubeln.

FBD486AC-5D0B-4AF6-B7F8-AC10A0D27C52

Emmanuel Dennis bereitete sich am Mittwoch (17. Februar) mit dem 1. FC Köln auf das Spiel gegen den VfB Stuttgart vor.

„Es ist mehr als ordentlich, was er bisher abgeliefert hat“, lobt Gisdol und erklärt: „Er lauert sehr oft an der Abseitsgrenze, um sein Tempo ausspielen zu können. Die Mannschaft und er müssen sich ein Stück weit kennenlernen. Wenn man wenig Anlaufzeit hat, muss sich das über die Spiele ergeben. Er hat aber eine gute Spielfitness mitgebracht und sofort Spielzeit bekommen, da seine Position bei uns sehr vakant war.“

Ohne Ball ist Dennis extrem fleißig, spult auf 90 Minuten gerechnet deutlich mehr Kilometer ab (11,51) als beispielsweise Anthony Modeste (9,81) oder Sebastian Andersson (10,88).

Emmanuel Dennis: Fleißiger Läufer und Spaßvogel

Gisdol freut sich über „sehr starke Laufleistungen“ und hat Verständnis, „dass noch nicht alle Situationen optimal klappen“.

Jetzt Gutschein für den Fanshop des 1. FC Köln gleich hier im EXPRESS-Gutscheinportal sichern

Zumal sich Dennis schnell entwickeln will und den Coach im Training immer wieder um Hilfe bittet. Außerdem nimmt er auch neben dem Platz eine Rolle ein, für die früher mal Tony Modeste zuständig war. Gisdol: „Er ist ein Charakter, der uns guttut, ein Spaßvogel. Er lockert die Situation in der Kabine auf. Es ist schön, dass wir ihn für uns gewinnen konnten.“

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.