Kommentar zum Van-Bommel-Aus beim VfL Wolfsburg Nach Schmadtkes Partys geht's bergab

VfL Wolfsburgs Geschäftsführer Jörg Schmadtke auf der Tribüne der Volkswagen-Arena.

VfL Wolfsburg: Manager Jörg Schmadtke, hier beim Spiel am 2. Oktober 2021 gegen Borussia Mönchengladbach, hat Trainer Mark van Bommel entlassen.

Beim VfL Wolfsburg muss Trainer Mark van Bommel früh gehen. Doch bei den Niedersachsen könnte das Problem auch an anderer Stelle liegen: Wölfe-Boss Jörg Schmadtke stürzte oft nach großen Erfolgen jäh ab, da könnte sich Geschichte wiederholen, glaubt unser Autor in seinem Kommentar.

Wolfsburg. „Oben zu bleiben ist viel schwieriger als nach oben zu kommen“, sagte neulich der frühere FC-Coach Christoph Daum (67) im Gespräch mit EXPRESS.de – und würdigte damit die Leistung des Rekordmeisters FC Bayern München.

Bei diesem Satz kann man schnell an Jörg Schmadtke (56) denken.
Denn bei dem früheren FC-Manager scheint genau dass das große Problem zu sein. Jetzt wieder beim VfL Wolfsburg, wo mit Mark van Bommel (44) der Trainer erneut früh gehen muss. Aber die Probleme könnten tiefer liegen. Oder höher. Beim Geschäftsführer selbst.

Wolfsburg's Ex-Trainer Mark van Bommel.

Trainer Mark van Bommel wurde nach der Niederlage gegen den SC Freiburg am 23. Oktober 2021 in Wolfsburg entlassen.

Jörg Schmadtke: Absturz nach Erfolgen

Immer wieder schaffte es Schmadtke, hungrige Mannschaften zu formen, die ihre Ziele übertrafen. Er führte Aachen in den Europacup, Hannover sogar zweimal, auch den 1. FC Köln brachte der knurrige Macher aus der zweiten Liga nach 25 Jahren wieder nach Europa.

Als der FC auf dem Weg dorthin auf dem Tivoli spielte, wunderte sich Schmadtke im Beisein von Journalisten, dass er in dem neuen Stadion mit keinem Wort erwähnt wurde. Vielleicht ja, weil der Absturz der Alemannia bereits während des Stadionbaus begonnen hatte. Und das ist längst nicht das einzige Beispiel: Nach den Partys gehts bergab. Auch Hannover 96 kam nicht mehr auf die Beine, nachdem sich Schmadtke dort weggeschmollt hatte.

Atemberaubender Sturzflug des 1. FC Köln

In Köln war der Absturz atemberaubend, mitten in schwerer See ging Schmadtke mit der Mega-Abfindung von 3,3 Millionen Euro.
Und nun in Wolfsburg? Da hat sich der Düsseldorfer bereits mit zwei Trainern überworfen (Labbadia und Glasner), die alten Scouts murren, weil Sohn Nils (32) inzwischen die Fäden in der Hand hält, und als Co-Trainer hat sein Kumpel Michael Frontzeck (57) einen Platz gefunden. Geholfen hat das nicht, eher im Gegenteil.

Nach dem peinlichen Pokal-Aus wegen eines Wechselfehlers werden die Wölfe trotz Vier-Siege-Start nun in der Liga durchgereicht, und auch in der Champions League ist das Team noch sieglos. Van Bommel musste nun gehen. Ob der Trainer das Problem war oder Schmadtkes nächster Sturzflug gerade erst begonnen hat, werden die nächsten Wochen zeigen. 

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