Der große Aufreger in der 3. Liga beschäftigt Mario Basler auch am Tag danach: Der frühere Bayern-Star forderte Konsequenzen.
Tumulte nach dem SpielMario Basler fordert lange Sperre für Schiedsrichter
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Ganz bitterer Arbeitstag für Schiedsrichter Ben Henry Uhrig (25). Der Hamburger leitete am Sonntag (15. Februar 2026) das Spiel zwischen Energie Cottbus und Waldhof Mannheim (1:1) in der 3. Liga, das ihm in der Schlussphase spürbar aus den Händen glitt.
Tief in der Nachspielzeit köpfte Nyamekye Awortwie-Grant (25) nach einer Ecke das vermeintliche 2:1, Torhüter Thijmen Nijhuis (27) konnte den Ball erst deutlich hinter der Linie aus dem Tor kratzen. Doch Uhrig entschied sich nach kurzem Zögern gegen den Pfiff und versagte dem Treffer die Anerkennung. Das ließ die Stimmung im Stadion der Freundschaft hochkochen, es kam zu Tumulten auf dem Platz.
Wollitz verteidigt Schiri nach Rudelbildung
Torlinientechnik oder den VAR haben die Schiris in der 3. Liga nicht zur Verfügung, entsprechend blieb die Fehlentscheidung bestehen. Während Schiri-Talent Uhrig sich am meisten über die falsche Einschätzung geärgert haben dürfte, nahm ihn Cottbus-Trainer Pele Wollitz (60) nach dem Spiel sogar noch in Schutz.
„Wenn es einer sehen kann, dann der Assistent, der hat die beste Sicht“, erklärte der frühere Bundesliga-Profi, der bei der Rudelbildung zuvor noch mitgemischt hatte.
Grundsätzlich beklagte Wollitz dann: „Die Schiedsrichter in Deutschland haben mittlerweile den schwersten Job durch die ganzen Diskussionen. Sie werden von den Verantwortlichen auch nicht so frei begleitet, dass sie freier und überzeugter auftreten. Sie sind alle total verunsichert.“
Die volle Breitseite für Uhrig gab es dann am Folgetag von Ex-Nationalspieler Mario Basler (57). Der ärgerte sich in seinem Podcast „Basler ballert“ über die Fehlentscheidung und tobte: „So was Unfassbares habe ich noch nie gesehen!“
Beim fehlenden Durchblick rund um das aberkannte Tor gab er zwar dem Linienrichter die Hauptschuld, Uhrig habe ihn mit seiner Spielleitung aber auch nicht überzeugen können. „Da musst du wirklich hinterher fragen, ob die noch den richtigen Job machen“, schimpfte Basler.
Er forderte gar Konsequenzen und preschte vor: „Du musst diesen Schiedsrichter auch jetzt mal sperren, für vier Wochen. Die Trainer nehmen ja auch ihre Spieler raus, wenn sie schlechte Leistungen bringen.“
Auch wenn DFB-Verantwortliche einzelne Fehlentscheidungen ihrer Referees zuletzt durchaus auch öffentlich eingestanden hatten, wäre die von Basler gewünschte Holzhammer-Methode ein komplett neues und kaum vorstellbares Vorgehen – zumindest im deutschen Profi-Fußball.
In Spanien dagegen ist es üblich, dass Schiedsrichter nach einem schwachen Spiel in der sogenannten „Gefriertruhe“ landen und kurzfristig aus dem Verkehr gezogen werden. Vor der Saison hatte Schiri-Chef Fran Soto noch einmal angekündigt, dass die Ansetzungen „nach Leistungen und der Form entschieden werden, nicht nach verbindlichen Quoten“.



