„Schlimmsten Monate der Karriere“ Ex-Profi rechnet nach Türkei-Flucht mit dem VfL Wolfsburg ab

Admir Mehmedi Wolfsburg schaut bedient.

Admir Mehmedi (Wolfsburg) am 29. August 2021 beim Spiel gegen RB Leipzig.

Das nennt man Flucht: Admir Mehmedi spricht nicht gut über seine letzten Monate beim VfL Wolfsburg. In der Türkei ist er nun glücklicher.

In der Bundesliga hat er sich hochgearbeitet: Der Schweizer Admir Mehmedi (30) schaffte es vom SC Freiburg zu Bayer Leverkusen und zum VfL Wolfsburg ins internationale Geschäft. Bei Bayer machte er in elf Champions League-Spielen fünf Tore. Doch die Erinnerungen an seine Zeit beim VfL Wolfsburg sind alles andere als gut.

Am Wochenende (Sonntag, 20. März 2022) spielen seine beiden Ex-Werksklubs gegeneinander. Wolfsburg trifft auf Leverkusen (17.30 Uhr, DAZN). Vor dem Duell rechnet Mehmedi mit den Wölfen ab.

Im Winter ist er zu Antalyaspor in die Türkei geflüchtet. „Ich hatte in Wolfsburg eine wunderbare Zeit – bis auf die letzten sechs Monate. Die letzten sechs Monate in Wolfsburg waren mit die schlimmsten in meiner Karriere“, sagte er gegenüber „Sportbuzzer“.

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Er spürte kein Vertrauen mehr von der Vereinsführung um Jörg Schmadtke (57) und den damaligen Trainer Mark van Bommel (44), auch wenn Mehmedi keine Namen nennt. Für den Champions League-Kader wurde er trotz seiner Erfahrung nicht einmal berücksichtigt. In der Königsklasse konnte Wolfsburg nur einen Sieg verbuchen und nach acht sieglosen Pflichtspielen in Folge wurde van Bommel Ende Oktober 2021 entlassen. Für ihn übernahm Florian Kohfeldt (39).

Mehmedi über Wolfsburg: Menschlich von einigen Leuten enttäuscht

„Ich bin menschlich schon ein bisschen von einigen Leuten enttäuscht, wie das Ganze abgelaufen ist. Das darf ich, denke ich, auch so sagen. Es ist halt schon ein bisschen komisch, wenn ein Spieler, der über drei, dreieinhalb Jahre fast immer Stammspieler war, wenn er fit war, plötzlich keine große Rolle mehr spielt“, berichtet Mehmedi.

Seine Degradierung bei den Wölfen konnte er nicht verstehen, die fehlende Rückendeckung machte ihn wütend und ratlos: „Okay, vielleicht hätte es am Ende nicht mehr immer für die Stammelf gereicht. Aber mir kann keiner sagen: Du bist von jetzt auf gleich die Nummer 26 oder 27 im Kader. Da gehe ich nicht mit. Ich konnte damals und kann auch heute nicht verstehen, was im vergangenen Sommer passiert ist.“

Mehmedi fühlte sich regelrecht „abgestempelt: Man konnte machen, was man wollte. Man war einfach hinten dran, war machtlos. Das war einfach nur enttäuschend für mich.“ Er zog die Reißleine und ging im Winter in die Türkei. Unter dem dortigen Trainer Nuri Sahin (33) blühte er wieder auf.

Aktuell plagt ihn eine Muskelverletzung. „Grundsätzlich war es der richtige Schritt für mich. Ich werde hier wertgeschätzt und habe einen guten Draht zum Trainer, der mich menschlich und sportlich schätzt. Das tue ich auch“, erzählt der ehemalige Wolfsburger, „Wir haben einen spannenden Kader, spielen einen attraktiven Fußball. Es macht einfach Spaß. Die ersten Wochen haben mich darin bestätigt, den richtigen Schritt gemacht zu haben.“

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