2

Unfassbare ZahlSo viele Fußballer greifen regelmäßig zu Schmerzmitteln

Eine Studie zeigt jetzt den Pillen-Konsum im Deutschen Profi-Fußball

Copyright: picture alliance / dpa

Eine Studie zeigt den Pillen-Konsum, wie auf dem Symbolbild von Tabletten von 2013, im deutschen Profi-Fußball.

Bonn – Es sind unglaubliche Zahlen, die die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) jetzt veröffentlichte. Es ist das Ergebnis einer Studie, die fünf Spielzeiten im Deutschen Profi-Fußball umfasst und zeigt: Der Griff zur Pille gehört bei vielen Profis zum Alltag.

  1. Anti-Doping-Agentur veröffentlicht Studie zu Profi-Fußballern
  2. Pillen-Einnahme vor Pokal-Spielen besonders beliebt
  3. Medikamenten-Konsum laut Studie klassenunabhängig 

Schmerzmittel-Konsum ist im deutschen Fußball hoch

Über 8344 Doping-Tests aus fünf Spielzeiten (von 2015/16 bis 2019/20) wurden im Rahmen der Studie ausgewertet, die am Montag (8. März) im Fachblatt „Zeitschrift für Sportmedizin” veröffentlicht wurde. 

Das Ergebnis: Durchschnittlich 33 Prozent der Getesteten gaben an, in der Woche vor der Kontrolle Schmerzmittel wie Ibuprofen genutzt zu haben.

Über Dosierung und Anzahl der Medikamente gibt es zwar keine Angaben, doch oftmals sind die Pillen nur mit Rezept zu bekommen.

Pillen-Konsum im Fußball auch in dritter Liga ein Problem

Doch das Problem mit dem Pillen-Konsum ist keineswegs ein Profi-Phänomen, sondern tritt auch in der dritten Liga auf. Hier werden ähnlich viele Medikamente genommen, wie in den erstklassigen Klubs.

Besonders beliebt ist die Einnahme von Medikamenten kurz vor einem DFB-Pokal-Spiel. Hier steigt die Quote auf 40 Prozent. In der Saison 2016/17 war es sogar über die Hälfte aller Befragten, die angab Schmerzmittel genommen zu haben.

Frauen greifen im Fußball öfter zu Medikamenten als Männer

Interessant ist auch, dass Frauen grundsätzlich mehr Schmerzmittel einnehmen als Männer. Grund dafür dürften Beschwerden während der Menstruation sein.

Zumindest in der Junioren-Bundesliga machen die Zahlen Mut. Hier liegt der Konsum nur bei 14 Prozent. Hier scheint die Aufklärungsarbeit der Vereine zu funktionieren.

Dennoch plädiert die NADA-Geschäftsführerin Andrea Gotzmann auch weiterhin für mehr Präventionsmaßnahmen. (sj)

Max Eberl lächelt vor der Trainerbank.
Irre Summen
Bayern-Boss Eberl packt über geplatzte Mega-Deals aus