Deal steht bevor Insider: Kuntz einig mit der Türkei – Co-Trainer-Kandidaten sind alte Bekannte

Stefan Kuntz als Experte beim Bundesligaauftaktspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern München.

Stefan Kuntz, hier am 13. August 2021, betreut die deutsche U21-Nationalmannschaft seit fünf Jahren. Nun soll er den Trainerposten der türkischen Auswahl übernehmen.

Die Gerüchte verdichten sich: Stefan Kuntz soll kurz davor stehen, den Posten als türkischer Nationaltrainer zu übernehmen. Der deutsche U21-Coach war schon zu Verhandlungen in der Türkei.

Istanbul. Ein Engagement des deutschen U21-Erfolgscoaches Stefan Kuntz (58) als neuer türkischer Nationaltrainer soll einem unbestätigten Medienbericht zufolge näherrücken. Kuntz habe sich mit dem türkischen Verband TFF auf einen Dreijahresvertrag geeinigt, schrieb der NTV-Journalist und Ex-Nationalspieler Ridvan Dilmen (59) am Mittwoch (15. September 2021) auf Twitter.

Außerdem werde noch ein Co-Trainer gesucht, der sowohl Deutsch als auch Türkisch sprechen könne. Kandidaten dafür sollen unter anderem der ehemalige Bundesliga-Coach Tayfun Korkut (47), Ex-Hannover-Trainer Kenan Kocak (40) und Mustafa Dogan (45) sein, der während seiner Spielerkarriere unter anderem von 2003 bis 2004 beim 1. FC Köln unter Vertrag stand.

Für den Abschluss des Kuntz-Deals fehlt bislang noch die Freigabe des DFB, bei dem der U21-Coach noch bis 2023 unter Vertrag steht.

Stefan Kuntz hat eine türkische Vergangenheit

Kuntz, Europameister von 1996, kennt die Türkei, war als Aktiver einst Profi von Besiktas Istanbul (1995/96). Nach dem EM-Triumph in diesem Sommer mit der U21 war der einstige Torjäger auch als Bundestrainer der deutschen A-Nationalmannschaft gehandelt worden. Allerdings schenkte der Deutsche Fußball-Bund Ex-Bayern-Coach Hansi Flick (56) als Nachfolger von Joachim Löw (61) das Vertrauen.

Kuntz hatte Anfang September das „Interesse von Verbänden und Klubs“ an seiner Person bestätigt. „Es ist normal, dass einen das zum Nachdenken bringt“, meinte er. Kuntz hatte zuletzt dreimal in Folge mit der U21 das EM-Finale erreicht und dabei zweimal den Titel geholt. Der DFB hat stets auf einen Verbleib seines Erfolgscoaches gehofft.

Die Türkei trennte sich nach sportlicher Talfahrt von Senol Günes

Am 10. September hatte sich der türkische Verband von Senol Günes (69) nach etlichen Misserfolgen getrennt. Dem Coach wurde die sportliche Talfahrt in den vergangenen Wochen und Monaten zum Verhängnis. Auch die Qualifikation für die WM-Endrunde 2022 in Katar ist in Gefahr. In der WM-Qualifikationsgruppe G liegt die Mannschaft nach einer 1:6-Blamage in Amsterdam hinter den Niederlanden und Norwegen nur auf dem dritten Platz.

Die Türkei hatte bei der paneuropäischen EM-Endrunde im Sommer nach drei Niederlagen und nur einem erzielten Treffer stark enttäuscht und war bereits in der Gruppenphase gescheitert. (sid/nb)

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