Fan-Rückkehr in Bayern Söder prescht vor und beendet die Bundesliga-Geisterspiele

Bayerische Staatsregierung verkündet Rückkehr der Fans. Allianz-Arena wieder mit bis zu 10.000 Fans.

Beim Hinspiel gegen den 1. FC Köln am FC Bayern München am 22. August 2021 kehrten im Sommer die Fans in die Allianz-Arena zurück.

In Bayern haben die Geisterspiele ein Ende. Das Landes-Kabinett beschloss, künftig wieder bis zu 10.000 Fans in den Stadien der Bundesliga zuzulassen.

Markus Söder (55) prescht vor und beendet die Geisterspiele: Wie bereits nach den Äußerungen der letzten Tage zu erwarten war, lässt der Ministerpräsident in Bayern die Fans zurück.

In Bayern ist ab Donnerstag (27. Januar 2022) eine Auslastung der Kapazitäten bis 25 Prozent möglich – allerdings bei einer gedeckelten Besucherzahl von höchstens 10.000. Für die Fans gilt die 2G-Plus-Regel (geimpft oder genesen und zusätzlich getestet oder geboostert), außerdem müssen sie eine FFP2-Maske tragen. Dazu gilt ein Alkoholverbot.

Bayern-Ministerpräsident Markus Söder prescht weit vor

Damit haben die Geisterspiele ein Ende, die in Bayern bis zuletzt vorgeschrieben waren. Mit der Neuregelung wagt sich Ministerpräsident Markus Söder (55, CSU) trotz weiter hoher Inzidenzzahlen überraschend weit vor. Eigentlich wollten sich die Staats- und Senatskanzleien bis zum 9. Februar eine bundesweit einheitliche Regelung für überregionale Großveranstaltung finden. Söder hatte aber in den vergangenen Tagen bereits einen bayrischen Alleingang angekündigt.

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Derzeit gelten höchst unterschiedliche Grenzen: In NRW dürfen der 1. FC Köln oder Borussia Dortmund nur 750 Fans ins Stadion lassen, dagegen spielte der 1. FC Magdeburg am Wochenende vor 13.385 Menschen – das sind 50 Prozent Auslastung, wie es in Sachsen-Anhalt erlaubt war. Den Auswärtssieg der Bayern in Berlin durften 3000 Fans verfolgen, in Hamburg waren 2000 Personen zugelassen.

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, sitzt vor Beginn einer Online-Sitzung des bayerischen Kabinetts an seinen Platz vor einer winterlichen Fotowand.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei der Kabinettssitzung am 25. Januar 2022.

Zuletzt hatten die wichtigsten deutschen Profiligen (Fußball, Handball, Basketball, Eishockey) in einem Schreiben an das Kanzleramt und die Ministerpräsidenten und -präsidentinnen ein Ende von Pauschalverboten gefordert, da sie ohne die Einnahmen zunehmend um ihre Existenz fürchten müssen.

Bayern-Vorstand Oliver Kahn fordert Lösungen für den Sport

Söder rechtfertigte die Lockerungen trotz der stark steigenden Neuinfektionen damit, dass die Omikron-Welle das Gesundheitssystem weit weniger stark belaste als noch die Welle mit der Delta-Variante.

Bayern-Vorstandschef Oliver Kahn(52) hatte schon am Montagabend auf ein Ende der seit Anfang Dezember wieder stattfindenden Geisterspiele gehofft: „Wir müssen vernünftige Lösungen für alle Lebensbereiche finden, auch im Sport.“

Sollte die Politik bei der Frage rund um die Zuschauerinnen und Zuschauer bis zur ausgerufenen Deadline am 9. Februar keine befriedigende Antwort geben, droht der Sport endgültig auf Konfrontationskurs zu gehen. Vor allem Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (62) von Borussia Dortmund wetterte massiv und kündigte sogar die Prüfung juristischer Schritte an.

DFL erwartet konkrete Lösungsansätze

Allen voran die Deutsche Fußball Liga (DFL) möchte höchstens noch zwei Wochen die Füße still halten. Es sei „weiterhin nicht nachvollziehbar, dass der Profisport aktuell an vielen Stellen objektiv schlechter gestellt ist als andere Lebensbereiche“, sagte DFL-Chefin Donata Hopfen (45): „Wir gehen davon aus, dass bis zum 9. Februar konkrete Lösungsansätze vorliegen – und sind gerne bereit, daran mitzuarbeiten.“ (ach/msw)

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