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Abflug statt Ära? Kovac bangt um Wolfsburg-Job – Nachfolger aus der Bundesliga steht bereit

Niko Kovac steht vor dem Spiel des VfL Wolfsburg bei Eintracht Frankfurt im Stadion

Niko Kovac, hier am 10. September 2022 vor dem Bundesliga-Gastspiel bei Eintracht Frankfurt, hat beim VfL Wolfsburg bereits einen schweren Stand.

Der VfL Wolfsburg hat einen Stotter-Start in der Bundesliga hinter sich und kommt auch unter Niko Kovac nicht ins Rollen. Der Kredit des erst im Sommer geholte Coach beginnt bereits empfindlich zu bröckeln.

Beim VfL Wolfsburg war er angetreten, um eine kleine Ära einzuläuten und den kriselnden Klub aus der Autostadt wieder nach Europa zu führen. Doch nach gerade einmal sieben wackligen Bundesliga-Auftritten und einem mauen Pokal-Auftritt wackelt Niko Kovac (50) bereits bedenklich.

Der Kroate, mit Eintracht Frankfurt Pokalsieger und beim FC Bayern trotz anhaltender Kritik Double-Gewinner, holte mit dem teuren VfL Kader erst fünf Punkte aus sieben Spielen und steht bereits unter intensiver Beobachtung. Ein möglicher Nachfolger aus der Bundesliga stünde wohl schon bereit.

VfL Wolfsburg: Niko Kovac schon unter Druck

Der Ärger um das Aus von Max Kruse (34), der vergangene Spielzeit noch als Spielgestalter lieferte, die fehlende Entwicklung des gewünschten Spielsystems und mehrere öffentliche Aussagen, die der Wolfsburger Führung angeblich gar nicht gefallen haben: Die ersten Monate von Niko Kovac am Mittellandkanal sind alles andere als glücklich.

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So verwundert es nicht, dass Kovac laut „Sport Bild“ längst nicht mehr allzu fest im Sattel sitzen soll. Wie schnell es für einen neuen Trainer in Wolfsburg gehen kann, erlebte vergangene Saison bereits Mark van Bommel (45) mit der Entlassung nach nur 115 Tagen im Amt.

Bei Kovac kommt neben der sportlichen Misere hinzu, dass die Klub-Bosse sich über sein jüngstes Lob an Ex-Arbeitgeber Eintracht Frankfurt sowie Aussagen zu möglichen Existenzängsten bei Fußballern in Zeiten großer finanzieller Sorgen vor allem für Geringerverdienende geärgert haben sollen.

VfL Wolfsburg: Bundesliga-Nachfolger für Kovac im Visier?

Wird im Hintergrund schon an einer möglichen Nachfolge-Lösung gearbeitet? Zumindest wäre die Leitung zu einem Kandidaten, der nicht nur auf den ersten Blick nach Wolfsburg passen würde, kurz. Denn der in Bochum nach dem sechsten Spieltag ausgeschiedene Thomas Reis (48) besitzt bereits Wolfsburg-Erfahrung.

Bereits im Mai, als der Kohfeldt-Nachfolger gesucht wurde, sagte der damals noch in Bochum aktive Reis erstaunlich offen: „Dass ich eine enge Beziehung zum VfL Wolfsburg habe, ist bekannt. Schließlich war ich dort viele Jahre als Junioren-Trainer tätig. Sollte es eine Anfrage geben, würde ich mir alles anhören.“

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Vor seiner drei Jahre andauernden Erfolgsgeschichte als Trainer in Bochum hatte Reis drei Jahre lang die Wolfsburger U19 trainiert, empfahl sich damit für Höheres. Und ab Februar ist ausgerechnet Sebastian Schindzielorz (43) als Sportdirektor Teil der Vereinsführung.

VfL Wolfsburg: Bochumer Gespann als Erfolgs-Lösung?

Der frühere Bundesliga-Profi hatte Reis 2019 erst nach Bochum geholt und mit dem Coach ein Erfolgs-Gespann gebildet, das den Klub zurück in die Bundesliga und dann zum überraschenden Klassenerhalt geführt hatte.

Thomas Reis steht nach seinem letzten Spiel als Trainer des VfL Bochum bei der Niederlage auf Schalke am Spielfeldrand

Thomas Reis am 10. September 2022 nach seinem letzten Spiel als Trainer des VfL Bochum bei der Niederlage auf Schalke.

Kurz vor dem Reis-Aus war er aus seinem Amt ausgeschieden, weil er seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern wollte, unterschrieb zuletzt wie erwartet in Wolfsburg.

Der Blick auf den Trainermarkt verbessert die Position von Kovac in Wolfsburg damit zweifellos nicht. Schon das Heimspiel im Kellerduell gegen den als 16. ebenfalls enttäuschend gestarteten VfB Stuttgart am Samstag (1. Oktober) könnte seine Position weiter schwächen. Punkte sind für den aktuellen Vorletzten definitiv Pflicht, um zumindest vorläufig etwas Feuer aus der Trainer-Debatte zu nehmen. (bc)

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