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„Ich habe Gespräche geführt“ Nach Impfpass-Skandal: Anfang schon nächste Saison bei neuem Klub?

Markus Anfang schaut sich nach seiner Vorstellung, im Weserstadion um.

Markus Anfang, hier am 6. Juni 2022, führt wieder Gespräche mit neuen Klubs.

Markus Anfang hat mit seinem gefälschten Impfpass Ende 2021 für einen Skandal gesorgt, wurde anschließend unter anderem zu einem Berufsverbot verdonnert. Nun führt er schon wieder Gespräche mit neuen Klubs.

Werder Bremen ist nach einem Jahr Abstinenz wieder zurück in der Bundesliga! Das Team von Ole Werner (34) schaffte am Sonntag (15. Mai 2022) den direkten Wiederaufstieg aus dem deutschen Unterhaus.

Doch Werner übernahm die Bremer erst am 15. Spieltag, zuvor war Markus Anfang (47) Chefcoach des SVW. Der hatte sich mit seinem Impfpass-Skandal aber selber ins Aus geschossen.

Markus Anfang: „Dass ich nicht dabei bin, habe ich mir selbst zuzuschreiben“

Einen großen Anteil am Bremer Aufstieg will er sich selber nicht anrechnen, wie Anfang am Montag (16. Mai 2022) im Sport1-„Doppelpass“ zur 2. Bundesliga sagte: „Das war der Verdienst von Ole Werner und Patrick Kohlmann. Ich habe eine schwierige Situation in Bremen übernommen: nach 40 Jahren zum ersten Mal wieder 2. Liga. Es war nicht leicht, meine schwerste Aufgabe bisher.“

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Traurig, dass er beim Aufstieg seines Ex-Klubs nicht dabei sein konnte, sei er nicht, er freue sich vielmehr für die Region, die Fans und den Klub. „Dass ich nicht dabei bin, habe ich mir selbst zuzuschreiben“, gibt Anfang zu.

Markus Anfang: „Es war mit die lehrreichste Zeit, die ich mitgemacht habe“

Der gebürtige Kölner sprach im März das erste Mal über seinen gefälschten Impfpass, entschuldigte sich damals unter anderem im ZDF-„Sportstudio“.

Die Resonanz darauf sei komplett positiv gewesen: „Ich habe durchweg nur positive Nachrichten bekommen. Es war mit die lehrreichste Zeit, die ich mitgemacht habe. Ich habe gerade aus dem Fußball viel Zuspruch erhalten und viele haben mir den Respekt dafür entgegengebracht, dass ich die Eier hatte, mich öffentlich zu stellen. Mein Anwalt wollte es nicht, mir war es allerdings wichtig, dass ich mich bei den Fans und Werder Bremen entschuldige.“

Markus Anfang führt wieder Gespräche mit neuen Vereinen

Vom Amtsgericht Bremen wurde er zu einer Geldstrafe von 36.000 Euro verdonnert, der DFB verhängte zudem ein Berufsverbot bis November 2023. Ab dem 10. Juni 2022 läuft dieses Verbot allerdings nur noch auf Bewährung, Anfang könnte zur kommenden Saison also wieder einen Trainerjob bei einem Klub übernehmen.

Und einige Interessenten gibt es wohl auch schon! „Ich habe Gespräche geführt. Ich muss für mich und meine Familie entscheiden, was ich mache und wie ich was mache. Im Fußball kann man nicht alles planen. Daher kann man seinen Job nicht planen – gerade als Trainer. Ich lasse alles auf mich zukommen“, verriet Anfang.

Bei den Gesprächen sei es um den Fußball und ihn als Menschen gegangen: „Ich bin seit 26 Jahren im Profibereich. So viele Fehler habe ich mir nicht erlaubt, nun habe ich mir einen großen erlaubt. Ich weiß, wie der Fußball tickt. Ich muss mir eine Chance geben, genau wie den Vereinen.“ (tsc)

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