Markus Anfang Harte-Kritik an „Sportstudio“-Auftritt – aber Spieler glaubt an Trainer-Rückkehr

Werders ehemaliger Trainer Markus Anfang schaut an der Seitenlinie auf die Uhr.

Markus Anfang, hier im Spiel von Werder Bremen gegen den Hamburger SV am 18. September 2021, ist nach seinem Impfpass-Skandal vorerst außen vor.

Markus Anfang ist im deutschen Fußball nach dem Skandal um seinen gefälschten Impfpass außen vor, hofft aber noch auf eine zweite Chance. Darüber sprach auch der Zweitliga-„Doppelpass“ auf Sport1.

Lange Zeit hatte Markus Anfang (47) zum Skandal um seinen gefälschten Impfpass geschwiegen, am vergangenen Wochenende war der Ex-Trainer von Werder Bremen dann mit ersten öffentlichen Aussagen in die Offensive gegangen. Die große Frage, die Fußballfans beschäftigt: Findet Anfang jemals wieder einen Trainerjob in Deutschland?

Im Zweitliga-„Doppelpass“ auf Sport1 am Montag (21. März 2022) war Anfang, der seine gesamte Trainer-Karriere im Profi-Bereich in der 2. Bundesliga verbracht hatte, entsprechend auch das große Thema. Trotz aller Kritik wurde seine Laufbahn dort nicht vorzeitig für beendet erklärt.

„Doppelpass“-Runde diskutiert über Fall Markus Anfang

Sport1-Kommentator Oliver Forster (53) hielt zunächst einordnend fest, was wohl die meisten über Anfangs gefälschten Impfpass und die daraus resultierenden Lügen gegenüber Vereins-Verantwortlichen und Spielern denken: „Er hat alles falsch gemacht.“

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Auch die Flucht nach vorne mit dem TV-Auftritt im ZDF-„Sportstudio“ und einem „Bild“-Interview kritisierte der Reporter: „Das war mir jetzt zu viel Buße. Im ‚Sportstudio‘, in der ‚BamS‘, auf einmal. Um Gottes willen. Diese Zitate, das ging ja das ganze Interview lang, das ist mir too much, was er da auch gemacht hat.“

Dennoch glaubt Forster, dass mit etwas Abstand womöglich das Comeback möglich ist. „Er muss ins Ausland, gucken, dass da ein bisschen Gras drüber wächst“, forderte der Kommentator: „In Deutschland ist er momentan als Trainer nicht vermittelbar.“

Markus Anfang: Spieler glaubt im „Doppelpass“ an zweite Chance

Spannend war auch die Perspektive von Nürnberg-Torwart Christian Mathenia (29), der die verzwickte Lage aus Spieler-Perspektive einordnete. „Es geht im Fußball nur über Vertrauen und ich glaube schon, dass er das Vertrauen einer Mannschaft wieder erringen kann“, versicherte der Schlussmann: „Ich bin auch der Meinung, dass er eine zweite Chance verdient hat.“

Anfang selbst hatte im „Sportstudio“ nicht direkt um eine Gelegenheit zur Wiedergutmachung gebeten, allerdings seine Hoffnung geäußert, noch einmal als Trainer in Deutschland arbeiten zu dürfen. Ob es dazu kommt, wird allerdings erst die langfristige Zukunft zeigen. (bc)

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