Knapp drei Wochen nach seinem Aus bei HerthaPal Dardai vor neuem Job als Nachfolger von Peter Stöger

Herthas Cheftrainer Pal Dardai unterhält sich vor Spielbeginn auf der Bank.

Pal Dardai, hier noch als Trainer von Hertha BSC am 27. November 2021, steht vor einem neuen Engagement in Ungarn.

Der frühere Trainer von Hertha BSC, Pal Dardai, steht vor einem neuen Job in Ungarn. Er soll Trainer von Ferencvaros Budapest werden. Dort war jüngst Peter Stöger als Coach entlassen worden.

von Alexander Haubrichs (ach)

Ein Ex-Bundesliga-Coach musste gehen, ein anderer dürfte ihm bald folgen: Nach EXPRESS.de-Informationen wird ein alter Bekannter Nachfolger von Ex-FC-Trainer Peter Stöger (55) bei Ferencvaros Budapest in Ungarn.

Der erst am 29. November 2021 bei Hertha BSC entlassene Pal Dardai (45) soll nach unseren Informationen Favorit auf die Nachfolge des Österreichers beim ungarischen Rekordmeister sein, auch Stanislaw Tschertchessow, nach der enttäuschenden EM als russischer Nationaltrainer entlassen, gilt seit Tagen als Kandidat.

Dardai war von 2015 bis 2019 bereits Trainer in Berlin und folgte dann noch einmal im Januar 2021 auf Bruno Labbadia (55). Ende November trennte sich die Hertha dann von ihm und verpflichtete Tayfun Korkut (47) als Nachfolger.

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Pal Dardai spielte in 61 Länderspielen für Ungarn

Dardai begann seine Laufbahn beim MFC Pecs und wechselte im Januar 1996 zum Ferencvaros-Stadtrivalen BVSC Budapest. Noch vor dem Bundesligaaufstieg verpflichtete Hertha BSC den damals 20-Jährigen im Januar 1997. Für die ungarische Nationalmannschaft lief der Mittelfeldspieler insgesamt 61 Mal auf – nun die Rückkehr in seine Heimat als Coach.

Peter Stöger musste nach 0:2-Niederlage gehen

Nach der 0:2-Niederlage gegen Debrecen hatte Tamas Hajnal (40), Sportchef beim 32-fachen Meister, Peter Stöger nach weniger als einem halben Jahr entlassen. Eine enttäuschende Europa-League-Bilanz, dazu fünf von 15 nicht gewonnenen Spielen in der Meisterschaft, das war letztlich zu viel für den Kölner Rekordtrainer. Auch seine Assistenten Alexander Bade (51) und Gerhard Fellner (51) mussten gehen.

Nun soll Dardai nicht nur das Serienabonnement in der Meisterschaft weiterführen, sondern eine Mannschaft formen, die in Europa ein paar Ausrufezeichen setzen kann. Von 2013 bis 2018 war schon einmal ein in der Bundesliga sehr bekanntes Gesicht verantwortlich für Ferencvaros: Thomas Doll (55). Allerdings ist auch Tschertchessow noch nicht aus dem Rennen.

In der ungarischen Liga liegt Ferencvaros, im Volksmund „Fradi“ genannt, einen Punkt hinter Varda SE Kisvarda auf dem zweiten Platz, hat jedoch ein Spiel weniger als der Tabellenführer absolviert. Am Samstag (18. Dezember 2021) steht das nächste Spiel gegen Honved an.