„Erst denken, dann sprechen“ Michael Rummenigge kritisiert Salihamidzic nach BVB-Zoff

Michael Rummenigge bei einem Sky-Interview am 6. April 2019.

Michael Rummenigge, hier bei einem Sky-Interview am 6. April 2019, äußerte sich zum Wortgefecht zwischen Hasan Salihamidzic und Michael Zorc.

Der Zoff zwischen Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic und BVB-Manager Michael Zorc war ein neues Kapitel der ewigen Hassliebe beider Vereine. Nun hat sich auch Michael Rummenigge zu dem Streit geäußert.

Dortmund/München. Sticheleien und verbale Giftpfeile zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund gehören genauso zur Geschichte der beiden Vereine wie epische Schlachten auf dem Fußballfeld. Zuletzt waren Hasan Salihamidzic (44) und Michael Zorc (59) aneinander gerasselt, als der Bayern-Sportvorstand es als „verwunderlich“ bezeichnete, dass Dortmunds Kapitän Marco Reus (32) nur wenige Tage nach seiner vorzeitigen Abreise von der deutschen Nationalmannschaft wegen Knieproblemen beim Bundesligaspiel bei Bayer Leverkusen wieder putzmunter auf dem Platz stand.

Zorc riet „Brazzo“ daraufhin, sich um die Angelegenheiten der Münchener zu kümmern und bei Themen rund um den BVB einfach mal „die Klappe zu halten“. Nun hat sich auch Michael Rummenigge (57) zu dem Schlagabtausch geäußert.

Michael Rummenigge: Salihamidzic vergleicht Äpfel mit Birnen

Michael Rummenigge, der Bruder des ehemaligen Bayern-Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge (65), spielte in seiner aktiven Karriere sowohl für die Bayern als auch für den BVB.

Im Sport1-Podcast „Meine Bayern-Woche“ sagte der 57-Jährige, dass er das Wortgefecht wohlwollend aufgenommen hatte, kritisierte jedoch auch Salihamidzic: „Es ist viel zu ruhig geworden in den letzten Jahren. Auch, weil Uli Hoeneß nicht mehr gegen Dortmund stichelt. Also hat Hasan Salihamidzic einen kleinen Giftpfeil abgeschossen. Aber er hat ein bisschen was vergessen: Thomas Müller ist auch beim DFB angereist und verletzt wieder abgereist und hat dann aber gegen Leipzig und Barcelona gespielt. Das hat er dann mit Reus verglichen. Man darf aber nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Erst denken, dann sprechen!“

Klare Worte des ehemaligen Bundesliga-Profis, der für Dortmund 156 Mal (36) Tore und für den FC Bayern 152 Mal (44 Tore) im deutschen Oberhaus auflief.

Michael Rummenigge: „Vielleicht muss sich Hasan noch beweisen“

Im weiteren Verlauf des Podcasts verglich Rummenigge auch die jeweiligen Erfahrungen der Streithähne in der Chefetage der großen Klubs – und attestierte Zorc dabei mehr Souveränität: „Vielleicht muss sich Hasan in der großen Fußballwelt noch ein bisschen beweisen. Michael Zorc ist seit 20 Jahren im Geschäft und eigentlich ein ruhiger Vertreter. Wenn der mal was sagt, dann hat das schon eine Wirkung.“

Hasan Salihamidzic und Michael Zorc beim Duell zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund im April 2019.

Zwischen Hasan Salihamidzic und Michael Zorc flogen zuletzt die Fetzen, hier sind sie am 6. April 2019 beim Duell zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund zu sehen.

Jedoch sei die Wortwahl Zorcs, Salihamidzic solle die „Klappe halten“, für Rummenigge diskutabel. Wie Bruder Karl-Heinz die durchaus Bayern- und Salihamidzic-kritischen Aussagen Michaels bewertet, ist bislang nicht bekannt. (nb)

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