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Klartext von Ballack DFB-Rückkehr von Hummels, Boateng & Müller: „Eigentlich erledigt“

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Ex-Nationalspieler und RTL-Experte Michael Ballack im Gespräch mit Bundestrainer Joachim Löw vor dem Spiel der DFB-Elf gegen Tschechien.

Leipzig – Warum hat die Nationalmannschaft derzeit solch ein schlechtes Image? DFB-Direktor Oliver Bierhoff (52) spricht von der dunklen Wolke, die das Team umgibt. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge (65) sprach nach dem G15-Treffen in Frankfurt von einem „verbesserungswürdigen Image“.

Für Ex-Kapitän Michael Ballack (44), der am Abend beim Spiel gegen Tschechien als Experte beim Sender RTL im Einsatz ist, ist das Chaos beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Ursache für die Kritik.

Ballack nannte bei RTL „Querelen im DFB, vor allem in der Führungsspitze, im inneren Zirkel. Da gibt es immer wieder Sachen, die ein bisschen stören. Somit gibt der DFB nicht das beste Bild ab.“

Löw-Bierhoff

Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Direktor Oliver Bierhoff haben derzeit schwer mit dem miesen Image der Nationalmannschaft zu kämpfen.

Zu den Aussagen von Oliver Bierhoff merkte Ballack an: „Grundsätzlich will er die Spieler schützen, das ist auch seine Aufgabe und sein gutes Recht und sogar ein Muss, dort auch präsenter zu sein. Vielleicht fallen ihnen die Fehler aus der Vergangenheit, hier nicht präsenter zu sein, jetzt so ein bisschen auf die Füße, das fällt den Spielern auf die Füße.“

Michael Ballack: Nationalspieler müssen die Kritik akzeptieren

Der „Capitano“, der 2002 Vize-Weltmeister wurde, sieht die Kritik allerdings auch als förderlich an. „Das ist auch eine Schule für die Spieler, da muss man einfach mal durch, das gehört auch zur Lebenserfahrung als Fußballer dazu. Es ist allgemein eine schwierige Situation, die die Nationalmannschaft hier umtreibt, nicht nur auf dem Platz, sondern auch außerhalb des Platzes. Dafür haben wir in der Form eben auch wie Oliver Bierhoff Leute, die sich dessen annehmen sollten, viel Präsenz zeigen müssen.

Die Authentizität ist wichtig, dass auch wieder Vorbilder kreiert werden, die den Fußball leben und auch vermitteln, was geht den Jungs durch den Kopf, was fühlen sie, denn das ist auch was die Fans spüren, wenn dort eine Ehrlichkeit da ist. Somit kann man dann auch wieder viele Fans zurückgewinnen.“

Sportlich sei beim Team von Bundestrainer Joachim Löw (60) laut Ballack „sicherlich Potenzial nach oben“ vorhanden. „Wir haben mittlerweile eine sehr junge Mannschaft zusammen, die mehr Kredit haben sollte als eine gestandene“, meinte der 98-malige Nationalspieler (42 Tore).

Dass teilweise über „unnötige“ Länderspiele wie am Mittwochabend gegen Tschechien gejammert werde, kann der 44-Jährige nicht nachvollziehen: „Man sollte dankbar sein, dass man überhaupt die Möglichkeit bekommt, Fußball zu spielen. Deswegen wäre es falsch zu klagen.“

Stattdessen sollten diese Begegnungen - wie von Löw - als Chance gesehen werden „für Spieler, die sonst nicht so im Rampenlicht stehen“.

Michael Ballack: Kein Zurück für Müller, Hummels und Boateng

Auch zur Debatte um eine mögliche Rückhol-Aktion von Weltmeistern wie Thomas Müller (31), Mats Hummels (31) und Jerome Boateng (32) hat Ballack eine klare Meinung: „Ich glaube, es ist eher unwahrscheinlich. Jogi Löw hat eine Entscheidung getroffen damals. Und die Vergangenheit zeigt eigentlich, dass bei kaum einem Spieler, der aus verschiedensten Gründen beim DFB nicht mehr zum Zuge gekommen ist, da nochmal eine Rückholaktion stattfindet oder der Trainer auf diese Spieler zurückgreift.

Grundsätzlich sind das Top-Spieler, es war zu erwarten, dass sie durch die geringere Belastung in ihren Vereinen wieder zu alter Stärke zurückfinden werden, das ist auch größtenteils passiert. Somit ist der Ruf natürlich normal. Trotzdem glaube ich, dass Jogi Löw bei seiner Entscheidung bleiben wird und mit dem Kader, den er zur Verfügung hat, auch die nächsten Spiele planen wird.“

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Vor dem Spiel bekräftigte Ballack noch einmal, dass er eine Rückkehr des verdienten Trios nicht für realistisch hält: „Für Müller, Hummels und Boateng hat sich das eigentlich erledigt“, sagte er. Dann folgte noch eine kleine Spitze gegen Löw: „Das alles Entscheidende ist die Kommunikation.“ Der Bundestrainer habe seine Entscheidungen „nicht immer klar kommuniziert“, meinte Ballack.

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