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Neues Stadion in Berlin Hertha plant Schmuckkästchen: Kultklub dient als Vorbild 

Das Maifeld in Berlin mit dem Glockenturm im Vordergrund und dem Olympiastadion im Hintergrund.

Das Maifeld, auf dem das neue Stadion entstehen soll, liegt direkt hinter dem Olympiastadion Berlin, wie hier bei einer Luftaufnahme vom 19. Mai 2020 zu erkennen ist.

Hertha BSC ist soeben dem Abstieg in die Zweitklassigkeit entkommen. Nun wollen die Verantwortlichen ein neues Stadion errichten, auch die Stadt Berlin ist involviert.

Ganz knapp ist Hertha BSC in der Fußball-Bundesliga geblieben. Feuerwehrmann Felix Magath rettete die Berliner in der Relegation gegen den Hamburger SV am 23. Mai 2022. Nach einer schwachen Saison mit vielen Tiefpunkten soll es in Zukunft aber wieder bergauf gehen.

Helfen soll dabei ein neues Stadion. Die bisherige Heimspielstätte, das Olympiastadion, entspricht nicht den Vorstellungen der Verantwortlichen – zu viele Plätze, die leer blieben und eine bescheidene Atmosphäre. Es soll ein richtiges Fußballstadion her, mit rund 30.000 Plätzen weniger, dafür jedoch mit einer Atmosphäre, wie in einem berühmten Fußballstadion in Südamerika. Die Sportausschuss-Sitzung im Berliner Senat am Freitag (10. Juni 2022) sorgte für nähere Informationen.

Vorbild La Bombonera in Buenos Aires

„Unser Vorbild ist das La Bombonera in Buenos Aires. Das steht dort mitten in einem Wohnviertel und ist baulich entsprechend angepasst. Unser Stadion sehe ähnlich aus. Wir planen mit einer Arena, die eine Kapazität von 45.000 Plätzen hat und bei internationalen Spielen 36.500 Plätze“, sagte der Geschäftsführer und Finanzboss von Hertha BSC, Ingo Schiller (56) bei der Sitzung im Berliner Senat.

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La Bombonera: das Stadion des Kult-Klubs Boca Juniors im Stadtteil La Boca der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Es ist ein wahres Schmuckkästchen mit einmaliger Atmosphäre.  In dem 49.000 Zuschauerinnen und Zuschauer fassenden Fußball-Tempel spielte einst auch die 2020 im Alter von 60 Jahren viel zu früh verstorbene Legende Diego Maradona im blau-gelben Trikot der Boca Juniors.

Das Stadion La Bombonera mitten in der argentinischen Metropole Buenos Aires.

Eine Luftaufnahme des legendären La Bombonera, dem Stadion der Boja Juniors, am 6. April 2020.

Berlins Innensenatorin Iris Spranger (60) macht die Stadionfrage des Bundesligisten auch zur Chefinnensache. Die SPD-Politikerin kündigte im Berliner Abgeordnetenhauses an, eine Steuerungs- und Projektgruppe einzuberufen, die sie leiten werde. Sie soll nach der Sommerpause im Parlament eingerichtet werden. „Ich bin davon überzeugt, dass Hertha ein Fußballstadion bekommen sollte“, sagte Spranger.

Sie hatte in der langjährigen Debatte um den Standort für ein reines Fußballstadion für Hertha BSC vor einigen Wochen einen Bau am Rande des Maifelds ins Spiel gebracht. Dieses werde natürlich kleiner, nicht so groß wie das benachbarte Olympiastadion.

Finanzboss Schiller: Kosten von 250 Millionen Euro „absolut darstellbar“

Das Maifeld befindet sich direkt hinter dem Marathontor des Olympiastadions. Geplant ist also das neue Stadion direkt neben das alte Stadion zu setzen. So könnten mögliche infrastrukturelle Kosten gering gehalten werden, da man sämtliche Strukturen des Olympiastadions nutzen könnte.

Auch die geplanten Kosten stehen bereits fest. „Das Gesamtvolumen bleibt in einer ähnlichen Größenordnung von 250 Millionen Euro. Die Finanzierung ist dreiteilig und absolut darstellbar“, sagte Schiller und ließ damit keinen Zweifel an etwaigen Finanzierungsschwierigkeiten aufkommen.

Hertha BSC: Besonderheit bei drei Heimspielen

Um den Eingriff in die Struktur des Maifeldes gering zu halten, soll die Südseite nur halb so tief gestaltet werden. Zusätzlich soll eine Medienwand entstehen, auf der der historischen Zeitgeschichte der Örtlichkeiten Rechnung getragen werden soll, sowie Public Viewing stattfinden kann.

Eine Besonderheit machte Schiller dann auch noch deutlich: Drei Top-Spiele pro Saison sollen weiterhin im benachbarten Olympiastadion stattfinden. Gut möglich, dass man für den BVB, Bayern und möglicherweise das Stadtderby gegen Union Berlin zeitweilig die Spielstätte wechselt.

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