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Schlechter als Tasmania Berlin Greuther Fürth droht historische Negativ-Saison

Branimir Hrgota von Greuther Fürth breitet klagend die Arme aus.

Schon wieder eine Niederlage: Fürths Branimir Hrgota klagt über die Last-Minute-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt am vergangenen Sonntag (7. November 2021).

Der Saisonstart ist für Greuther Fürth ordentlich in die Hose gegangen. Der Klub steht in der Liga sogar schlechter da als einst Tasmania Berlin. 

Fürth. Fast ein Drittel aller Spiele der aktuellen Bundesliga-Saison sind am 8. November 2021 absolviert – und abgeschlagen vom Tabellenende grüßt die SpVgg Greuther Fürth mit einer verheerenden Bilanz: Die Aufsteiger aus Franken konnten bislang erst einen Punkt ergattern und wandeln damit auf den Spuren von Tasmania Berlin.

Für Greuther Fürth ist es erst das zweite Jahr im deutschen Oberhaus. In der Saison 2012/2013 spielte das Kleeblatt bereits für ein Jahr in der Bundesliga. Am Ende der Spielzeit stand der Klub auf Platz 18 und musste direkt wieder zurück ins Unterhaus. 21 Punkte hatte der Klub damals auf dem Konto. Mitabsteiger Fortuna Düsseldorf hatte immerhin 30 Zähler.

Nur ein Punkt aus elf Spielen für Fürth

Doch nun sieht es noch finsterer für die Spielvereinigung aus: Ein Sieg gelang noch nicht – und lediglich beim 1:1-Unentschieden gegen Arminia Bielefeld konnte etwas Zählbares eingefahren werden. Alle anderen Spiele gingen verloren. Zuletzt setzte es am Sonntagabend (7. November 2021) eine bittere Niederlage gegen Eintracht Frankfurt: Obwohl Fürth die bessere Mannschaft war, erzielte Rafael Santos Borré in der vierten Minute der Nachspielzeit den Siegtreffer (2:1) für die Hessen.

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Stefan Leitl geht in die Knie und starrt auf den Boden.

Zum Niederknien: Fürth-Trainer Stefan Leitl ist bei der Niederlage gegen Eintracht Frankfurt am 7. November 2021 der Verzweiflung nahe.

„Ich bin echt wortkarg und habe aktuell keine Erklärung“, sagte Kleeblatt-Coach Stefan Leitl (44) nach der bereits neunten Niederlage in Folge und lieferte die Antwort prompt hinterher: „Aber Fußball ist manchmal nicht erklärbar“. Ebenso hilflos wie sein Trainer wirkte Julian Green (26). „Mir fehlen ein bisschen die Worte“, sagte der US-Amerikaner und sprach nach dem Frankfurt-Spiel von einer der bittersten Niederlagen in seiner Karriere. „Ich war noch nie in so einer Situation“, gestand er.

In der vergangenen Saison war es der FC Schalke 04, der über die ganze Saison hinweg nicht in Tritt kam und letztlich wenig überraschend in die 2. Bundesliga abstieg. Nach dem elften Spieltag hatten die Knappen allerdings bereits vier Punkte, nach 34 Spieltagen insgesamt 16 Punkte. Viele verglichen Schalke damals schon mit Tasmania Berlin.

Greuther Fürth das neue Tasmania Berlin?

Tasmania spielte in der Saison 1965/1966 in der Bundesliga und belegt in der ewigen Erstliga-Tabelle den letzten Platz. Der Klub holte in 34 Spielen nur zwei Siege und trennte sich viermal mit einem Remis. Nach heutiger Punkte-Regelung hat Tasmania Berlin damit zehn Punkte erringen können. Das Torverhältnis betrug -93.

Um den Negativ-Rekord der Tasmania nicht einzustellen, benötigt Greuther Fürth entsprechend noch zehn Punkte aus den verbleibenden 23 Liga-Spielen. Besonders hart für das Kleeblatt: Sogar Tasmania hatte in der besagten Saison nach elf Spieltagen zumindest einen Sieg auf der Habenseite.

Robert Lewandowskis Gehalt so hoch wie Fürths Etat

Ein Grund für die desolate Tabellensituation ist mit Sicherheit die eklatante Heimschwäche der Fürther. Der Verein konnte bislang noch nie einen Heimsieg in der Bundesliga einfahren. Auch der ablösefreie Abgang von Nationalspieler David Raum (23) zur TSG Hoffenheim sowie die Wechsel weiterer Aufstiegs-Helden konnten nicht gleichwertig kompensiert werden. Klar ist, dass am Beispiel Fürth sichtbar wird, wie schwer es Vereine haben, denen es an finanziellen Möglichkeiten fehlt.

Greuther hat den kleinsten Etat der Liga, lediglich 17,7 Millionen Euro stehen dem Klub für die Saison 2021/2022 zur Verfügung. Selbst der VfL Bochum, der ebenfalls in die erste Liga aufgestiegen war, hat ein fünf Millionen höheres Budget. Zum Vergleich: Beim Branchenprimus FC Bayern München reicht das Gesamt-Budget des Kleeblatts etwa zur Deckung des Gehalts von Superstar Robert Lewandowski (33).

Am Samstag nach der Länderspielpause (20. November 2021) muss Fürth zum Auswärtsspiel nach Mönchengladbach. Gegen die überlegene, wenn auch zeitweise kriselnde Borussia müssen dringend Punkte her. Dass Wunder möglich sind, zeigten die Gladbacher zuletzt selbst beim 5:0-Erfolg gegen den FC Bayern München im DFB-Pokal.

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