FC als Top-Fehlstarter abgelöst Fürth mit Bundesliga-Negativrekord – selbst Schalke war besser

Die Spieler von Greuther Fürth gehen nach der Niederlage gegen den VfL Bochum auf die Knie.

Verzweiflung pur bei den Profis von Greuther Fürth nach dem 0:1 gegen den VfL Bochum am 16. Oktober und dem damit verbundenen Start-Negativrekord.

Der Fehlstart von Aufsteiger Greuther Fürth ist schon ein Fall für die Bundesliga-Geschichtsbücher. Noch nie war ein Team nach acht Spielen schlechter als die Spielvereinigung von Trainer Stefan Leitl.

Fürth. Der Horror-Start von Aufsteiger Greuther Fürth wird von Woche zu Woche dramatischer. Nach acht Spielen kann das Kleeblatt erst einen Punkt verbuchen und liegt abgeschlagen am Tabellenende. Der Blick zurück zeigt: Noch nie war ein Team in der Bundesliga zum gleichen Zeitpunkt schlechter als das gerupfte Kleeblatt.

Drei andere Vereine, darunter auch der 1. FC Köln, standen in der Bundesliga-Historie ebenfalls schon einmal mit nur einem Punkt nach acht Spielen da, punktlos blieb nach knapp einem Viertel der Saison noch kein Team. Allerdings: Die Fürther Statistik liest sich noch etwas schlechter als die der Konkurrenz.

Greuther Fürth mit neuem Negativ-Rekord nach acht Bundesliga-Spielen

Hauchdünn liegt das Team von Trainer Stefan Leitl (44) nach dem 0:1 gegen den VfL Bochum vom Samstag (16. Oktober 2021) im historischen Vergleich hinten. Grund dafür: Das Torverhältnis von 5:20. Die Differenz von -15 brachten zuvor weder der 1. FC Saarbrücken noch der 1. FC Köln oder der SC Paderborn aufs Tableau. Schalke 04 hatte in der vergangenen Katastrophen-Saison nach drei Spielen immerhin schon drei Zähler auf dem Konto.

Der FC, unter Trainer Steffen Baumgart (49) aktuell in ganz anderen Regionen unterwegs als noch in der Saison 2017/2018 unter Peter Stöger (55), wurde damit als schlechtester Starter nach acht Bundesliga-Spielen abgelöst.

Trainer Peter Stöger vom 1. FC Köln reagiert an der Seitenlinie bei einer Niederlage.

Peter Stöger, hier am 26. November 2017 im Spiel des 1. FC Köln gegen Hertha BSC, erlebte mit dem FC 2017/2018 eine Horror-Saison.

Damals stand ein Torverhältnis von 3:17 (Differenz -14) zu Buche – um ein Tor besser als die aktuelle Fürther Bilanz. Den bis dahin einzigen Punkt gab es am 6. Spieltag beim 0:0 gegen Hannover 96. Der erste Sieg folgte erst am 17. Spieltag durch ein 1:0 gegen den VfL Wolfsburg. Am Ende der Saison stieg der FC mit nur 22 Punkten sang- und klanglos ab.

Steffen Baumgart holte mit SC Paderborn nur einen Punkt aus acht Bundesliga-Spielen

Das gleiche Schicksal ereilte in der ersten Bundesliga-Saison 1963/1964 auch Gründungsmitglied Saarbrücken. Während die Kölner damals die Meisterschaft feierten, strich Saarbrücken mit 17 Zählern (23 nach Drei-Punkte-Regel) als Letzter die Segel. Nach acht Spielen lagen die Saarländer mit einem Torverhältnis von 12:25 (-13) am Tabellenende.

Steffen Baumgart vergräbt das Gesicht hinter seinen Händen.

Steffen Baumgart, hier am 21. September 2019, erlebte mit dem SC Paderborn einen Fehlstart in die Bundesliga-Saison.

Und auch FC-Trainer Baumgart erlebte eine Situation wie in Fürth bereits am eigenen Leib. Mit dem SC Paderborn stand er als Aufsteiger vor zwei Jahren ebenfalls bei nur einem Punkt aus den ersten acht Ligaspielen (Torverhältnis 9:22). Nur beim VfL Wolfsburg (1:1) holten die Ostwestfalen bis dahin Zählbares, feierten aber immerhin am neunten Spieltag gegen Fortuna Düsseldorf den ersten Saisonsieg.

Der Abstieg war dennoch recht früh besiegelt: Mit 20 Punkten verabschiedete sich der SCP nach einem Jahr als Letzter wieder aus der Bundesliga, in die er zuvor unter Baumgarts Leitung sensationell aus der 3. Liga direkt durchmarschiert war.

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