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Bundesliga-Schlusslicht S04 mit vielen Baustellen in Abstiegs-Not – Reis macht Hoffnung

Schalkes Cheftrainer Thomas Reis gibt seinen Spielern Anweisungen

Thomas Reis, hier am 7. Januar 2023 im Testspiel des FC Schalke 04 gegen den FC Zürich, hat mit den Knappen in der Rückrunde viel Arbeit vor sich.

Thomas Reis hat sich mit Schalke 04 in einer holprigen Vorbereitung auf den Bundesliga-Abstiegskampf eingeschworen. Der Trainer bringt zwar Erfahrung mit, hat aber eine ganze Reihe von Problemen zu lösen.

Weniger als eine Woche vor dem Beginn der Rückrunde herrscht bei Bundesliga Schlusslicht Schalke 04 weiterhin alles andere als Euphorie.

Von Aufbruchsstimmung unter Neu-Coach Thomas Reis, ist bisher nicht viel zu sehen. Im Winter konnte man nicht ein einziges Testspiel gewinnen, ist von schwerem Verletzungspech geplagt und auch Wunschspieler Tim Skarke, der von Union Berlin nach Schalke wechseln sollte, kommt nun doch nicht.

Thomas Reis kam mit Abstiegskampf-Erfahrung zu Schalke 04 

Gegen Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt bekommt Schalke es direkt mit einem harten Brocken zu tun. Immerhin: Für Ex-Bochum Coach Thomas Reis (49) ist Abstiegskampf ein altbekannter Zustand.

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In der abgelaufenen Spielzeit konnte er mit Aufsteiger VfL Bochum souverän und stellenweise mit sehr ansehnlichem Fußball die Klasse halten. Nach einem verpatzten Saisonstart mit sechs Niederlagen in Serie musste Reis in Bochum in der laufenden Spielzeit aber seinen Hut nehmen.

Nun steckt er wieder im Abstiegskampf, diesmal 15 Kilometer nordwestlich beim FC Schalke 04. Die Aufgabe in Gelsenkirchen scheint für Reis allerdings noch komplizierter zu werden. Auch, weil die Probleme in der langen Winterpause nicht unbedingt weniger wurden.

Schalke 04 vorne wie hinten im Verletzungspech

Da wäre zum einen das Verletzungspech. Vor allem in der Innenverteidigung fällt, neben der Liverpool-Leihgabe Sepp van den Berg und dem Defensiv-Talent Leo Greiml, in Maya Yoshida ein weiterer erfahrener Leistungsträger für das erste Spiel nach der WM in Katar aus.

Auch der Langzeitverletzte Rodrigo Zalazar fehlt den Königsblauen zurzeit. Zu allem Überfluss ist auch für Sebastian Polter, einem der Gründe für den Klassenerhalt der Bochumer in der vergangenen Saison, die Spielzeit nach einem Kreuzbandriss gelaufen.

Wegen der dünnen Personaldecke plant der S04 möglichst schnell noch einige Planstellen zu schließen. Mit den Neuzugängen Jere Uronen (Leihe bis Saisonende von Stade Brest) und Niklas Tauer (Leihe bis Saisonende von Mainz 05) ist man auf dem Transfermarkt bereits tätig geworden. Zudem wurde der U23-Außenspieler Soichiro Kozuki in die Profi-Mannschaft hochgezogen.

Schalke 04: Ohne finanzielles Polster auf dem Transfermarkt

Finanziell muss Königsblau aus wenig viel machen, denn das Geld ist beim klammen Revierklub weiterhin rar gesät. Nachdem der Transfer von Wunschspieler Tim Skarke gescheitert ist, sucht Schalke besonders nach einem schnellen Außenstürmer.

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Auch ein Polter-Ersatz wird weiterhin händeringend gesucht. Letzterer soll laut der belgischen Zeitung „La Dernière Heure/Les Sports“, der Schweizer Mittelstürmer Michael Frey (28) vom belgischen Erstligisten Royal Antwerpen sein.

Schalke strebt eine Leihe an und soll bereits Kontakt mit dem Knipser aufgenommen haben. In 14 Ligaspielen war er in der laufenden Spielzeit sieben Mal erfolgreich. In der Vor-Saison erzielte er sogar 22 Tore in 33 Spielen – keine schlechte Visitenkarte für einen Angreifer. Doch der neue Angreifer ist nicht da. Und auch spielerisch hinterlassen die Knappen keinen allzu guten Eindruck.

Schalke 04 sieglos in der Rückrunden-Vorbereitung

Drei Unentschieden (jeweils 2:2 gegen Rapid Wien, Osnabrück und den FC Zürich) und drei Niederlagen (3:4 gegen Hajduk Split, 0:1 gegen Nürnberg und 0:1 gegen Werder Bremen) stehen für die Reis-Elf nach der Vorbereitung auf die Rest-Saison auf dem Papier. Zudem hat man aktuell fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Ganze zwei Siege konnte Schalke in den ersten 15 Partien einfahren.

Der Coach macht dennoch Mut und betont vor dem Auftakt gegen die Eintracht: „In den nächsten 19 Spielen geht es um alles. Wir werden immer wieder gegen Widerstände ankämpfen müssen. Deshalb ist es wichtig, stets den inneren Schweinehund zu überwinden – auch wenn es einmal wehtut. Uns wird nichts geschenkt werden. Das weiß die Mannschaft auch.“

Es bleibt abzuwarten, ob die Mannschaft die Devise des Trainers tatsächlich umsetzen kann. Gelingt das nicht, droht den Gelsenkirchenern am Saisonende der zweite Abstieg binnen drei Jahre. (km)

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