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Harte Kritik von Klub-Ikone Schalke und Werder „meilenweit“ vom Aufstieg entfernt

Torwart-Legende Oliver Reck als Trainer des SSV Jeddeloh II beim Spiel gegen den HSC Hannover

Bundesliga-Legende Oliver Reck (hier bei seinem Trainerjob beim SSV Jeddeloh II am 25. September 2021) glaubt aktuell nicht an einen Schalke-Aufstieg

Oliver Reck stand von 1998 bis 2004 im Tor des FC Schalke 04 und gewann gemeinsam mit den Königsblauen zweimal den DFB-Pokal. Nun analysierte der Europameister von 1996 die Situation bei seinem Ex-Klub.

Gelsenkirchen. Schalke 04 rangiert auf Platz fünf der 2. Liga, zwei Punkte fehlen auf den SC Paderborn und Relegationsplatz drei. Allerdings bereitet der sportliche Negativtrend allen Beteiligten Sorge, zuletzt ging das Heimspiel gegen Darmstadt 98 mit 2:4 verloren. Nach der dritten Pflichtspiel-Niederlage in Folge kamen Mittelfeldspieler Rodrigo Zalazar (22) sogar die Tränen.

In gut einer Woche kommt es nun zum vermeintlichen Topspiel in der 2. Liga, der Bundesliga-Absteiger Werder Bremen empfängt die Leidensgenossen vom FC Schalke 04. Es ist formal das Duell zweier Aufstiegsaspiranten, die aber mit Platz acht und fünf nicht zufrieden sein können, denn das eindeutige Ziel lautet: Aufstieg in die Bundesliga!

Reck kritisiert schwache Leistungen von Schalke und Bremen

Oliver Reck (56), der jeweils zweimal mit Schalke (2001 und 2002) und Werder Bremen (1991 und 1994) den DFB-Pokal gewonnen hat, resümierte deshalb in der „WAZ“: „Schalke und Bremen sind derzeit noch meilenweit vom Aufstieg entfernt – das meine ich nicht nur mit Blick auf die Tabelle, sondern auch mit Blick auf die bisherigen Leistungen.“

Vor allem bei Schalke ging Reck ins Detail. Dem S04 fehle die Konstanz, so Reck, allerdings sei dies auch kein Wunder: „Schalke hat im Sommer eine komplett neue Mannschaft zusammengestellt. Dieser Truppe muss man vielleicht etwas mehr Zeit geben als der Konkurrenz.“

Oliver Reck würde Schalke 04 und Werder Bremen Bundesliga-Aufstieg gönnen

Natürlich gönne er Schalke - ebenso wie Werder - den Aufstieg, auch die verpflichteten Spieler wie Danny Latza (31), Marius Bülter (28) und Thomas Ouwejan (25) seien „richtig gute Charaktere“, dennoch, so betonte der Ex-Keeper, müsse das Team positive Ergebnisse liefern, um dem besonderen Erwartungsdruck auf Schalke gerecht zu werden.

So sieht Reck offenbar auch eine Baustelle auf der Torwartposition. Ohne sich für den neuen Stammkeeper Martin Fraisl (28) oder den erneut zum Ersatztorwart degradierten Ralf Fährmann (33) auszusprechen, betonte Reck: „Ein guter Torwart muss einer Mannschaft auch mal ein Spiel gewinnen.“ Reck schloss seine Analyse dennoch zuversichtlich ab. Er denke, dass Schalke und Bremen „noch oben angreifen werden“. (F.N)

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